Beiträge von Thomas4711

    Hallo,


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    Schön finde ich auch, dass es doch noch Leute gibt, die sich mit der alten Vermittlunstechnik auskennen.


    Hab das nach der Ausbildung jahrelang gemacht, das war noch Technik zum anfassen, sehr interessant. Um Störungen zu beseitigen ist man noch mit Messgeräten und einem Ordner voll Stromlaufplänen losgezogen. Im Digitalen-Systemen hast du das am Bildschirm gemacht und notfalls Steckkarten getauscht.


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    Ich wusste gar nicht, dass die Hebdrehwähler und die Motordrehwähler drei Adern schalten, ich dachte immer, sie würden nur eine einzige Ader schalten.


    Die schalten sogar 4, wobei aber die 4. kaum benutzt wird, nur für Sonderfunktionen.


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    In dem verlinkten Artikel steht, dass man durch vorwählen der Deutschlandvorwahl und weglassen der 0 bei der Vorwahl, die Fangschaltung umgehen konnte.


    Bei ersten stimmt das meines Wissen auch, weglassen der 0 geht nicht.


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    Das heißt für eine Fangschaltung mussten die Vermittlungstelle gar nicht besonders ausgerüstet sein, da sowieso immer drei Adern geschaltet wurden?


    Richtig, die 3 Adern werden von Anfang bis zum Ende durchgeschaltet, auf Übertragungsstrecken wurde das ganze per Elektronik auf einen Signalisierungskanal umgebogen und am anderen Ende wieder zurück.


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    Andererseits wurden ja zwischen den einzelnen Vermittlungstellen oft Trägerfreuquenzverfahren eingesetzt (PCM 30), und vielleicht konnte der "Fangbefehl" darüber nicht übermittelt werden?


    Doch konnte er, Fangverbindungen waren Bundesweit aus allen Netzen incl. Mobilfunk möglich. Zumindest am Ende meiner Telekomzeit war es kein Probleme mehr, da zu dem Zeitpunkt die Fern-Vst bereits komplett digitalisiert waren und da waren Fangverbindungen kein Problem mehr. Als diese noch analog waren, ging es nicht, das stimmt.


    PCM30:
    Ist das mit gemeint, was ich oben geschrieben hab, es wurden sog. Kennzeichenumsetzer eingesetzt, welche die Steuersignale auf einen Signalisierungskanal im PCM30 Datenstrom umstellt und am Ende wieder rückgängig macht.


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    Ich bin der Meinung, dass diese Manko noch bis in die neunziger Jahre in einigen Vermittlungsstellen vorhanden war, kann das sein ?


    Mir nicht bekannt, aber möglich.


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    -Zum Thema Vermittlungsstellen: Hatte früher jedes Ortsnetz seine eigene (oder mehrere) Vermittlungsstelle, oder gab es auch welche, die keine eigene hatten ?


    Beides war möglich, grosse Ortsnetze hatten mehrer Vst., da war an den Rufnummer zu erkennen, z.b. bei uns mit 71, 72,73, usw. beginnend. Kleinere Dörfer wurde meist zu mehreren zusammengefasst, aber es gab auch kleine Döfter mit eigener Vst., wenn die nächste zu weit weg war.
    Heute, wo alles auf Digital-Technik bassiert, ist das komplett anders, da sind in Ortnetzen wie hier bei mir in Krefeld nur 3 Vermittlungsstellen und in den einzelnen Stadtteilen stehen nur noch Anschlusskonzentratoren.


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    Wenn ich hier mal auf der Karte schaue, müssen ja so 10 km schon zulässig gewesen sein, denn soweit ist hier ein Forstamt von dem Ort weg, von dem es die Vorwahl hat.


    Je nach Kabeladerndicke 6 bis 8 km, darüberhinaus konnte man mit Zusatzspeisungen auf den letzen Anschluss in der Wildniss betreiben.


