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Original geschrieben von Abakus
Dann schaue doch mal nach Afrika, in welchen Ländern / Regionen AIDS vorherrscht und in welchen die Katholiken.
Ich denke eine einfache Korrelation wie Du Sie vorschlägst macht statistisch keinen Sinn. Insbesondere sollten sich die Faktoren auch zumindest irgendwie gegenseitig nachweislich Beeinflussen.
In Betracht käme allenfalls eine multiple Korrelation mehrer unterschiedlich gewichteter Faktoren (z.B. Bildung, Einwohnerdichte, Einkommen, Wanderungsbewegungen, Qualität des Gesundheitssystem etc etc.)
Ein Ergebnis im Sinne von "Kondome haben Löcher und schützen nicht vor AIDS" könnte man aber auch so sicher nicht nachweisen.
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Dann überlege Dir doch mal, wie lang die Warteliste ohne kirchliche Kindergärten wären.
In meinen Augen gibt es keine kirchlichen Kindergärten, wenn der Finanzierungsanteil bei nur 7% liegt. Es gibt allenfalls staatliche Kindergärten die von den subventionierten Kirchen mit 7% bezuschusst werden.
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Dann gehe doch mal in die Stadt und schaue, wer die Obdachlosenheime betreibt.
In diesem Fall kann ich den Finanzanteil des Staates nicht exakt benennen. Ich vermute aber, dass den Kirchen der Imagegewinn wie bei den Kindertagesstätten um die 10% wert sein dürfte. (Ich kenne einige die aus diesem Grunde den Verein noch nicht verlassen haben)
Aber eines fällt mir bei meinen Erklärungsversuchen doch auf. Zuerst behauptest Du Staat und Kirche seien in Deutschland getrennt und die Kirche würde kein Geld erhalten. Wenn man sich die Fakten aber genauer anschaut, stellt man fest, dass sich die Kirche eigentlich nur an "ihren" Dienstleistungen im Sinne eines Werbeetats beteiligt. Dabei ordnest Du die Dienstleistungen weiterhin zu 100% der Kirche zu, die eigentlich der Steuerzahler voll finanziert. Scheinbar fallen viele Menschen auf diese Werbemasche herein. Für mich bleibt als Fazit: wo ein Kreuz drauf ist, muss keine Kirche drin sein.
PS: ein wichtigen Link hast Du vergessen: http://www.kirchensteuer.de
Passen zu Deinen Kölner Links:
"Vielfach geht man von falschen Tatsachen aus und operiert mit Scheinargumenten. So wird der Kirche immer wieder unterstellt, sie benötige die Kirchensteuer, um ihre umfangreiche Sozialarbeit zu finanzieren. Die Gegner der Kirchensteuer haben mit diesem Argument leichtes Spiel, weil es in der Tat nicht stimmt und meines Wissens auch noch nie von einem Kenner der Sache so vorgetragen worden ist. Wie wird die Sozialarbeit der Kirche tatsächlich finanziert, und welche Rolle spielt dabei die Kirchensteuer? Die meisten Sozialeinrichtungen 'verdienen' die Mittel, die sie benötigen, als Leistungsentgelte und die Finanzierung ist durch staatliche Kostenträger weithin gesetzlich geregelt. "
Dr. Norbert Feldhoff, Generalvikar des Erzbistums Köln, ehem. Caritasdirektor
[Zit. aus: Kirchenzeitung des Erzbistums Köln, 21.9.90]