Gewagte These! Sollten Absprachen bestehen, bestünde sicherlich auch nicht die Notwendigkeit mit durchschnittlich 48 Stundenkilometern ein EZF zu absolvieren. Ich glaube mit dem Ruf "ewiger Zweiter" dürfte sich Ullrich auch nicht so recht anfreunden. Lance - der Texaner - ist ja nicht gerade der Leibling der Zuschauer. Weshalb sollte er dann die Tour gewinnen dürfen? Klar wird der Showdown vermarktet. Dass die Absprachen über Sieg oder Niederlage entscheiden, würde ich nicht annehmen.
Beiträge von speakers
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Gestern ist mal wieder deutlich geworden, was die Psyche im Radsport ausmacht. Ullrich leistet in den Bergen jedoch angesichts seines Körperbaus schon etwas Phänomenales. Während Armstrong aber konsequent das Ziel vor Augen hatte, war Ulrich ständig am Zurückschauen. Ich denke das sagt eigentlich alles.
Das nächste Zeitfahren wird wohl Ullrich gewinnen - aber knapp. Die 70 Sekunden wird er diesmal nicht rausfahren können, so dass er am Ende mal wieder auf dem zweiten Platz landet. Eine Chance auf den Toursieg hätte Ullrich gehabt, wenn er auf der 13. Etappe früher attakiert und mehr Zeit herausgefahren hätte.
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Ich halte ebenfalls eine Anpassung des Dieselpreises für wünschenswert. Allerdings sollte dann auch das Kerosin von Flugzeugen ran. Der Staat subventioniert mit den niedrigeren Dieselpreisen faktisch ja auch den Transportwahn mit Lkws. Wenn Krabben von der Nordsee per LKW zum Pulen nach Marokko transportiert werden, stimmt da in meinen Augen einiges nicht. Die mangelnde innovationsbereitschaft deutscher Autombilhersteller ist allerdings auch fast schon zum Heulen. Seit Jahren muss der Staat regelmäßig die Keule "Steuer" auspacken, damit sich neue und umweltfreundlichere Techniken durchsetzen.
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Zitat
Original geschrieben von Stefan
Was hat denn das Aufschneiden der Pulsadern mit der Identifizierung zu tun? :confused:
StefanEs gibt Suizide bei denen die Identifizierung tatsächlich länger dauert (z.B. wenn man mit 200 Sachen gegen einen Brückenpfeiler rast...) Wenn sich dagegen jemand die Pulsadern in unmittelbarer Nähe zu seinem Haus aufschneidet, wo ihn bereits die Familie als vermisst gemeldet hat, würde ich davon ausgehen, dass die Identifizierung binnen weniger Stunden abgewickelt sein dürfte und erst gar nicht großartig in den Medien thematisiert wird.
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Nur mal so für die Statistikfans: Jedes Jahr werden in Deutschland doppelt soviele Suizide verübt, wie Menschen im Straßenverkehr sterben. Ich denke die Zahlen dürften auf andere europäische Länder annähernd übertragbar sein.
Die Kombinition "Biochmiker - Irak - Selbstmord - Massenvernichtungswaffen" lassen zwar auch bei mir die Klocken läuten, ich denke aber man sollte es auch wieder nicht übertreiben. Merkwürdig finde ich es, dass die Identifizierung ja recht lange auf sich hat warten lassen, wenn man bedenkt, dass er sich angeblich die Pulsadern aufgeschnetten hat.

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Lance hat auch heute wieder ganz schön gewankt. Die eingefallenen Augen von Armstrong während dem Rennen erinnern mich irgendwie an Jan 1998. Allerdings sollte man nicht den Fehler machen und Lance nun zu unterschätzen, wenngleich heute auch seine Manschaft ordentlich Federn lassen musste. Heras stand ja am Berg nahezu. Am Schluss konnte Lance ja wieder etwas Boden gut machen. Auch Vino ist mit seinen 1:01 Rückstand ja noch im Rennen.
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Peschel hat ja mal eine ganz gute Zeit hingeknallt (1h01'58,19, Schnitt von 45,5 km/h). Ekimov ist an der ersten Zwischenzeit (13km) "nur" dritter und verliert nun weiter an Zeit.
Ich denke aber Armstrong und Co werden einen 46+ Schnitt fahren. Sollte Armstrong heute überlegen gewinnen, können die übrigen einpacken. Für die Spannung fände ich allerdings ein Sieg von Ullrich wünschenswert.
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Mein Tipp für das morgige Zeitfahren:
Ullrich, Armstrong, Botero, Hamilton X.X.X Vino.
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Original geschrieben von Stefan
Auch war die Rede davon, dass ich mein Auto bei >200 unter normalen Umständen beherrschen kann, gutster speakers. Ein Reifenplatzer ist bei 150 oder 180 genauso verheerend wie bei 200. Falsche Aussagen lasse ich nunmal nicht einfach so stehen. Und jetzt sollten wir aufhören, uns daran aufzuhängen.
