Beiträge von Carponaut_Stefan

    .... und ich hab mir dieser Tage mal ja!mobil näher angesehen. die haben inzwischen ja sogar eine Flatrate ....


    - - - -


    was spricht eigentlich gegen Postpaid? hier mal meine eigenen Gedanken dazu (da ich mir diese Frage auch immer wieder stelle):


    1. weniger Kostenkontrolle und Überblick => je nach Disziplin telefoniert man ständig zuviel bzw. gibt zuviel Geld aus
    2. Risiko dass einem jemand anders bei Verlust des eingeschalteten Handy bzw. des ausgeschalteten Handy (wenn PIN deaktiviert) erhebliche Gesprächskosten, z.b. zu 0900 Nummern, verursacht
    3. Lastschrift-Risiko, wenn das eigene Bankkonto mal nicht gedeckt ist, dass Rücklastschriften entstehen.


    Gegenmassnahmen:
    zu 1.) den Gesprächszähler im Handy aktivieren und regelmässig nachgucken; für Auslandsgespräche und Sondernummern aufs Festnetz ausweichen; die Kostenkontroll-SMS des Netzbetreibers benutzen und regelmässig prüfen; Notizbuch über Gespräche zu besonders teuren Nummern führen; die Preisliste downloaden und vorweg lesen.
    zu 2.) die PIN eingeschaltet lassen; die Sperrnummer des Providers auswendig lernen; ggf. auf der SIM Karte mit PIN2 den "eingeschränkten Rufnummernkreis"
    aktivieren sodass nur 10 Nummern aus dem Telefonbuch der SIMkarte angerufen werden können (für Dieb nutzlos) ; die Vertragskarte / das Handy nur zuhause benutzen und unterwegs ein zweites Handy mit Prepaid verwenden;
    zu 3.) Dispo einrichten lassen; allgemein diszipliniertes Ausgabeverhalten; bei Klarmobil 19,95 Euro im Sparstrumpf bereithalten wenn mal was schiefgeht.


    Hab ich was vergessen?

    Zitat

    Die F&E-SIM so einfach und kalt in eine Zehnsation umzuwandeln, indem man von stillschweigender Akzeptanz der Bedingungen ausgeht bzw. dies unterstellt halte ich für zu weit her geholt. Hierfür hätte zwingend ein Idenditätscheck stattfinden müssen weiterhin hätte man auf dem beiliegenden "Bestellzettel" auf einen voraktivierten Laufzeitvertrag hinweisen müssen.



    Moment! nicht so schnell, ich komm nicht mehr mit! ;)


    Auf DEM Bestellzettel den du JETZT in der Hand hast natürlich nicht. Aber sie könnten dir theoretisch noch einen zweiten Bestellzettel mit neuen AGB (für Postpaid) schicken und werden das bei den Leuten die die 0180-Nummer freiwillig anrufen, natürlich auch 100%ig machen.


    Und bei den Leuten die mehr als 6 Euronen vertelefonieren, käme der Vertragsschluss nicht "stillschweigend" "kalt unterstellt" oder "klammheimlich" zustande.


    Es ist ja nicht so dass man munter weiter telefoniert und plötzlich eine Rechnung kriegt, sondern man bekäme - rein als Gedankenexperiment gesagt - zunächst eine Auftragsbestätigung "Zehnsation Classic", 24 Monate Laufzeit, 10 Euro Mindestumsatz etc. bla, bla zugeschickt - nebst den Postpaid AGB.


    Und dem kann man dann wiederum binnen 14 Tagen widersprechen.


    SO wie du auch schon die F& E Karte zurückschicken konntest, obwohl das nicht viel sinn macht.


    [EDIT](..) [/EDIT]



    Ehrlich gesagt, eigentlich denke ich viel positiver von EPlus. Man weiss nur nie, wenn vor kurzem das Management geändert wurde .... kann alles sein. Und das technische Chaos bzw. die Unmöglichkeit die Zehnsationsermässigung anders zu aktivieren als durch "künstliche" Zusatzaufladung, das kann ja durchaus zusätzlich der Fall sein.


    Im Zweifel werden sie kulant sein, wenn jemand alle 41 Euro abtelefoniert hat. Aber wenn auch nur 10..15% aus schlechtem Gewissen oder Schuldgefühl beim Anruf der Eplus-Leute sich zu einem Vertrag bereit erklärt , hätte es sich gelohnt.


