Beiträge von StebuEx

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    Original geschrieben von Andreas Böhm
    Ihr seid off topic.
    Aber mittlerweile ist mir klar geworden: Es gibt Themen, die bei TT nicht diskutierbar sind. Mir bekannt waren bisher: Politik, Fussball, Autos. Das "Finanzen" auch dazu gehört wusste ich (noch) nicht. ;)


    Warum eigentlich nicht? Es ist doch die allumfassende Frage, was man aus seinem Leben macht und wie....


    Kann heut noch einer Verantwortung für Kinder übernehmen, auch wenn sie alles bekommen, wenn man vor der Rente abgeht? Kann man teilen? Ist Geld überhaupt wichtig? Was wird im Rentenalter noch wichtig sein? Macht man für die Kleinen nicht sowieso alles? Ist eine riesiger Audi A 84 nicht eine bessere Unfallversicherung als eine von Cosmos-Direkt...Fragen über Fragen...wer weiß das schon... ;)

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    Original geschrieben von EricssonFreak
    Ich finde die Aktion klasse - hab eine Karte die seit 4 Jahren mit dem Jubiläums Professional XL inkl. Tarifautomatik läuft und zahl dafür bald nur noch 6 statt 10 Euro Grundgebühr ;)


    Gruß ///Freak


    Also ich fand die Tarifautomatik ganz nett zur Kundenbindung und besser geeignet als Rabatte - wäre nur nett, wenn sie für alle Kunden und alle Tarife gelten würde...so ist man ja quasi professional-kunde oder t&m-kunde, aber kein e-plus kunde.


    Wenn ich es richtig verstanden habe zahlst Du erst im 8. jahr 6 €....aber 7,- sind auch ok ;)

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    Original geschrieben von peeck
    Statistik muss man lesen können.
    52 + 25 = 77Mio, dir BRD hat nur rd. 82 Mio Einwohner!


    Seit letzter Woche gibt es nur noch 80,9 Mio Einwohner.Quelle


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    Der Anteil unter 16 Jahren müsste so bei ca. 14 Mio liegen, wo sind
    die denn?


    Schau beim stat. Bundesamt nach. Es sind weniger. Außerdem beziehen sicher auch einige Waisenrente...


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    Es sind 52 Mio Vesicherte, diese sind aber nicht alle Beitragszahler
    und in den 25 Mio sind Witwen+Waisenrenten enthalten.
    D.h. Witwenrentnerbezieher sind u.U. auch noch Beitragszahler,
    entsprechend auch Bezieher von Waisenrenten.


    Die 52 Mio sind aktuell Versicherte, also haben sie irgendwann einen wie auch immer gelagerten Anspruch auf Rente - oder auch nicht. Jedenfalls sinkt die Altergruppe der 16-64-Jährigen zu Gunsten der über 65-Jährigen, die keine Beiträge zahlen. Konkrete Zahlen in 40 Jahren wird Dir niemand nennen können


    Zur Waisenrente: Ja sehr schön, daß Du die dritte Zeile in der Tabelle gelesen hast. Wer zahlt nun die Witwen- und Waisenrente? Was bringt eine saldierte Betrachtung?


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    Diese Statistik ist schlicht für die Tonne.


    [URL=http://www.deutsche-rentenversicherung-bund.de/nn_15142/SharedDocs/de/Inhalt/04__Formulare__Publikationen/03__publikationen/Statistiken/Broschueren/aktuelle__daten__2008,templateId=raw,property=publicationFile.pdf/aktuelle_daten_2008]Hier gibts detailierte Daten (pdf)[/URL] Die helfen aber auch nicht weiter, wenn man das übergreifende Problem nicht sieht und im Detail versinkt.....

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    Original geschrieben von Erik Meijer
    b) bedeutet das doch nur, dass ich mehr und mehr private Vorsorge für mich selber treffen muss oder?