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    - Wie sah es mit der Personalbesetzung von analogen Vst aus, nur sporadisch, oder regelmäßig ?


    Sowohl als auch, wir waren zu zweit und haben 2 Vst. betreut, eine grosse mit rund 15.000 Anschlüssen, 2/3 davon Geschäftskunden und eine kleine mit 7000 Anschlüssen.


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    - Wie ist es im digitalen Zeitalter? Ist es in der Regel noch so, dass da wo früher eine OVst war, heute ein kleiner Schaltschrank am Straßenrand steht, oder wie groß muss man sich eine digitale OVst vorstellen ?


    Nein, Beispiel bei uns Krefeld im Vorwahlbereich 0215x und allen Ortnetzen darunter ging vom Krefeld am Rhein los bis zu holländischen Grenze. Das waren ca. 35 analoge Vermittlungsstellen. Im Digitalzeitalter sind es meines Wissen nur 4 komplette Vermittlungssstellen, die alles machen. In den einzelnen Ortsnetzen stehen dann ein paar Schränke rum, nennen sich Anschlusskonzentratoren und machen aus den unzählingen einzelnen Telefonanschlüssen eine Bündelung auf dicken Übertragungsleitungen zum Vermittlungsrechner.


    Wie die aussehen, sind Stahlschränke, ca. 2,40 hoch, Türen und Seiten aus nichtrostendem Edelstahl, steht Siemens-EWSD drauf oder Alcatel-S12. Stehen meist in klimatisierten Bereichen der alten Vermittlungsstellen, aber sicher nicht am Strassenrand. Anzahl je nach Grösse 1 bis 10.
    In den grossen Vermittlungsstellen mit Rechnersystem hast du das selbe, nur dann eben 30, 40, 50 oder weit aus mehr davon.


    Gehst du in den Mobilfunk rein, findest du die selben Schränke, Siemens-EWSD, gleiche Hardware, nur andere Software drauf.



    Sich heute noch über anaologe Vermittlungsstechnik Gedanken zu machen, ist aber müssig, die Technik ist tod und bundesweit verschrottet. Bit´s und Byte´regieren das Telefonnetz.
    Wenn du mal nach München kommst, im Deutschen Museum war mal eine analoge Vermittlungsstelle im Kleinformat nachgebaut, aber voll funktionstüchtig. Evtl. auch im Siemens-Museum dort.

    Hallo,


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    Auch wenn man dieses Programm nicht kennt, aber kann man ohne jegliches Wissen eine Sprache lernen, nur der Computer und man selbst?


    Möglich ist es sicher, aber nicht sinnvoll, da die richtige Aussprache so nicht korrigiert wird und du selber das nicht kannst. Das kann nur einer, der dir zuhört.


    Meine Erfahrung ist, das die beste Lernmethode das tägliche Sprechen ist. Wir haben in der Firma etliche nicht-deutche Kollegen und da ist englich nun mal Pflicht

    Tag,


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    Wenn möglich bitte Texte immer mit Quellenanagabe posten!


    Wie soll ich bitte 8 Jahre Berufspraxis mit ner Stellenangabe versehen ?


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    wenn du also im Ortsnetz eine 6 Stellige Nummer gewählt hast musste die Leitung durch 3 dieser "Schalter" verbunden werden.


    Falsch, durch 5 Wählerstufen plus Anrufsucherstufe, hättest deine geposttete Seite auch mal lesen sollen, da steht nämlich sogar.

    Hallo,


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    Hebdrehwähler


    Die gab es schon seit 40 Jahren nicht mehr oder nur noch vereinzelnt. Standart waren im analogen Bereich EMD-Wähler = Edelmetall Motor Drehwähler, die einfacher und wesentlich robuster waren.


