Beiträge von surfathome

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    Original geschrieben von newage_02
      surfathome
    Das Netz von einer Fremdfirma betreuen zu lassen muss keine dumme Idee sein.
    Immerhin wird dafür
    a) kein bis weniger eigenes Personal benötigt, durch diese Personaleinsparung wird auch Geld gespart.
    b)E-Plus gibt die Verantwortung und Wartung ab und kann sich auf andere Sachen konzentrieren.


    Nur wird es dann lustig, wenn E-Plus es dann genau wegen diesem Outsourcing über mehrere Wochen nicht schafft das nach einem Blitzeinschlag in Berlin gestörte UMTS-Netz wieder zu reparieren. Entsprechende Vorgänge sind bei Teltarif.de mit Meldungen belegt.

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    Original geschrieben von harlekyn
    Bloedsinn. Keiner der beiden Anbieter hat eine marktbeherrschende Stellung.


    Apropos, zu den Kundenzahlen der fonic-Konkurrenz: Aldi Talk liegt bei ca. 3.8 Millionen Kunden. Quelle. fonic? Eingeschlagen? Hoechstens der Kopf des Chefs auf der Tischplatte.


    Hast du vergessen, dass Aldi über 1 Jahr vor Fonic gestartet ist? Die können Aldi daher gar nicht einholen. Als Aldi eingestiegen hat, hat noch Goldgräberstimmung geherrt. Es war eben einer von Rudi Grögers größten Fehlern, dass er so lange FONIC in der Schublade hat warten lassen. Lidl wollte schon beim Aldi-Start mit 9 ct/min kontern. DA hätte man die einzigartige Möglichkeit gehabt Aldi im Keim zu ersticken. Eine Chance, die fahrlässig vertan wurde.


    Basterra und Telefonica überlassen daher jetzt nichts mehr dem Zufall.


    Im Übrigen solltest du Fonic eher mit simyo vergleichen. Das passt auch tariflich besser. Das O2-Pendant zu Aldi wäre Tchibo und die haben auch über 1,2 Millionen Kunden. Dazu kommt noch knapp eine halbe Million bei Alice Mobile.

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    Original geschrieben von harlekyn
    Du schwaermst doch oben selbst davon.


    Ich habe dazu geschrieben, dass es eine begrenzte Aktion war. Hier hat O2 gezeigt, dass sie bereit sind den Preiskampf via Dumping-Preisen bis auf's Äußerste zu führen. Es dürfte dir aber bekannt sein, dass diese Angebote wieder eingestellt wurden (genauso, wie T-Mobile und Vodafone von 10 GB auf 5 GB zurückgerudert sind, weil ihre Netze kurz vor dem Kollaps stehen, auch E-Plus musste den Mythos "einzig wahre Flatrate" kurzerhand aufgeben und sich trotz nicht vorhandenem HSDPA an O2's 10GB-Limit orientieren.)
    Derzeit kostet das Internet-Pack-L € 25 und ist z.B. ganz einfach auf eine LOOP-Karte zubuchbar, die man aktuell in der Freikartenaktion praktischerweise sogar kostenlos nach Hause geschickt bekommt. Dafür gibt es dann aber 300 bis 500 Frei-SMS in alle Netze und auch die Telefonate sind mit 15 ct/min moderat und damit auch auf jeden Fall kostendeckend.


    Hierin sehe ich auch die Zukunft. Flexible Tarife, die für eine gesamtheitliche Telekommunikation geeignet sind, d.h. sowohl das Surfen, als auch das SMSen, als auch das Telefonieren sind preiswert und auf einer SIM-Karte zu haben.


    Kein anderer Anbieter kann etwas vergleichbares vorweisen!

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    Original geschrieben von TopSpoT
    Die Logik verstehe ich nicht ganz. Da wäre es doch sinnvoller für ein kleines Netz, mit einem der Großen zu fusionieren. Da hat man auf einen Schlag noch mehr Kunden und ein anständiges Netz obendrein. Siehe Telering und T-Mobile in Österreich. Oder warum hätte Telering 3 kaufen sollen?


    Natürlich wäre eine Übernahme von O2 durch Vodafone viel besser. Beide setzen auf das mobile Internet und würde super zusammenpassen. Merkt man auch daran, dass die beim Thema mobile payment eng zusammenarbeiten.
    (Für mich ist eh Vodafone surfen 1. Klasse und O2 ist die 2. Klasse für die Otto-Normalverbraucher, die sich VF nicht leisten können oder wollen)


    Aber glaubst du ernsthaft, dass das Bundeskartellamt und die Europäische Kommision hier nicht eingreifen würde?


    Die D-Netze haben schon jetzt eine marktbeherrschende Stellung und ihre Tarife sind ein Abklatsch des anderen. Nicht auszudenken, wenn sie durch den jeweiligen Kauf eines der beiden kleinen Konkurrenten noch größer würden.

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    Original geschrieben von maestro
    Dem Kunden, einschließlich mir, ist es relativ egal, ob wer bei o2 was macht. Was dabei rauskommt, interessiert mich. Obs nun Super-Rudi macht oder unser Spanier! D.h. alles auf Rudi zuschieben ist nicht.


