Original geschrieben von fahrsfahrwerkaus
Der Ami kauft sich seinen Wagen nach "Zylindern". Selten findet man eine PS-Angabe in Prospekten oder Webseiten, es steht einfach nur "4-Cylinder Performance" oder "6-Cylinder Perfomance". Der Ami baut also in seine Karre der Golf- bzw unterer Mittelklasse einen 2,4 Liter 4-Zylinder ein (für Hausfrauen und Fahranfänger) oder einen Sechszylinder mit 3 Litern Hubraum (ansprechende Fahrleistungen für Daddy, nen Teil der Leistung geht eh im Automatikgetriebe verloren).
Wenn er jetzt mit niedrigen Drehzahlen mit Tempo 130 km/h dahintuckert, braucht er auch nur 9-11 Liter auf 100, genausoviel wie ein Golf mit 1,6 Litern Hubraum mit allen Finessen der Motorbaukunst versehen, der aber hochtouriger drehen muss (grössere Reibungs- und Strömungsverluste, Gemischanfettung zur Klopfreduzierung).
Wäre ich Marketingmanager bei Dodge, hätte ich dieses schicke Auto mit nem V6-Motor mit 3 Litern Hubraum gebracht, von mir aus auch auf 150PS schaumgebremst, damit er nicht in höheren Fahrzeugkategorien wildert, und den Deutschen spüren lassen, wie es ist, mit einem Amischlitten zu cruisen.
Der Trend zum souveränen Dahingleiten ohne viel Schaltarbeit ist ja schon vor Jahren durch den modernen Turbodieselmotor eingeleitet worden, jetzt könnte der Chrysler-Konzern zeigen, dass es auch mit Ottomotoren geht. Nicht alle wollen die höhere Steuer und Versicherung für einen Diesel zahlen, oder haben die Jahresfahrleistungen dafür. Andere wiederum mögen das Geräusch des Diesels nicht, diese könnte man auch damit überzeugen, dass ein aktuelles Auto in der Golfklasse auch mit 100-150PS angenehm zu fahren ist, ohne den Drehzahlmesser über 2000 1/min zu bringen.