    Ein Fangschaltung funktioniert recht einfach, dafür man aber die Technik hinter dem Vermittlungssystem verstehen. Neben den beiden Sprechadern wurde noch eine 3. Ader, die c-Ader mitgeschaltet. Dies war eine Steuerader.
    U.A. diente sie dazu, eine Verbindung auszulösen, wenn einer der beiden Teilnehmer aufgelegt hatte und genau dies wurde dann durch die Fangschaltung verhindert, beliebig lange.
    Damit standen alle EMD-Wähler im Verbindungsweg fest auf den eingestellten Leitungsweg. Durch aktivieren eines Prüftons konnte der Techniker dann den Verbindungsweg nachverfolgen bis zum Anrufer und seine Rufnummer ablesen.
    Gings in eine andere Vermittlungsstelle, wurde halt der kollege dort informiert, gings in Richtung Digital-Vst, das selbe, nur brauchten die Kollegen dort nur Ihren Drucker aufsuchen, wo die Fangverbindung automatisch protokolliert wurde.
    Dabei war es eghal, woher der Anruf kam, solang es im Inland war. Auslandsverbindung konnte man damals nicht fangen, Mobilfunk war easy, da wurde die Rufnummer mit in der Digitalen-Vst. ausgedruckt.


    Das ganze wurde dann incl. aller Wahlstufen, Leitungen usw. in einem Protokoll festgehalten und der Kundenbetreuung übersendet, die dann am Ende den Kunden informierten, wer ihne wann belästigt hatte.


    Die Fangschaltung selber war ein grosse Metallkiste auf Rädern, vollgepackt mit Relais, die wurde am Leitungswählerrahmen ( ist die letzte Wahlstufe ) des Kunden angeschaltet, welcher die Fangschaltung beauftragt hatte und der konnte dann bei Belästigungen durch Wahl einer Ziffer die Fangschaltung auslösen.


    Problem an der Sache war, das solange die Fangschaltung die Verbindung gehalten hat, weder der Anrufer noch der Angerufende telefonieren konnten. Das war sehr beliebt, wenn der Anruf Freitags abends aus ner Kneipe kamm und deren Telefon dann bis montags tot war.
    Bei digitalen Vst. war das Problem nicht mehr, da wurde die Fangverbindung per Ausdruck protokolliert und fertig, die Anschlüsse waren sofort wieder frei.

    Hallo,


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    Das Ganze wirft IMHO eine Reihe interessanter Fragen auf


    Die Antwort daruaf ist sehr einfach - der Anschlussinhaber ist verantwortlich für das was mit seinem Anschluss passiert - da ist nicht neu, wurde nur jetzt erstmalig durch ein Urteil bekräftigt.


    Der Inhaber eines Internetcafes oder Accesspoint ist somit dafür verantwortlich, zu kontrollieren und besser nocht, zu verhindern, das illegale Sache über seinen Anschluss gemacht werden. Im Fall von Filesharing ist dies einfach, da werden halt per Firewall die Ports dicht gemacht oder Aktionen per Proxy zu protokollieren.


    Bei öffentlichen Hotspots wird genaus dies sowieso gemacht, da ist alles was ausser eMail und Web und ein paar unkritische andere Dienst ein Risiko sein kann, sowieso in der Firewall dicht gemacht.

    Hallo,


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    Ich meinte damit insbesondere, dass eine Hersteller-DWA von einem Profi meist extrem einfach zu deaktivieren ist, ohne dass sie überhaupt losgeht, was bei den wirklich guten DWA-Modellen nicht mehr wirklich so einfach funktioniert


    Auch dort ist mittlerweile nachgerüstet worden, die stehen in Nachrüstanlagen nicht mehr nacht. Meine Werks-DWA hat sep. Hupe, zweiten Akku, komplette CAN-Bus-Überwachung z.b. für die sep. Hupe, Anschlusse aller Komponenten per CAN-Bus. Ohne grossen Aufwand kann man die auch nicht mehr überlisten und Kabel durchschneiden bringt auch nicht viel, löst Alarm aus.