Also es ist wirklich erschreckend was für ein Ausmaß die Hurrikankatastrophe (national und international) annimmt. Es sind über 80% der Stadt überflutet und das Wasser steigt immer weiter, da New Orleans z.T. bis zu 8m unter dem Meerespiegel und eines angrenzenden Sees liegt!!! Wenn man die Beiträge ließt wird es Monate dauer die Stadt wieder herzurichten. Und immer wieder trifft es die Ärmsten...
ZitatAlles anzeigenNew Orleans wird vollständig evakuiert. Alle 100.000 verbliebenen Einwohner sollen für die kommenden drei bis vier Monate die Stadt verlassen. Die ersten von etwa 30.000 Flüchtlingen im Footballstadion Superdome verließen die Stadt am Mittwoch in Buskolonnen. Es handelt sich um eine der größten Rettungsaktionen in den USA.
Unterkunft in anderem Stadion
Das Wasser hat den Superdome inzwischen vollständig umspült. Es steht hoch bis zu Autodächern. Die Gestrandeten sollen zunächst in das 500 Kilometer entfernte Stadion Astrodrome in Houston gebracht werden, kündigte die Gouverneurin Kathleen Blanco an. Wegen der Wasserfluten bezeichnete sie die Hilfsaktionen als logistischen Albtraum. Die Menschen waren vor Hurrikan "Katrina" geflüchtet und harren unter immer unmenschlicheren Bedingungen teils seit Tagen in der Arena aus.
"Die Menschen sind am Ende"
Die hygienischen Zustände im Megastadion sind nach Berichten der lokalen Fernsehsender inzwischen katastrophal: Wegen des hohen Wasserspiegels ist in dem 30 Jahre alten, überdachten Rundbau längst die Energieversorgung ausgefallen. Klimaanlagen funktionieren ebenso wenig wie Toilettenspülungen. In dem Bau ist es über 30 Grad heiß. In den Mülleimern stapeln sich die Abfälle. "Die Menschen sind am Ende" berichtete ein Reporter.
"Wir sollen gehen. Aber wohin?"
Die Verzweiflung in den Straßen der Stadt steigt stündlich. "Wir sollen gehen. Aber wohin?", rief ein von der Hitze gezeichneter Mann in die Fernsehkameras. Auf einer höher gelegenen Durchgangsstraße sind Tausende ziellos unterwegs, viele mit Kindern auf den Armen, die Alten gestützt auf Angehörige. Manche lassen sich am Straßenrand nieder und versuchen, sich mit Decken notdürftig vor der sengenden Sonne zu schützen.
"Viele sind ums Leben gekommen"
In einem verzweifelten Wettlauf gegen die Zeit versuchten Helfer weiter, Überlebende zu retten. "Viele sind ums Leben gekommen. Wir wissen immer noch nicht, wie viele es sind. Unser Augenmerk richten wir weiter auf die Rettung der Überlebenden", sagt die Gouverneurin von Louisiana. Häuser mit Toten werden mit roten oder schwarzen Zeichen markiert.
Plünderer wie "Weihnachtsmänner" bepackt
Wo das Chaos herrscht, sind auch Plünderer nicht weit. Die Nationalgardisten sollen nun auch im Kampf gegen die Plünderer eingesetzt werden. Die Diebe sollen zu hunderten in den menschenleeren Straßen unterwegs sein und bepackt wie "Weihnachtsmänner" Säcke voller Lebensmittel aus den Geschäften schleppen.
Schiffe ins Krisengebiet unterwegs
Das US-Verteidigungsministerium kündigte die Entsendung von sechs Schiffen in die Krisenregion an. Die "USS Bataan", an deren Bord sich ein Krankenhaus befindet, sei bereits von Texas Richtung Louisiana ausgelaufen, teilte das Pentagon mit. Darüber hinaus wurden zehn Hubschrauber und acht Rettungsteams zusätzlich entsandt, um den Opfern zu Hilfe zu kommen.
20 Öl-Plattformen werden vermisst
Die US-Küstenwache gab am Mittwoch bekannt, dass im Golf von Mexiko mindestens 20 Öl-Plattformen vermisst werden. Eine gebrochene Gas-Pipeline stehe in Flammen.
"Uns liegen Angaben darüber vor, dass 20 Plattformen vermisst werden", sagte Robert Reed von der Küstenwache im Bundesstaat Louisiana. "Sie sind entweder gesunken oder losgerissen worden." Wegen des Hurrikans waren mehr als 700 Öl- und Gasförderanlagen vorsorglich geschlossen worden. Die Anlagen im Golf von Mexiko machen normalerweise ein Viertel der US-Rohölproduktion aus.
Größere Schäden als befürchtet
Der Monsterhurrikan Katrina, der am Montag mit Brachialgewalt eine Schneise der Verwüstung durch die Bundesstaaten Louisiana, Mississippi und Alabama geschlagen hat, riss wahrscheinlich mehr Menschen in den Tod und richtete größere Schäden an als bislang angenommen. Das ganze Ausmaß einer der wohl größten Naturkatastrophen in den USA ist bislang noch nicht absehbar.
(t-online.de)
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