Beiträge von der.kleine.nick

    Erfahrungsbericht Izmir Kaskaloglu Hospital


    So, vor knapp zwei Wochen habe auch ich meine Lasik in der Türkei hinter mich gebracht und möchte dementsprechend berichten.


    Ich hatte im Vorfeld meiner Reise in die Türkei ziemlichen Stress und hatte das Vorhaben Lasik-OP deshalb eigentlich schon ad acta gelegt und lediglich eine Urlaubsreise mit klassischer Route ins Auge gefasst: Von Istanbul die Westküste entlang über Troja und Pergamon nach Ephesus.


    In den Wochen vor der OP hatte ich allerdings im Internet zumindest etwas Vorab-Recherche zustandegebracht, wobei sich insbesondere die Seite http://www.operationauge.de als überaus informativ erwies. Ich hatte in Deutschland schon einmal eine Voruntersuchung durchgeführt, in der sich die Femto-Lasik als einzige wirklich für mich geeignete Methode heruaskristallisiert hatte. Statt mit einem Mikrokeratom (einem winzigen Messer) wird der Hornhaut-Flap hier mit einem Laser geschnitten, wodurch weniger Gewebe verloren geht. Da meine Hornhaut recht dünn und meine Fehlsichtigkeit recht ausgeprägt ist (bzw. war), hatte ich hier nichts zu verschenken. Durch die Festlegung auf die Femto-Methode war die Auswahl an Kliniken schon im Vorfeld recht eingeschränkt, da viele der in Deutschland beworbenen türkischen Kliniken nur die Standard-Lasik anbieten, während sich andere Vermittler etwa wegen unterirdischer Websites mit reichlich Rechtschreibfehlern etc. disqzualifizierten. Ich kontaktierte die beiden Anbierter "Lasertarvel" und "Erste Wahl Lasik" per E-Mail. Beide kooperieren (u.a.) mit dem "Istanbul Surgery Hospital (ISH)", über das es im Forum von Operation Auge ein umfangreiches und insgesamt recht positives Feedback gibt. Der Antwort von Lasertravel konnte ich (neben seitenlangen Textbausteinen mit Infos, nach denenen ich nicht gefragt hatte, und die mich auch nicht interessierten) entnehmen, dass man den Patienten, die ohnehin eine Femto-Lasik machen wollen, von vornherein die Partnerklinik in Izmir empfiehlt, was mich zusammen mit fehlenden Erfahrungsberichten über Femto-OPs im ISH dazu bewog, von einer OP an dieser Klinik besser abzusehen. Über die Klinik in Izmir konnte ich auch nur wenig in Erfahrung bringen, so dass mir diese Variante auch nicht besonders attraktiv schien. Da Izmir aber ohnehin auf meiner Reiseroute lag, notierte ich mir die Adresse der Klinik und nahm mir vor, da bei Gelegenheit vorbeizuschauen, um einen Eindruck von den dortigen Gegebenheiten zu bekommen und ggf. im Herbst wiederzukommen, um die OP in Angriff zu nehmen.


    Anfang Juli war ich dann tatsächlich vor Ort. Die Klinik machte einen wirklich guten Eindruck: Neubau, sauber, reger Betrieb. Die verwendete Laser-Technik ist so oder so ähnlich auch in vielen deutschen Kliniken anzutreffen. Eine englischsprachige Mitarbeiterin nahm mich in Empfang, gab mir einige Informationen und verwies mich ansonsten an die örtliche deutschsprachige Vertreterin von Lasertravel, mit denen die Klinik wohl so eine Arte Exklusivvertrag für Patienten aus dem Ausland abgeschlossen hat. Mit dieser, Fr. Moufid, traf ich mich dann zwei Stunden später. Sie hatte einen zufriedenen Patienten auf dem Weg zur Nachuntersuchung im Schlepptau (immer die beste Werbung) und eine Patientin, die noch am gleichen Tag gelasert werden sollte. Ich konnte gleich die Voruntersuchung antreten, die ähnlich wie in Deutschland ablief. Der behandelnde Arzt, in meinem Fall Prof. Kaskaloglu, befand mich für geeignet. Anders als in Deutschland wurde von seiner Seite wurde in keinster Weise auf bestehende Risiken eines solchen Eingriffs hingewiesen. Motto: Die Hornhaut ist dick genug, wir können lasern, zur Kasse bitte. Komplikationen gibt es nicht, und wenn doch mal, kann er alles problemlos in Ordnung bringen. Auf gezielte Rückfragen wurde ausweichend geantwort, grundsätzlich war alles nicht tragisch und kein Problem. Das galt auch für Einschränkungen beim Nachtsehen, vor denen ich in Deutschland explizit und ausführlich gewarnt worden war. Mit meinen großen Pupillen, der recht starken Fehlsichtigkeit (auf meinem schlechten linken Auge -6,5 Dioptrien plus HHV von 2,5 Dioptrien) und der unterdurchschnittlich dicken Hornhaut war ich dabei diesbezüglich klar ein Risikopatient. Hier war aber alles kein Problem. Noch am gleichen Tag hätte ich mich unters Messer legen können, was mir verständlicherweise dann aber doch zu kurzfristig war. Außerdem hatte ich mein touristisches Programm noch nicht abgearbeitet und für die kommenden beiden Tage bereits ein Hotel in Selcuk gebucht, um die dortigen Sehenswürdigkeiten (insb. Ephesus) abzuklappern. nachdem ich noch eine Nacht d'rüber geschlafen hatte entschied ich mich aber, die OP nach Absolvieren der letzten touristischen Programmpunkte zuw agen. Die Gelegenheit war einfach zu günstig: Ich hatte ohnehin noch zwei, drei Tage zur Verfügung, und der Eingriff kostete mit 1350,-- nur rund ein Drittel des in Deutschland üblichen Preises.


