Also, ich hab in dem Punkt alles durch:
1. Sprachreisen + Unterbringuing in Gastfamilie oder Studio mit anderen Sprachschülern
Die Kurse für Erwachsene sind gemischt, sprich es sind Leute aus allen Ländern dabei. Mit deinen Kursteilnehmern wirst du ja dann den größten Teil deiner Freizeit verbringen. Abends gehts mit der Familie beim Abendessen weiter.
Das A und O ist die Auswahl der Schule. Eine Sprachschule aus einem deutschen Reisekatalog zu picken ist denkbar ungünstig, denn am optimalsten ist es, wenn du mehr oder weniger der einzige deutschsprachige dort bist. Dann bist du, genauso wie die anderen mit dir, dazu gezwungen Englisch zu reden. Die anderen Sprachschüler sind in der Regel auch sehr dankbar dafür, dass du sie durch deine Anwesenheit zum Englisch reden zwingst, sonst würden sie nur in ihrer Landessprache miteinander reden.
Sprachschule also über Internetrecherche selbst raussuchen (es gibt auch Organisationen, die die Qualität testen) und die Gastfamilie von der Sprachschule vermitteln lassen. Auf diese Weise wird der Kurs auch viel günstiger.
Was hier in Deutschland nicht beworben wird, wird auch von deutschen Sprachschülern wenig besucht. In jedem Fall aber in der Schule nachfragen, wieviele deutschsprachige so da sind.
2. Medien
DVDs: Grundregel Nr. 1, schaut man nie in der synchronisierten Version. Immer in OV (Original Version). Die Qualität des Gesprochen, sowohl inhaltlich wie auch von der Natürlichkeit her, ist in der OV um Längen besser als in der dubbed version. Hat man sich erst mal daran gewöhnt, bekommt man das Würgen wenn man mal ne synchronisierte Version hört.
Auf den MP3 Player kommen englischsprachige Hörbücher drauf, was immer einem gefällt, zum unterwegs hören.
Kino und Theater in Englisch.
Internetradio hören, Pod Casts, englische Fernsehsender schauen...
Bücher, wenn immer möglich, werden in der englischsprachigen Version angeschafft und gelesen.
Im Internet englischsprachige Blogs und Newsseiten lesen; es eröffnen sich geradezu ungeahnte Informationswelten und man bekommt viel mehr mit.
3. Sprachkurse vor Ort
Einmal die Woche an der VHS hält fitt, außerdem wird insbesondere die Grammatik durchgekaut.
In Deutschland lebende Muttersprachler finden sich in Großstädten oft zu Communities zusammen und veranstalten regelmäßige Treffen (Expats), deutsche sind da auch Willkommen. Insbesondere wer noch ganz frisch hier in Deutschkland ist, ist dankbar für jeden Kontakt zu Deutschen die ihm auch noch in Englischer Sprache weiterhelfen können.
4. Schreiben
Englischsprachige Foren suchen und dort Beiträge schreiben. Noch besser, für die die viel Fantasie haben, Fanfiction schreiben. Wer eine excellente Story zu einem beliebten Buch oder Film schreibt, der bekommt sogar noch einen ganzen Flock beta-reader umsonst hinzu, die das ganze dann korrigieren.
Für die, die nicht so einfallsreich sind: Übersetzen, zunächst mal vom Englischen ins Deutsche, dabei ist man gezwungen sich wirklich mit den einzelnen Wörtern und Redewendungen auseinanderzusetzen und lernt unheimlich viel. Als Vorlage kann dazu irgend ein Buch dienen. Eines für das das Copyright ausgelaufen ist kann dann sogar selbst publiziert werden (http://www.lulu.com). Ein Autor dessen Buch noch nicht ins Deutsche übersetzt wurde, hat an eurer fertigen Übersetzung vielleicht auch Interesse.
Auch Wikipedia ist ein prima Ort, um sich beim hin und her übersetzen auszutoben, sei es von der englischen Seite ins Deutsche oder von der deutschen Seite ins Englische.
Wichtigste Regel für alles:
Es soll Spaß machen!
Nur dann macht man es wirklich häufig und nur dann hat man beim Englisch lernen auch Erfolg.