    Zu deinem Argument mit den AGB die man nicht zur Kenntnis nimmt: Vodafone und teilweise Telekom stehen ja auch manchmal auf dem Standpunkt "Es ist eh ein Fernabsatzvertrag, der Kunde kriegt eh nochmal alle AGB schriftlich zugeschickt und widersprechen kann er wenn er mag ja dann immer noch". So gesehen denken manche Marktteilnehmer dass es beim "Erstkontakt" gar nicht wichtig ist, komplett zu informieren! das machen nur manche kleinen Fische die alles tausendprozentig haben wollen. Und bei VF sah ich ja mal dass sie einen dreist einfach anklicken lassen "Ich habe mich über die AGB und meine Rechte als Verbraucher ordnungsgemäss informieren können" OHNE dass die AGB überhaupt verlinkt sind.......



    Bei den Datenpreisen ist alles möglich zwischen 49 cent/ MB und 29 Euro / MB, ich würde mich da an Zehnsation-Datentarif auf http://www.eplus.de orientieren.

    Hoppla, die Diskussion entwickelt sich! :top:


    Ich würde es auch so sehen wie Skater oben sagte, dass man den Zündschlüssel der in einem fremden Auto steckt, nicht einfach rumdrehen darf und davonbrausen.


    Aber ich sehe auch die anderen Aspekte, die sich gegen diese Sicht stellen lassen. (Die folgenden Ausführungen stellen keine Rechtsberatung dar, sondern geben lediglich meine inneren Gedankengänge im Rahmen einer allgemein gehaltenen gesellschaftspolitischen Betrachtung wieder)



    (..)

    Zitat

    Sie haben die Möglichkeit mit dem Zehnsation Classic Tarif kostenlos bis zu 60 Minuten* in alle deutschen Netze zu telefonieren - denn jede Gesprächsminute kostet nur 10 Cent.


    Aha. Die Karte wird von EPLUS als Zehnsation Classic deklariert, ist von Anfang an ein potentieller Postpaid-2Jahresvertrag, auch wenn sie technisch zur Umsetzung der Testphase als Prepaid konstruiert ist, um den Kunden via *100# das sehr langsame Abbauen des Guthabens sinnfällig zu machen. Für die Testphase ist es bedeutungslos, ob die Karte postpaid oder prepaid ist.



    Zitat

    Danach


    das kann auf zweierlei Art interpretiert werden: nach dem 17.12. oder nach Verbrauch der eingeräumten 6 € Freiguthaben..... auf jeden Fall aber nach Verbrauch von exakt 60 Minuten ....


    Zitat

    Danach entscheiden Sie selbst , ob Sie weiter günstig telefonieren und bares Geld sparen wollen.


    Wenn mir also der 10 cent- Tarif Zehnsation Classic (und nicht Zehnsation Free,so heisst die Prepaid-Variante!) so gut gefällt, dass ich über die 6 € hinaus munter weiter telefoniere, nehme ich konkludent durch schlüssiges Verhalten ein ebenfalls konkludent erteiltes Angebot seitens EPLUS an.


    Da die Testkundschaft sich grob in zwei Teile einteilen lässt, diejenigen die einfach die 6 Euro abtelefonieren wollen und dann "lieber doch nicht" sagen zum Zweijahresvertrag, und andere die Gefallen an der sache finden, muss es als Prepaid organisiert werden, um die erstere Gruppe zu schützen. Um rein rechtlich der zweiten Gruppe ein konkludentes ANgebot zu ermöglichen, den Zweijahresvertrag fest zu machen, muss man entweder die Testkarte postpaid gestalten oder - auf die Prepaid - Karte mindestens 10 cent mehr aufladen als die 6 Euro. Genau das hat eplus getan.


    So gesehen das gleiche wie die AOL-Verträge, wo man nach der Kündigung angerufen wurde und gesagt bekam "Wir schenken Ihnen 100 Freistunden!" und wer so ein fettes Paket ausgereizt hat, willigte automatisch in die Wiederaufnahme des Vertrags ein.


    Was ist eure Meinung zu diesen Gedankengängen?


    gruss


    Carponaut_stefan