    Ein weiteres Problem war dann die Bezahlung: Da ich die OP nicht geplant hatte, trug ich natürlich keine so hohen Bargeldbestände mit mir herum. Bei meinem ersten besuch hatte ich bereits beobachtet, wie türkische Patienten ihre Rechnungen munter mit Kredit- oder Debitkarten beglichen. Für Ausländer sollte hingegen komischerweise nur Barzahlung möglich sein, und auch eine Überweisung auf das dt. Bankkonto der Agentur sei nicht möglich. Ich konnte mir schon denken warum, und Frau Moufid räumte mit Freud'schem Versprecher die letzten Zweifel aus, als sie meine Frage, warum ich nicht mit Karte zahlen kann, mit "Dann würden ja noch die Steuern dazukommen!" beantwortete. Alles klar, das ist dann natürlich auch ein Grund für günstige OP-Preise. Das soll aber deren Problem sein, nicht meines, und in Selcuk fand ich dann sogar einen Automaten, der Euros auszahlte. Sonst hätten sie auch Lira genommen, in bar, im Briefumschlag, und gegen handgeschriebene Quittung auf dem Vordruck aus dem Bürobedarfsladen. Ja, so ist das wohl im Mittelmeerraum- mich wundert aber, dass dieser Punkt bislang noch nirgends thematisiert wurde.


    Über die OP selbst ist anderswo schon genug geschrieben worden. Sie geht schnell, ist etwas unangenehm, aber absolut nicht schmerzhaft. Auf Sterilität wurde augenscheinlich großen Wert gelegt, und Frau Moufid übersetzte die Anweisungen der behandelnden Ärztin umgehend ins Deutsche, so dass man sich stets sicher und gut aufgehoben fühlte. Direkt im Anschluss kann man bereits mit passabler Sehschärfe, wenn auch etwas milchig, sehen. Per Taxi sollte es nun beschleunigt zurück ins Hotel gehen, die Augen dabei möglichst geschlossen. Ich hatte die Adresse meines Hotels vorher extra noch einmal auf einen Zettel geschrieben, und Frau Moufid gebeten, abzuchecken, ob der Fahrer das auch kennt. Wie sich bald herausstellte, hatte der Typ, vermutlich gerade von Kameltreiber zum Taxifahrer umgeschult, natürlich keinen blassen Schimmer und erkundigte sich unterwegs zigmal nach dem Weg. Ich bemühte mich, mich nicht aufzuregen und die Augen geschlossen zu halten. Das hätte ich besser nicht getan, sonst hätte ich vielleicht früher gemerkt, dass der Trottel schnell die völlig falsche Richtung eingeschlagen hatte. Völlig entnervt flüchtete ich aus dem Taxi, um das nächstbeste zu besteigen. Das war genau so ein Reinfall, der Fahrer hatte auch keine Ahnung, sprach genau so wenig englisch, und jetzt hatte ich auch keinen Adresszettel mehr. Mit weit aufgerissenen Augen und der dämlichen Schutzbrille bewaffnet irrte ich dann durch Izmir, bis ich eine englischsprachigen Fahrer aufgetan hatte, dem ich den Standort meines Hotels erklären konnte und der auch problemlos dorthin fand. Gesamter Zeitaufwand rund eine Dreiviertelstunde, gefühlt zwei Stunden, zu Fuß wären es 20 Minuten gewesen. Das hat mich natürlich enorm geärgert, und ich machte mir große Sorgen, dass meine frisch operierten Augen bei dem Hickhack Schaden genommen hatten. Zumal auch die Betäubung inzwischen nachgelassen hatte und beide Augen fürchterlich tränten. Schmerzen hatte ich weiterhin keine. Ich rief Frau Moufid auf der Handy-Notfallnummer an, schilderte die Situation, sie entschuldigte sich ("Der Taxifahrer hat gesagt, er weiß wo es ist, und sonst würde er fragen!" - Ehrlich, Frau Moufid, auch nach zehn Tagen Türkei hätte ich ihnen schon sagen können, dass diese Auskunft übersetzt "Ich habe keinen blassen Schimmer. Aber irgendwie kommt man immer irgendwo an, inshallah" bedeutet) und mir wurde versichert, mit den Augen sei alles OK. Unangenehm war es allemal, und so ein Lapsus sollte echt nicht passieren. Es muss doch möglich sein, einen englischsprachigen Transfer bereitzustellen, oder zumindest einen, der einen Stadtplan lesen kann!


