Hallo,
logisch ist ein Festnetz teuerer im Aufbau, als ein Mobilfunknetz.
ein betriebsfertige BTS wird so um die 1/2 Mio. kosten, inkl. Hardware, Aufbau, Infrastruktur usw. Ich denke, das reicht noch nicht mal um 500 Häuser mit Festnetzanschlüssen zu versorgen, weil der Tiefbau viel zu teuer ist.
Zudem kommt dazu, das man im Festnetz erheblich mehr Kapazitäten im Vermittlungssystem braucht, da für jeden Anschluss ein Beschaltungsport vorhanden sein muss, egal ob über Vor-Ort Konzentrator oder direkt an der Vst selber. Im Mobilfunk braucht man dies nicht, da eine Leitungskonzentration bereits im Funknetz vorgenommen wird ( BSC ). Zudem sind keine physikalischen Ports an der MSC pro Teilnehmer notwendig.
Zitat
Drum binden ja auch alle Netzbetreiber aus Kostengruenden ueber Richtfunk an und nicht ueber Kabel (T-Mobile mal ausgenommen).
Kosten sind dafür ein Grund, aber nicht der einzige und nicht der Hauptgrund. Bei Mietleitungen macht man sich von einem Carrier abhängig und somit von dessen Entstörzeiten und dessen Arbeitsqualität. Bei Richtfunk, der anfangs erheblich teurer im Betrieb ist, fällt diese weg. Der Netzbetreiber kann selber entscheiden, was er mit der Strecken macht, wie diese konfiguriert wird und welche Entstörzeiten einzuhalten sind, sprich seine eigenen Leute arbeiten daran. Zudem hat man bei Rifu die voll Überwachung über die System, bei Mietleitungen kann man nur Anfangs- und Endpunkt überwachen und was da zwischen passiert liegt im Dunkel.
Aber es sein bemerkt, das ein Mietleitung bei T-Com und Co nicht in jeden Fall eine Leitung sein muss, die kann genausogut per Richtfunk laufen, gerade bei der T-Com.