Hallo,
Es gibt mehere Gründe, warum Richtfunk genutzt wird.
- Richtfunk ist auf den ersten Blick teurer, was die Hardware und Installation betrifft, aber mit der Zeit sind die laufenden Kosten mit Sicherheit deutlich unter denen einer Mietleitung. Somit rechnet sich RF über einen längeren Betriebszeitraum sicherlich deutlich eher als Mietleitungen.
- Die Reichweite im Anbindungsnetz von BTS´n ist vernachlässigbar und vollkommen ausreichend. Die BTS´n sind ja nicht sonderlich weit um einen BSC angeordnet und zudem werden diese meist noch sternförmig zu mehren in einer Kette angeodnet, so das der Richtfunk nur die Strecke zw. zwei BTS´n überbrücken muss. Das sind ja nur wenige Kilometer.
Die max. Länge einer 7 Ghz RF-Strecke liegt bei kanpp 30 Km
- desweiteren hat der Mobilfunknetzbetreiber bei RF die voll Kontrolle über das Netz und kann bei Störungen schneller und direkter die Probleme beheben, auch nachts und am Wochenende.
Bei Mietleitungen werden Entstörzeiten durch Verträge geregelt und handelt man meist 48 Stunden Entstörzeiten aus. Kürze Zeiten schlagen sich direkt massiv auf die Mietleitungskosten aus und sind betriebswirtschaftlich für einen Mobilfunknetzbetreiber unrentabel.
- RF ist natürlich auch von Wetter abhängig, aber die Funkstrecken sind bei guter Einmessung mit Sicherheit weit aus stabiler als die Funkstrecke Handy-BTS.
Ganz schlecht ist Schnee, besonders, wenn der sich in den RF-Schüsseln festsetzt, und starker Regen oder irgentwelche Hindernisse, die in die Strecke reinragen ( sehr beliebt sind Baukräne )
Aber selbst die Telekom garantiert einem nicht, das deren Mietleitungen nicht auch über Richtfunk geführt werden und aus eigener jahrelanger praktischer Erfahrung kann ich nur sagen, das Mietleitungen bei der Telekom weit aus störanfälliger sind als Richtfunkstrecken.