    Am abendlichen WM-Halbfinale Deutschland-Spanien konnte ich nicht wirklich teilhaben, da ich die Augen zur ersten Halbzeit gar nicht und zur zweiten nur für Sekundenbruchteile aufbekam (gut, dass es im Türkischen Fußball-Wortschatz einige Lehnwörter aus dem Deutschen gibt: Augen auf bei "Schusschance", Augen zu bei "Obseits"). Das ich mich über die Niederlage nicht geärgert habe, weil ich ganz andere Sorgen hatte, war der erste Pluspunkt meiner OP.


    Am nächsten Morgen sah es dann schon viel besser aus: Das Tränen hatte fast aufgehört, und ich sah scharf. Die (Sehr kurze) Nachuntersuchung ergab eine Sehstärke von 100%, die meine heutige Nachuntersuchung bestätigt hat (das linke Auge evtl. etwas schwächer). Tagsüber sehe ich wirklich gut. Leider Gottes habe ich nachts massive Starbursts, die insbesondere bei Autoscheinwerfern extrem nerven und beim nächtlichen Autofahren, das ich derzeit vermeide, durchaus auch gefährlich sind. Ich hoffe sehr, dass es diesbezüglich im Laufe der nächsten Wochen noch zu einer durchgreifende Verbesserung kommt. Mein Ziel, dass ich im Beratungsgespräch auch klar postuliert hatte, war immer, nach der OP auf keinen Fall schlechter zu sehen als vorher mit Brille. Das ist zum gegenwärtigen Zeitpunkt leider eindeutig noch nicht der Fall.


    Fazit / Empfehlungen:


    1. Wer eine Lasik in der Türkei ins Auge gefasst hat sollte in jedem Falle eine ausführliche Voruntersuchung in Deutschland inkl. ärztlicher Beratung in Anspruch nehmen. Dadurch vermeidet man zum einen, dass man trotz Nichteignung in die Türkei fliegt, was unnötige Kosten und Enttäuschungen verursacht, zum anderen wird man hinreichend auch über Risiken aufgeklärt, was in der Türkei nach meiner eigenen Erfahrung (und der von Stiftung Warentest: http://www.test.de/themen/gesu…-beraten-1401229-1397408/) absolut nicht der Fall ist. Die wollen euch, wenn irgend möglich, operieren, denn nur dann fließt (Bar)Geld. Die OP selbst ist sicher nicht schlechter als in Deutschland, aber man kann sich mit den dort gegebenen Informationen kein objektives Bild machen, ob man die OP wagen will oder besser nicht.


    2. Wenn ihr eine sog. Lasek oder PRK vornehmen lassen wollt (wofür es gute Gründe geben kann, Ausführungen würden hier aber zu weit führen), macht dies nicht in der Türkei. Bei diesen Methoden ist der Heilungsverlauf viel zeitintensiver und schwankender als bei einer Lasik, und deshalb sollte man m.E. unbedingt einen Anprechpartner vor Ort haben. Zwei meiner Mitpatienten, die nicht für eine Lasik geeignet waren, wurde in Izmir kurzerhand eine PRK verpasst. Ich hatte nicht den Eindruck, dass beide sich der damit verbundenen Fallstricke bewusst waren bzw. hinreichend darüber aufgeklärt worden waren.


    3. Sowohl die Standard-Lasik als auch die Lasek/PRK wird in Deutschland in zahlreichen Kliniken (z.B. bei den Ketten Carevision, Optical Express und Citylasik sowie vielen lokalen Anbietern) für unter 2000,-- angeboten. In der Türkei zahlt man 899,-- plus Reisekosten sowie zzgl. der Kosten für Vor- und Nachuntersuchungen zu Hause. Steht eine Re-Lasik ins Haus, fallen die Reisekosten entsprechend doppelt an. Das lohnt kaum und ist den Unbill nicht wert. Lediglich bei einer Femto-Lasik ist die Ersparnis so groß, dass sich die Reise definitiv rechnet.