    Sicher bedeutet es das. Allerdings muß diese Deine Vorsorge dem Zugriff des Staates auf legale Art & Weise entzogen werden wenn man beabsichtigt, staatl. Leistungen zu beziehen.
    Spätestens seit der Besteuerung von Einkünften aus Lebensversicherungen dürfte ja wohl klar sein, daß kaum noch etwas vor dem Fiskus geschützt ist, wenn die Staatskasse klamm ist. Viel Spaß beim Vertrauen darauf, daß Vorsorge nie angerechnet wird...Letztendlich müßte man also zusehen, daß man aus der gesetzl. RV rauskommt und unabhängig vorsorgt. Kommen genug Leute auf diesen Trichter, dreht sich die Spirale noch schneller und den letzten beißen die Hunde...

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    Original geschrieben von Erik Meijer
    Aber ich finde es faszinierend, wie viele hier schon zu meinen wissen, was im Alter alles noch geht, wie die Situation dann sein wird und dass man dann ja eh Hartz-IV-Empfänger sein wird...


    Du scheinst noch nicht ganz zum Kern des Problems gestoßen zu sein.
    Letztes Jahr haben 52 Mio Beitragszahler 25 Mio Rentner finanziert. Quelle . 2050 wird die Zahl der Menschen zwischen 20 und 64 zwischen 22 und 29% geringer sein als heute, die sind dann Rentner. Das bedeutet, daß 52 Mio Zahlern vs. 25 Mio Rentnern heute im Jahr 2050 (bei 25% Veränderung) 40 Mio Zahlende Gäste 35 Mio Rentnern gegenüberstehen.
    Wie soll das die gesetzliche Rentenversicherung ohne Rücklagen schaffen? Willst Du noch mehr Steuern erhöhen? Wir haben jetzt schon eine Abgabenquote von über 50%, wenn alle indirekten und direkten Steuern miteinbezogen werden. Fakt ist, daß das System keine Zukunft hat und auch sonst keine Geldquelle sichtbar ist. Es wird zur Grundsicherung kommen, wie auch von Lüni prognostiziert. Wer bedürftig ist bekommt Rente, wer nicht, erhält irgendeine Minimalkonstellation. Ob das Hartz 24 oder Rente heißt ist doch vollkommen egal. Es wird schlichtweg kein Geld für Rentenzahlungen wie im aktuell bestehenden Umfang vorhanden sein. Also mußt Du als Pensionär i.S.d. Sozialgesetzbuches bedürftig sein, wenn Du Dich nicht Dein Leben umsonst abrackern möchtest. Und bedürftig wirst Du nicht sein, wenn Du vertragsgemäß als Rentner Leistungen aus privater Vorsorge beziehst. Du zahlst jetzt schön die gesetzl. Rentenbeiträge, und wenn du selber Opa bist ist nüscht mehr da. Ganz einfach ist das

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    Original geschrieben von Erik Meijer
    kreativ = kriminell, um es mal auf den Punkt zu bringen?


    Nein. Hierzu mal ein vereinfachtes Beispiel unter meinen oben angegebenen Prämissen und ähnlich der Situation heutiger H4-Empfänger:


    A und B besitzen jeweils 100k und sind solo ohne Kinder.


    A kauft für 99k eine Wohnung und finanziert den Restbetrag.
    B vertraut der Beraterbank und freut sich über Kapitalerträge. Tritt nun der Ernstfall ein, erhält A (der mit der Wohnung) einen angemessenen Lastenzuschuss vom "Amt" zur Tilgung der Raten analog eines Mietzuschusses und Hilfe zum Lebensunterhalt. B jedoch darf bis auf einen Freibetrag (heutiger Stand: 150 € /Lebensjahr zzgl. 750 € für Anschaffungen) sein gesamtes Vermögen verbrauchen, bevor auch nur ein Cent vom A-amt fließt. Ich kann zwar nicht in die Zukunft sehen, aber das Schema wird sich bis auf die Beträge wohl nicht groß ändern. Damit sollte klar sein, in welche Richtung die Kreativität sich entwickeln sollte.


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    Original geschrieben von avalox
    Momentan sieht der Gesetzgeber vor, dass man bis zu seinem 65. Lebensjahr arbeitet...


