Hallo Henning,
nein, es war keine einmalige Aktion, wie meine durch den ersten Schrecken motivierte 'Buchführung' beweist. An folgenden Tagen verzeichnete ich Posteingang von klarmobil@eemms.net:
11.2.
24.2.
13.3.
6.4.
erst die am 6.4. enthielt die Information über den Service-Chat. Übrigens, kann es sein dass dessen Betriebszeiten verlängert wurden und ursprünglich nur Di.-Do. von 8-16 Uhr geplant waren? :confused:
Als die Mail am 11.2. eintraf, war ich übrigens ziemlich geschockt. Ich dachte, dass hier entweder jemand ohne mein Wissen auf meinen Namen eine KM-Karte registriert hat, oder dass eine Phishing-Attacke losrollt und dass ein Dritter mit dem Aufmerksamkeitswert von Klarmobil mich dazu bringen will die Message anzuklicken (wodurch sich vielleicht im Anhang ein Virus ausführt).
Ich bin dann gaanz langsam mit der Maus über den EIntrag im Posteingang gefahren um ja nicht versehentlich doppelzuklicken und habe dann sorgfältig mit der rechten Maustaste die Kopfzeilen anzeigen lassen. Da kein Hinweis auf das "echte" Klarmobil auftauchte (klarmobil.de) beließ ich es beim Schrecken und die Mail ungeöffnet, ich habe sie dann in meinen Quarantäne - Ordner geschoben.
Es gab ja genug Spam- und Phishing-Mails die vorgaben von der "Sparkasse" oder "Raiffeisenbank" zu sein.
Der betreff hiess "ist klarmobil Ihr Kunden-Champion"... 
Die TK-Unternehmen überschätzen glaube ich manchmal die Emotionalisierung , welche Kunden ihnen gegenüber haben können / sollen. Bei der Bundespost war man froh, jahrelang keinen von den Menschen im Hintergrund sprechen zu müssen. Das ist ein Qualitätsmerkmal! Denn freundlich waren auch die Bundespostler. Wer einen sicheren Arbeitsplatz hat, strahlt Sicherheit auch aus. Sprechen-Müssen bedeutet gegenüber Tk-Unternehmen eigentlich: Nichtfunktionieren, Konflikt. (Nicht umsonst sind heute Trappisten- und Zen-Klöster so beliebt als Rückzugsgebiete der Manager und Großstädter.)
Wenn doch, dann weil ein Bagger Leitungen zerrissen hatte, wegen Neuanschluß (alle 10 Jahre Umzug) oder um eine Auskunft zu erhalten. Diese war mit 23 Pfennig so preiswert, dass man lieber beim nächsten Einkauf in der Innenstadt (ja damals kaufte man noch in der Innenstadt ein) im Postamt eines der ausliegenden 100 Deutschlandweiten Telefonbücher sich gegriffen hat und die Nummer selber rausgesucht.
Das hatte eine unübertroffene Haptik, man kam mit der Kulturtechnik "Buch" in Berührung, konnte mit Lesen und Schreiben nützliche Informationen auf einen Zettel bannen und sich gleich nebenbei in fremden Städten zurechtfinden. Die Zettel von damals kann ich auch heute noch mit meinem "Lesegerät" lesen - kein Problem mit geänderten Datenformaten und nichterhältlichen Lesegeräten .... Und wenn an dem Tag der Strom ausfiel oder irgendwelche Akkus leer waren, konnte man trotzdem telefonieren - das Telefonnetz hatte ja "Amtsspeisung". Wer es neumodisch spannend haben wollte, nahm das kostenlose Btx-Terminal im selben Postamt, um per Gateway nach Frankreich oder Österreich einen Hauch von Internet zu verspüren. The whole world at your Siemens-Fingertips ...
Zurück zur Klarmobil-Email: Später habe ich dann nochmal rechts drauf geklickt um mittels Quelltextanalyse den (Text-) Inhalt zu analysieren. Dieser sah nach dem üblichen Gespamme aus. Ich habe dann auch in Betracht gezogen dass es keine Spam- sondern eher eine "Stalker"-Email sein könnte, da KM evtl. mit meinem Umsatz unzufrieden sein könnte.
Dann noch eine weitere Email. Inhalt etwa. "Ihre Klarmobil Karte ist erfolgreich freigeschaltet und funktioniert". Sehr witzig! das ist mir doch schon im Oktober mitgeteilt worden als die Karte neu war, was soll das?
Meine Hauptangst war nun, - von KM beabsichtigt oder nicht? - dass jemand mit meinen Anmeldedaten Schindluder getrieben haben könnte (ebay oder so..) und eine ZWEITE Klarmobil-Karte ohne mein Wissen auf mich freigeschaltet haben könnte. Mein Reflex war zuerst: Sofort anrufen - alles bestreiten - stornieren .... Einschreiben mit Rückschein ... wie man sieht lauter negative Impulse.
Jaja. Klarmobil möchte mein Champion sein! Aber was haben sie erreicht? dass ich mich verängstigt hinter meinen "Desktop" zurückziehe! so kann die branchenübliche "Emotionalisierung der Kundenkontakte" auch ablaufen!!