    4. Die Nachsorge in Deutchland sollte man vorab abklären (Terminvereinbarung!). Es war bedeutend einfacher, in der Türkei einen kurzfristigen OP-Termin zu kriegen, als zu Hause einen für die Nachuntersuchung.


    5. Von Lasertravel als Vermittler würde ich wegen meiner o.g. Erfahrungen persönlich eher abraten. Wer es dennoch probieren möchte: Es gibt ein KwK-Programm, näheres auf Anfrage.

    Bei Germanwings gelten offiziell die besagten 55*40*20 cm und ein Höchstgewicht von 8kg. Da bist Du mit dem von Dir ins Auge gefassten Trolley schlecht bedient. Kontrolliert wird derzeit m.W. noch nicht, aber das kann sich natürlich jederzeit ändern. Die entsprechenden Handgepäck-Gestelle zum Testen der Abmessungen des mitgeführten Handgepäcks stehen jedenfalls schon bereit.


    Bei Air Berlin gibt es auf absehbare Zeit sicher keine Probleme, die konkurrieren (auch) um die Lufthansa-Klientel und werden diese sicher nicht durch penible Kontrolle von Handgepäck-Maßen vergrätzen wollen.

    Bislang quälte T-Mobile mich in Mannheim (Quadrate) mit vergleichgsweise desolaten Download-Werten (im Schnitt allenfalls 1 Mb/s) und gelegentlichen Totalausfällen, was auf Überlastung des Netzes zurückzuführen gewesen sein dürfte. Jetzt war ich für zwei Wochen im Urlaub, und, Überraschung, man scheint zwischenzeitlich durchgreifend die Kapazitäten erweitert zu haben:



    Der Upload-Wert ist sicher ein Messfehler, die Download-Werte decken sich aber mit den Angaben im T-Mobile Internet Manager, wo Spitzenwerte von weit über 4000 kbps erreicht werden. So macht das Surfen endlich (wieder) Spaß.

    Ich bin mir nicht sicher, ob die Auskunft von Fahrwerkaus so richtig ist. Falls du rechtschutzversichrt bist und Aegan dir nicht entgegenkommen sollte würde ich den Sachverhalt von einem Anwalt prüfen lassen.


    Aus deinem Beitrag geht nicht hervor, ob du überhaupt schon mit Aegan Kontakt aufgenommen und um einen Lösungsvorschlag gebeten hast. Man sollte dich auf Nachfrage zumindest kostenlos auf einen früheren Flug umbuchen. Selbst wenn dadurch zusätzliche Hotelkosten anfallen ist dies vermutlich noch billiger als die Umbuchungsgebühren bei Lufthansa.

    Focus-Jahreabso bei GMX


    Zitat

    Original geschrieben von Dr.Gonzo
    Es gab aber nur 500 Stk und die wurden per Zufall verteilt.
    Erscheint nach dem Einloggen und muss dann zwingend angenommen werden.


    Eben gerade habe ich von GMX das besagte Focus-Angebot bekommen, während es in den vergangenen Tagen bei meinem Account nie aufgetaucht ist. Also einfach öfter mal probieren. Mal schauen, ob mit der Kündigung bei GMX diesmal ausnahmsweise alles glatt läuft.

    Zitat

    Original geschrieben von drueckerdruecker
    Danke!


    Ist die abgebildete Kaffeemaschine (49€) Zuzahlung ein Vollautomat? Die Abbildung gibt nicht allzu viele Prämiendetails her, aber das oben drauf sieht nach einem Kaffebohnenbehälter aus. Ist dem so? Könnte die Maschine was taugen? Sowas ist doch normalerweise viel teurer.


    Nein, ist kein Vollautomat. Das Ding heißt "Beem Fresh". Die Kaffeebohnen werden zunächst gemahlen, dann aber normal aufgebrüht. Das Gerät gab es vor kurzem für 70,-- als Wow des Tages bei eBay. Ist preislich als Prämie also nicht attraktiv, obwohl die Maschine selbst wohl sehr guten Kaffee produziert.

    Ich habe vor rund 4 Wochen diverse Transaktionen reklamiert (DailyDeal, Targobank) und bis jetzt keinerlei Rückmeldung erhalten. Bei anderen Plattformen, mit denen ich bereits Erfahrungen gesammelt habe (Payback, Peterzahltaus.de), wurden entsprechende Reklamationen in allen Fällen binnen maximal zwei Wochen zu meiner Zufriedenheit gelöst. Ich kann Tamola daher nach gegenwärtigem Satnd nicht weiterempfehlen.