    Nö, das sieht der Gesetzgeber nicht vor. Er sieht vor, daß vor dem 65 Lebensjahr gar keine bzw. eine verminderte Rente gezahlt wird. Da aber im Durchschnitt Frauen & Männer mit 63 in Rente gehen ist die Erhöhung des "regulären" Renteneintrittsalters nichts anderes als eine verkappte Rentenkürzung - die Differenz darf man dann via privater Vorsorge ausgleichen.

    Zitat

    Original geschrieben von oleR
    Pensionsfonds haben und hätten durchweg dicke Probleme, wenn es in den Jahrzehnten bis zur Rente am Finanzmarkt mal wieder kracht. Die ganzen privaten Rentenverträge letztlich ebenso.


    Die Ertragslage steht auf nem anderen Blatt. Das Problem in D ist doch, daß der Staat für mehrere Millionen Arbeitslose selbst die Beiträge an sich selbst zahlt, also Geld aus der linken Tasche in die rechte Tasche schiebt. Das meinte ich ;)


    Um mal auf das Thema zurückzukommen: die beste Vorsorge ist immer noch, mit dem Rauchen aufzuhören.....

    Re: Rentenversicherung - brauchen man sowas noch?


    Zitat

    Original geschrieben von avalox
    Hallo,


    Wie hoch ist die durchschnittliche Lebenserwartung eines Mannes? 70 - 80 Jahre vielleicht?


    79 im dt. durchschnitt, in Bayern & BaWü etwas länger.


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    aber mich würde interessieren, wie ihr das seht und was ihr als Vorsorge macht (falls ihr etwas macht).


    Die Vorsorge muß schon ausgeglichen sein, allerdings bin ich der festen Überzeugung, daß in dem von Dir anvisierten Renteneintrittsalter die Rente genauso wie heute Hartz4 eine Leistung für Bedürftige und keine dauerhafte Versicherungsleistung ist. Wer nicht bedürftig ist wird seine "Ersparnisse/privaten Rente" verbrauchen müssen um nach deren Verbrauch eine Minimalrente zu bekommen. Letztendlich ist jeder angeschmiert, der "offiziell spart". Deshalb bleibt nur die 80x80-Methode (Kopfkissen) und eine irgendwie legale Art und Weise der Kapitalanlage übrig, die wenigstens die Inflation ausgleicht. Hausbau in engen Grenzen etc....Ist ein Horrosszenario, aber wer sich die Anzahl der Rentner und der AN in 40-50 Jahren anschaut sieht schnell, daß es via Generationenvertrag nicht funktionieren kann, es kann nicht jeder AN einen Rentner "finanzieren"...Die aktuelle Reichweite der gesetzl. Rentenversicherung beträgt übrigens sportliche 14 Tage. Zahlt solange niemand SV für Rente ein, war es das. In den USA sind es imho viele Jahre via Pensionsfonds

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    Original geschrieben von Printus
    Ich kenne die Kalkulationen in der Gastronomie nicht...


    Die meisten Gastronomen übrigens auch nicht :p
    Sie schauen, was die Konkurrenz aufruft und richten sich danach - nicht nach tatsächlichen Kosten. Dazu gab es mal ne nette Studie der Handwerkskammer/IHK über das Scheitern von Existenzgründern...


    Und bei Getränken habe ich maximal Verständnis für erhöhte Bierpreise, das Glas Mineralwasser jedoch für 2 Euronen aka 4,- DM ist definitv Abzocke.
    Nehmen wir mal einen Literpreis von 1 €/l für vernünftiges Wasser an, dann kostet das 0,2l Wasser 20 Eurocent, das ist ein Zuschlag von 1000%! Die Gläser gibts im Regelfall von der Brauerei/vom Lieferanten geschenkt bei größeren Abnahmemengen...die verdienen damit schon ganz gut ;)


    Um auf die Pizza zurückzukommen:
    Zutaten des Bodens sind Mehl, Zucker, Salz, Olivenöl und Wasser. Die Sauce besteht aus Tomatenmark mit Gewürzen...Wenn man Großverbraucherabpackungen bezieht, bleibt man da locker unter 1 Euro je Pizza zzgl. Belag.


    Wenn man dann noch bedenkt, daß die AN im Osten mit Löhnen unter 10 Euro die Stunde abgezockt werden, kann solch eine Kalkulation imho schon hinhauen...