    Doch! Rudi Gröger hat sich um die Schaffung einer starken Marke O2 verdient gemacht, etwas, das die Grünen aus Düsseldorf, mit ihrem "e-plus" nie geschafft haben. Doch dann hat er die Zeichen der Zeit nicht erkannt und den Discount-Trend zu lange ignoriert. E-Plus konnte sich hier zunächst ungehindert ausbreiten. Sogar T-Mobile hat da eher reagiert, als er dann endlich FONIC auf den Markt ließ. FONIC schlug ein, und sein schärfter interne Widersacher Rudi Gröger war kurze Zeit weg. Basterra hat noch viel mit O2 vor und ich freue mich darauf. Irgendwann sollte aber auch der Kauf von E-Plus auf der Agenda stehen. O2 ist auf dauer einfach zu klein, um sich gegen die D-Netze zu behaupten.

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    Fonic ist dagegen eher ein laues Lüftchen.


    Kannst du das belegen? Bisher hat sich nämlich FONIC sehr gut gemacht und mit der Tagesflat für € 2,50 gibt es nun noch eine wertvolle Ergänzung. Das hat FONIC abermals etliche Neukunden gebracht.

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    Ich denke eher, dass die Überlegungen schon dahin gehen HSDPA nur in Ballungsgebieten anzubieten


    Und genau da hat sich schon O2 festgesetzt. Wenn E-Plus hier Erfolg haben will, müssen sie O2 unterbieten. Das wird O2 aber nicht einfach so geschehen lassen, sondern notfalls auf € 6 und weniger runtergehen. Hauptsache E-Plus schafft es nicht hier Fuß zu fassen. Und für diesen bevorstehenden Preiskampf braucht O2 Luft nach unten. Genau deswegen wird jetzt der T-Mobile-Balast abgeworfen.
    Am Ende des Preiskampfs wird entweder O2 E-Plus schlucken oder umgekehrt!
    Beide werden nicht überleben.

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    Oder aber das UMTS-Netz auszubauen, wenn die Technik wirklich verramscht wird.


    Laut Thorsten Dirks ist das schon der Fall. Trotzdem wird HSDPA immer wieder verschoben. Auch das ist Kundenverarschung.

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    Wenn ich der Argumentation folge, würdest Du genauso verallgemeinernd sagen: Ich habe Arbeit, 3 Millionen von gut 80 Millionen Deutschen sind arbeitslos - das ist bitter. Aber den anderen kanns ja egal sein - also, warum AV bezahlen?


    Seit wann ist O2 eine Solidargemeinschaft? Es ist nach wie vor ein auf Gewinn orientiertes Unternehmen!

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    Auch in Städen >50.000 EW sind erhebliche Löcher. Für mich bleibts dabei - wenn hohe Kosten enstehen - dann hat o2 anscheinend schlichtweg das Rechnen nicht gelernt.


    Schon mal von E-Plus-Funklöchern in FRANKFURT gehört? In Deutschlands Finanzzentrum schafft es E-Plus noch nicht einmal eine lückenlose GSM-Abdeckung mit 53 kbit/s herzustellen. O2 bietet hier derweil lückenlos HSDPA mit 3,6 Mbit/s.


    Merkst du was? O2 interessiert sich für die zahlungskräftigen Datenkunden in den Ballungsräumen. Die Discounter-Kunden auf dem Land sind zu teuer. Und daher bekommen sie erstmal kein Netz. Sie bringen zu wenig Gewinn.
    Die Telefonica rechnet das alles knallhart durch! Dafür verzichtet sie aber auch darauf die Hosen runterzulassen, wie das E-Plus mit dem Outsourcing des Netzbetriebs gemacht hat.
    Ich meine, hallo? Was ist denn das für ein Mobilfunknetzbetreiber, der noch nicht einmal sein eigenes Netz selbst betreiben kann?!

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    Original geschrieben von harlekyn
    Wieso mitfinanzieren? Man zahlt doch fuer die gebotene Leistung. Dass o2 da eine Mischkalkulation betreibt, ist deren Sache.


    So ist das, und deswegen ziehen sie die entsprechenden Konsequenzen und sperren immer mehr das Roaming, damit sie weiter ihre Konkurrenten unterbieten können, und mit 2 Millionen weniger Kunden mehr Umsatz machen können, als der direkte Konkurrent E-Plus.

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    Du beschwerst dich doch auch nicht darueber, dass die fonic-User bei Gespraechen ins Festnetz die (nicht kostendeckenden) 9 Cent in andere Netze querfinanzieren.


    Wie kommst du denn darauf, dass die 9 Cent in Fremdnetze nicht kostendeckend seien? In die D-Netze macht Fonic definitiv keinen Verlust und auch bei Anrufen in die E-Netze wird es wohl kaum Verlust geben, da man durch die Taktung doch wieder in die Gewinnzone rutscht. Telefoniert ein Kunde nämlich nur 20 Sekunden (z.B. weil er an eine Mailbox gerät), zahlt er dennoch die volle Minuten mit 9 Cent. O2 zahlt aber nur für die 20 Sekunden an E-Plus. Ergo macht O2/FONIC dennoch einen Gewinn.

