Beiträge von Handyfan96

    rot/grün hat ja keineswegs gesagt wir hören sofort auf, sondern einen plan entwickelt.
    wo kommen wir denn hin, wenn jede langfristige politische entscheidung mit größeren auswirkungen von der nächsten regierung wieder gekippt wird?
    hat schwarz/gelb zum beispiel die öko-steuer wieder abgeschafft? ich rege mich noch nicht einmal über die regierung auf, sowohl schwarz/gelb als auch rot/grün verfolgen und verfolgten ja beide das ziel eines zeitalters der unabhängigen regenerativen energie. aber wie hier menschen -die in 20 bis 30 jahren, wenn die brennelemente die heute im zwischenlager stehen so weit abgekühlt sind dass sie in ein endlager verbracht werden können, wahrscheinlich nicht mehr leben- entscheiden, ist meiner generation gegenüber respektlos.


    und wer hier mit ökonimischen nachteilen argumentiert; es muss immer einen ersten geben der mit gutem beispiel vorangeht, die welt wird dann nicht untergehen, sondern etwas neues wird beginnen. man kann geld nicht essen und die welt sollte mindestens so schön bleiben wie heute.
    ein volksentscheid wäre hier sogar machbar gewesen (einfaches ja oder nein), da die mehrheit der bevölkerung aber älter ist wäre die entscheidung wahrscheinlich genau so ausgefallen wie die regierung nun entschieden hat; die konsequenz ist, dass selbst die heute junge generation frühestens im rentenalter die chance hat in einem kernkraftfreien land zu leben.


    edit, kleine ergänzung: und es gilt ja auch nicht den heutigen energiebedarf komplett zu ersetzen, ich gehe davon aus dass wir in zukunft wesentlich weniger energie verbrauchen werden (oled fernseher, standby >1w, nutzung von laptops statt desktops, led beleuchtungen statt glühbirnen, induktionskochfelder), der technologische fortschritt hört ja nicht auf!

    auch wenn ich mich nicht direkt auf einen vorherigen beitrag beziehe, ich habe mir mal die zeit genommen und bei wikipedia mal die meisten relevanten artikel zu dem thema durchgelesen und es ist erschreckend, man kann bei wikipedia viele fragen beantworten die einem zum verständnis und vielleicht auch zum aufwachen helfen:


    wie haben andere länder das ganze geregelt?
    wie sind die sicherheitsregelungen?
    wie große mengen sind deutschlandweit und weltweit bereits an atommüll angefallen?
    ist eine ordnungsgemäße endlagerung überhaupt möglich (geologische änderungen, erdbeben etc.)?
    wozu eine zwischenlagerung?


    sehr auffällig ist, dass es kaum konkrete brauchbare ideen und (bereits umgesetzte) planungen gibt, hier wird sich sehr auf meine generation verlassen die das ganze dann schon regeln wird. wenn man sich die artikel und fakten einmal durchliest wird einem schon anders.


    da fällt mir ein tolles zitat ein was ich im museum in new york gelesen habe: behandle die erde gut, sie ist kein geschenk deiner eltern sondern sie ist ausgeliehen von deinen kindern!

    Zitat

    Original geschrieben von oleR
    Die Hoffnung ist ja nun etwas wie Lotto spielen. Atommüll haben wir jetzt schon deutlich länger als die meisten hier überhaupt leben. Eine Lösung nicht.


    Stattdessen saufen uns mit Morsleben und Asse die ersten Atom-Bergwerke ab, die "ewig" halten sollen. An eine Rückholung hat dabei auch niemand gedacht.


    ich habe ja schon gesagt ich bin bestimmt kein befürworter der regierung und schon gar nicht ein atomkraftbefürworter, aber ich bin ein absoluter gegner von schwarzmalerei!
    einfach so weitermachen und sich sagen irgendwann werden wir dem problem sowieso herr kann auch nicht die lösung sein, denn je weniger man den späteren generationen vermacht umso geringer sind auch die schwierigkeiten (die jetzt schon immens groß sein werden)
    trotzdem bleibe ich bei meiner these mit der kernfusion

    die maxime sollte sein "kernkraft abschaffen", aber der weg dahin ist nunmal länger und man muss hier rational denken und nicht radikal, die kosten für den schutz des transports sind enorm hoch und allein die schuld der demonstranten, zumindest wird der atommüll irgendwie gelagert.
    zu behaupten atomstrom wäre ja so günstig ist auch falsch die lager und verwaltungskosten die auch jahrhunderte nach ende der atomzeit weiterlaufen werden sind nicht eingerechnet, ich denke es wird irgendwann eine möglichkeit geben das ganze unschädlich zu machen, von jahrtausenden zu sprechen ist daher pessimistisch und unnötig

    Zitat

    Original geschrieben von Mozart40
    Das was die Meisten aufregt ist weniger der aktuell anfalle Atommüll, was sollte man auch sonst damit machen? Sondern eher den von der Bundesregierung ausgehebelten Ausstieg aus dem Atomprogramm. Da wurden abermals lobbyistsiche Geschenke an die Energiekonzerne gemacht und das auf Kosten des Steuerzahlers. Denn der darf natürlich die Entsorgung des Atommülls (inkl. der Polizeikosten bei den Demos) und das Sicherheitsrisiko beim Betrieb der AKWs tragen. Aber hat man wirklich was anderes von einer Schwarz-Gelben-Bundesregierung erwartet?


    Gruß Kai


    naja irgendwo stimmt schon das wir direkt einen gesundheitsminister von der aok, einen energieminister von eon und den finanzminister am besten von mövenpick nehmen könnten, auffälliger kann man keine lobbypolitik betreiben, bzw. so wenig sozial ausgeglichen und nach dem willen des volkes

    ich bin auch gegen atomstrom,


    aber haben diese leute erstens keine arbeit und zweitens eine bessere idee was man mit dem müll anstellen soll???
    und noch schlimmer, dass spitzenpolitiker dort ebenfalls demonstrieren.


    und mit sicherheit wird windkraft und solarenergie in zukunft eine rolle spielen (zur autonomen versorgung von fabriken und teilweise von haushalten), aber ich sehe die kernfusion als die ultimative zukunftstechnologie zur energieversorgung, hier fehlt leider bloß noch der durchbruch