Beiträge von Sebastian

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    Original geschrieben von Zeus
      Sebastian
    Da die Sozialversicherungsbeiträge (Hauptanteil der Lohnnebenkosten) als prozentuale Anteile des Lohns berechnet werden müssten sie doch bei 3 Arbeitbnehmern a40 Stunden oder 4 Arbeitnehmern a30 Stunden in der Summe über die gesamten Lohnkosten in etwa gleich sein. Den geringfügig höheren Verwaltungskosten durch mehr Mitarbeiter könnte man eine geringere Anfälligkeit des Unternehmens (Produktionsprozesses) gegenüber krankheits-, urlaubs- oder sonstwie bedingten Ausfällen einzelner Arbeitnehmer gegenüberstellen.

    Wenn die Zusammenhänge immer linearer Natur wären, hättest Du vollkommen recht. Sind sie aber nicht. ;)


    Ausserdem gibt es neben den Lohnneben- und Verwaltungskosten noch zahlreiche andere Bereiche, für die die absolute Zahl der Mitarbeiter kosten- und aufwandsrelevant ist (Betriebsräte, Betreuungsverhältnis, Infrastruktur, Betreuungsaufwand per capita, etc.).


    Wir müssen das ja jetzt nicht en detail aufarbeiten; mir geht es einfach nur darum, dass die Formel 3x40 = 4x30 eben in der Realität nicht aufgeht, sondern bestenfalls im reibungslosen, luftleeren Theorieraum.

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    Original geschrieben von Aronia
    Und noch etwas: Ist es nicht bei 10% Arbeitslosigkeit absolut widersinnig, die Arbeitszeit der Arbeitenden zu erhöhen? Sollte es nicht eher andersrum sein, damit die benötigte Arbeitsleistung gerechter verteilt wird?

    Diese Betrachtung lässt die Tatsache ausser Acht, dass mit jedem zusätzlichen Mitarbeiter, den man an Bord hat, der Aufwand für Administration und Repräsentation etc. steigt - teilweise sogar überproportional.


    Zudem sind die Lohnnebenkosten pro Kopf in D ohnehin sehr hoch. Je länger dieser eine Kopf arbeitet und zur Wertschöpfung beiträgt, umso eher wird hier der Amortisationspunkt erreicht bzw. überschritten.


    Die naive Formel "Weniger Wochenarbeitszeit pro Kopf = mehr Jobs" ist schlichtweg falsch, weil dermaßen unvollständig in der Betrachtung.


    Eine Reduzierung der Wochenarbeitszeit ist aber durchaus geeignet, bereits bestehende Jobs zu sichern, dazu gibt es in der Vergangenheit der BRD einige empirische Evidenz. Man denke nur an den VW-Tarifvertrag Mitte der 90er, der die Absenkung der Wochenarbeitszeit von 36 auf 30 Stunden vorsah - ohne Lohnausgleich! Damit konnten damals schlappe 25.000 Jobs auf einen Streich gerettet werden. Zu dieser Thematik siehe den u.g. Text 3.
    [small][Hier zieht das o.a. Argument der hohen Lohnnebenkosten übrigens deswegen nicht, da diese Mitarbeiter ja bereits vor dem Inkrafttreten des neuen Tarifvertrags bei VW beschäftigt waren und die Lohnneben- und Verwaltungskosten durch die Reduktion der Arbeitszeiten in der Summe zumindest nicht stiegen.][/small]
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    Übrigens: Wer sich in die ganze Thematik rund um Deregulierung und Flexibilisierung der Arbeitsbeziehungen einlesen möchte, der werfe in folgende Texte einen Blick:


    Als Einleitung in die Begrifflichkeiten und das deutsche System:
    Jacobi, Otto; Keller, Berndt und Müller-Jentsch, Walther (1998): Germany: Facing New Challenges. S. 190 - 238 in: Ferner, Anthony und Hyman, Richard (Hrsg.): Changin Industrial Relations in Europe. Second Edition. Oxford: Blackwell


    Zur Flexibilisierung und Deregulierung:
    Bispinck, Reinhard (1997): Deregulierung, Differenzierung und Dezetralisierung des Flächentarifvertrags. S. 551 - 561 in: WSI-Mitteilungen Nr. 8


    Zur beschäftigungssichernden Arbeitszeitverkürzung:
    Rosdücher, Jörg (1997): Arbeitsplatzsicherheit durch Tarifvertrag. München und Mering: Hampp. Darau: Kap III: Beschäftigungssichernde Arbeitszeitverkürzungen. S. 37-72.

    *schnall*


    Jetz wars verständlich. Schlaf gut! :)



    Aber BTT:
    Ich denke auch, dass das Risiko des Gepäckverlustes i.d.R. zwar minimal, aber eben doch dauerhaft vorhanden ist. Dass sich UAL in diesem Fall nicht gerade mit Ruhm bekleckert hat, wenn es sich so zugetragen hat, steht ebenfalls ausser Frage - kann aber auch eine individuelle Fehlleistung sein.


    Aber Michael Karl als weitgereister Businessman wird sich schon bei den richtigen Stellen zu beschweren wissen. ;)

    Zitat

    Original geschrieben von Sencer
    Wobei ich ja trotzdem vermute, dass Norton seine Finger im Spiel hatte. :D

    Du scheinst Recht zu behalten, denn inzwischen habe ich testwese mal die Sun-Java-Version runtergeworfen und dann stattdessen die Microsoft Virtual Machine installiert, um auszuschliessen, dass es sich um einen Bug in der Java-Verson handelt. Ergebnis: Problem nach wie vor vorhanden. :(


    Dann habe ich an der Uni auf den Account zugegriffen, und siehe da: Es geht!


    Dort ist kein Norton im Einsatz... :rolleyes:

    Um die Sache hier abzukürzen:

    Zitat

    Im März [2001] hat der britische Elektronikhandelskonzern Kingfisher plc die Yagma AG übernommen. Das Unternehmen, das in Deutschland die Ladenkette ProMarkt betreibt, bekam dadurch einen Webshop, und zwar viel schneller, als wenn es ihn selbst entwickeln hätte müssen.


    [...]


    Obwohl zurzeit noch beide Websites in Betrieb sind, ist inzwischen aus der Yagma AG die ProMarkt Online GmbH geworden.

    Quelle: http://www.makromarkt.de/onlin…artikel/pressart01_01.asp


    Es wäre ja auch kaum denkbar, dass die Ladenkette ProMarkt einem ihr völlig unbekannten Unternehmen ihren guten Namen überlässt.