Davon abgesehen, speakers, war in diesem Thread nie die Rede davon, dass mich mit 120 bei dichtem Verkehr vor mir - bei anliegenden 200 - ausscherende Autofahrer in irgendeiner weise stören oder ich diese sofort wegdrängle. Vielleicht solltest Du Dir mein Eingangsposting nochmal durchlesen um so die eigentlche Intension des Threads zu erkennen. Momentan bist Du nur noch am dramatisieren und polemisieren. Das bringt mich auf die Palme und den Thread keinen µm weiter.
Selbst Dingens hat es eingesehen und hält dank JoPi´s Ausfühungen ein generelles Tempolimit nun auch nicht mehr für sinnvoll :D.
Nunja, wenn Du unter normalen Umständen Laborbedingungen gemeint hast... Ich gehe halt lieber von der Realität aus - liegt mir irgendwie näher. Wie groß der Schaden nun bei 150 oder 200 km/h ist, halte ich in der Tat für nebensächlich - bei 200 km/h entfallen dann wohl i.d.R. auch die Krankenhauskosten. Insofern stimme ich Dir zu! Mir geht es bei der Diskussion halt mehr um die Ursachen bzw. um die Vorbeugung
Das mit den 120 hatte ich weiter oben gelesen. Dingens hat es ja aber auch nochmals zitiert.
Bei eurer Argumentation zum Tempolimit vernachlässigt ihr aber einen sehr wichtigen Gesichtspunkt: Die Geschwindigkeitsdiskrepanz PKW/LKW.
Wenn ein PKW eben nicht mehr doppelt so schnell fahren darf wie ein Lkw sind auch mehr Autofahrer bereit, sich zwischen zwei Lkws einzureihen. Mit 180 lohnt es sich teilweise je nach Situation ja überhaupt nicht rechts einzureihen. Bei 120 bzw. 140 sieht das schon wieder ganz anders aus. Wenn 140 dann das Limit wäre, würde es außerdem einen eindeutigen Fixpunkt geben, der für alle verbindlich ist. Außerdem gäbe es die riesen Diskrepanz zwischen den Pkws nicht mehr - ergo: ein Tempolimit bringt nur Vorteile, wie ihr zweifelsfrei erkennt.
Man muss sich dann außerdem auch nicht mehr um all diejenigen Sorgen machen, die am Tag mit Abblendlicht und grimmig dreinschauenden Gesichtern permanent auf der linken Spur fahren glauben zu müssen.

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Irgendwie stimmen mich eure Argumente pro >200 Sachen in dichtem Verkehr schon bedenklich. Wenn ich das so lese entsteht bei mir der Eindruck:
ich komme mit 200 Sachen und Abblendlicht auf der AB angedüst und wenn ein Opa mit 120 mir den Platz auf "meiner" linken Spur wegnimmt und es knallt ist der Schuld...
Seht ihr nicht auch die Möglichkeit, dass man mit 150 statt 200 den Knall selbst hätte vermeiden können. Ob nun der Opa zu langsam ist oder ihr zu schnell seit, ist doch jeweils nur ein subjektiver Blickwinkel. Fakt ist meiner Meinung nach jedoch, dass derjenige mit 200 Sachen offensichtlich an der Grenze seiner Kontrolle über das Fahrzeug war und nicht mehr angemessen auf das nicht vorhergesehene Ereignis reagieren konnte.
Erzieht der Schnellere den Langsamen oder der Langsame den Schnelleren. Meiner Meinung nach ist gerade eine solche Position - egal wie herum - für die Agression auf den Straßen verantwortlich. Recht haben, koste es was es wolle! Statt einfach mal eine Ampel weiter zu denken...
Von mir aus kann man im Jahr 100.000 km fahren und ich würde trotzdem nicht behaupten ein Fahrzeug mit 200 unter Kontrolle zu haben. Es ist schlicht albern oder mangelndes Problembewußtsein. Es gibt soviele externe Faktoren (z.B. technischer Defekt, Querrillen, Seitenwind, Tiere, Nässe, Steine auf der Fahrbahn und nicht zuletzt 0815 Verkehrsteilnehmer usw. usw.) die ein Fahrer überhaupt nicht beeinflussen kann aber berücksichtigen muss - erst recht bei Tempo 200.
Wer das Speedgefühl als Kick braucht, soll das bei freier Fahrt oder noch besser auf irgendeinem Rennkurs machen. Wenn die mittlere Spur bereits dicht ist, finde ich es den anderen Verkehrsteilnehmern gegenüber unverantwortlich mit 200 daran vorbei brausen zu wollen - und dann noch mit der Einstellung: wenn was passiert war es der andere, weil der zu langsam war und nicht autofahren kann.
Das passt doch nicht zusammen.PS: ein generelles Tempolimit wurde ich ebenfalls als hilfreich erachten.