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    Achso, und diese "Knallerangebote" sind dann kostendeckend? :D Mal sehn was man dann nach einiger Zeit macht wenn man feststellt, dass die 6 EUR doch nicht wirklich lukrativ waren ;)


    Die 6 Euro gab es ja nur für Gewerbekunden, Normalos mussten schon knapp € 12 bezahlen. Und ja, ich kann mir schon vorstellen, dass dies bei Nutzung im eigenen Netz keine Verluste verursacht. Außerdem war das ja nur eine begrenzte Aktion und fester reeller dauerhafter Tarif.

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    Wer sagt, dass ein Netzbetreiber alle Kunden und Beduerfnisse bedienen muss? Wenn E-Plus glaubt, mit Spezialisierung und damit Verzicht auf den HSDPA-Ausbau am Markt bestehen zu koennen, wird das sicher ein paar Kunden kosten. Genauso wie o2 auf einige Kunden wegen mangelnder Netzabdeckung verzichtet. Selbst wenn E-Plus nur 80% des Marktes bedienen kann, werden sie davon immer noch prima leben koennen.


    Schön, dann hat E-Plus kein Interesse am Datenmarkt, ist ergo ein reines Telefonier-Netz, O2 dagegen wird zu einem schnellen Datennetz für Ballungsräume. Was danach kommt, kann man sich denken: FUSION!!!


    Wäre das vernünftigste für den deutschen Markt. E-Plus + O2 kämen auf ca. 30 Millionen Kunden und könnten so mit T-Mobile (36 Mio.) und Vodafone (34 Mio.) sehr viel besser mithalten.


    Ich denke genau das geht eben NICHT!

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    Original geschrieben von Martyn
    Sehe ich auch so, o2 hat zwischen 2002 und 2006 abgesehen vom UMTS Aufbau (der auch kaum über die Lizenzbedingungen hinausging) das GSM Netz allenfalls aus Kapazitätsgründen verdichtet, aber ich nicht die Fläche gebaut.


    Wenn man das damals gemacht hätte, dann hätte man schon damals zum einen nicht soviel Roaming gebraucht, und müsste zweitens jetzt nicht mehr soviel neu bauen.


    Man sollte aber bedenken, dass damals noch Rudi Gröger Chef von O2 war, der beinahe auch den rechzeitigen Start von FONIC verpasst hätte, weil er sich so lange gegen die Discount-Strategie gewehrt hat. Dass der Mann nichts auf die Reihe kriegt, hat er doch mit dem Scheitern von Mobile 3.0 abermals bewiesen.


    Erst musste O2 von Telefonica gekauft werden, ehe sie ihn gefeuert haben. Seitdem geht es mit O2 permanent aufwärts. Das Netz wird massiv ausgebaut, die Preise sind stark gesunken. Mittlerweile ist O2 sogar Preisführer und investiert trotzdem, anders als E-Plus, in neue Technologien.


    Zweifellos war es ein Fehler, dass man in den Jahren 2002 bis 2006 so wenig für den Netzausbau getan hat, nun wird das aber mit Hochdruck korrigiert, und Jaime Smith Basterra kann man ja nun wirklich nicht für die Sünden seines Vorgängers verantwortlich machen.


    Umso erstaunlicher ist doch, dass E-Plus nun unter Thorsten Dirks genau die gleichen Fehler wiederholt. Nun verpasst E-Plus den Anschluss an die Konkurrenz, und wird dafür ebenso wie jetzt O2, die Quittung bekommen und ebenfalls 2009 oder 2010 ganz hektisch das UMTS-Netz auf HSDPA upgraden müssen. Daran wird E-Plus letztendlich nicht vorbeikommen. Das mobile Internet ist DER Zukunftsmarkt der Branche.

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    Original geschrieben von maestro
    Yep, super Sache, vor allem ohne o2-Netzversorgung :top:


    Nunja, für die 5% der Bevölkerung, die noch nicht versorgt sind, ist das bitter. Den anderen 95% kann es egal sein. Bis 2010 sind 99% geplant. Also, was soll's?


    Manche stilisieren hier ihre Einzelschicksale derart hoch! O2 ist ein Unternehmen mit über 13.000.000 Kunden. Da kann man nicht auf jedes Einzelschicksal Rücksicht nehmen, schon gar nicht, wenn es nicht möglich ist nur einzelne T-Mobile-Stationen zu sperren, sondern ausschließlich große LAC-Gebiete. Wenn diese sich dann auch noch über teils urbane und teils ländliche Gebiete erstrecken und im urbanen gut mit dem eigenen Netz versorgten Gebiet aufgrund von manueller T-Mobile-Netzauswahl dennoch hohe Kosten durch das eigentlich unnötige Roaming entstehen, muss O2 handeln und die Dörfler schauen in die Röhre. Es wäre natürlich wünschenswert, wenn O2 vorher einige Sender dort im ländlichen Raum aufbauen würde, aber das ist nicht immer möglich.


    Sofern die Kunden dann problemlos ein außerordentliches Kündigungsrecht eingeräumt bekommen, sehe ich da kein Problem.