Beiträge von speakers

    Ich bin zwar Nichtraucher, habe aber dieses Jahr im Garten aus botanischem Interesse Tabak angebaut. Funktioniert einwandfrei und ist auch nicht sonderlich kompliziert. Wer also billig seine Lunge teeren möchte...


    Testen kann ich ihn leider nicht, da es in meinem Bekanntenkreis - unglaublich aber wahr - keinen einzigen Raucher gibt. Wird Tabak nur getroknet oder auch noch irgendwie behandelt bevor ein kleingeschnitten wird? Würde mich mal interessieren, da die Pflanze bislang eigentlich nur sehr große grüne Blätter hat, aber nicht sonderlich aromatisch duftet.

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    Quelle [URL=http://www.zdf.de/ZDFde/inhalt/27/0,1872,2053563,00.html]Frontal21[/URL]


    Steuerflucht in Deutschland


    Wie große Unternehmen erst kassieren und dann gehen


    Der deutsche Chiphersteller Infineon will seinen Firmensitz in eine Steueroase verlegen, wo die Unternehmenssteuern gering sind. Dabei bediente sich das Unternehmen früher kräftig aus deutschen Subventionstöpfen.


    Ulrich Schumacher, Chef von Infineon, will weg aus Deutschland. Ihm sind die Steuern zu hoch. Infineon, Ende der 90er Jahre aus Siemens hervorgegangen, präsentiert sich in Firmenvideos gerne als modernstes Chipwerk der Welt.

    Weil Chips sich aber zur Zeit schlecht verkaufen, macht das Unternehmen riesige Verluste und zahlt daher keine Steuern. Doch bevor wieder Gewinne und damit auch Steuern fließen, will Schumacher den Firmensitz in eine Steueroase verlegen, erhebt er die Steuerflucht zur Unternehmerpflicht.

    Der deutsche Fiskus geht leer aus


    Und so funktioniert es: Da in einem Konzern wie Infineon die Gewinne nicht in den einzelnen Werken anfallen, werden sie in einer Gesamtbilanz des Konzerns erfasst. Das heißt, sie tauchen nur im Konzerndach, der Holding, auf und werden am Sitz dieser Holding versteuert. Die Fabriken aber bleiben im Land. Es muss nur die Konzernzentrale mit wenigen hundert Mitarbeitern dorthin verlegt werden, wo weniger Steuern anfallen. Infineon prüft hierfür mehrere ausländische Standorte und favorisiert die Schweiz mit ihren niedrigen Unternehmenssteuern. Und schon geht der deutsche Fiskus leer aus.

    "Wir sagen, dass wir Rahmenbedingungen hier vorfinden, die uns im globalen Wettbewerb Nachteile bringen", so die Begründungsversuche von Christoph Sieder dem Unternehmenssprecher von Infineon. "Wir müssen versuchen, diese Nachteile auf verschiedene Art und Weise zu minimieren. Wir haben ein großes Interesse daran, dass der Standort Deutschland für uns nach wie vor ein erfolgreicher bleibt, aber wir müssen uns von der Fokussierung auf diesen Standort verabschieden und natürlich einen weltweiten Aspekt haben."

    Bezahlt aus Steuergeldern


    Die Erfolgsformel für Infineon könnte einmal lauten: Erst kassieren, dann gehen. Denn rund 400 Millionen Euro Fördermittel spendierten Bund und das Land Sachsen für das erste Werk in Dresden, als Infineon noch Siemens war. 200 Millionen Euro zahlten Bund und Land als Zuschuss für das neue Werk. 360 Millionen Euro gab es obendrauf als Bürgschaften aus Berlin und Dresden. 115 Millionen Euro gab die Messegesellschaft Leipzig, hinter der das Land Sachsen und die Stadt Leipzig stehen, und 50 Millionen Euro schoss eine Tochtergesellschaft der Jenoptik zu, an der wiederum das Land Thüringen beteiligt ist. 164 Millionen Euro erhielt Infineon bislang vor allem aus Fördertöpfen des Bundesforschungsministeriums und kann noch weitere circa 133 Millionen Euro Forschungsgelder ausgeben.


    Infineon bediente sich aus vielen Fördertöpfen

    Alles in allem, einschließlich der Bürgschaft, sind dies bislang rund 1,4 Milliarden Euro, bezahlt aus Steuergeldern, die Infineon jetzt sparen will. Infineon räumt ein: Ohne die Subventionen, ohne die Steuergelder, hätte es das Werk in Dresden nicht gegeben. "Ich denke, dass vernünftige Anschubsubventionen ein sehr, sehr gutes Instrument sind, um vor allem Unternehmen in Deutschland anzusiedeln", so Sieder. "Ich wüsste nicht, muss ich ganz ehrlich gestehen, ob wir das Chipwerk in Dresden gebaut hätten, wenn es diese Anschubsubventionen nicht gegeben hätte."
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    Also mich hat der Bericht gestern in Frontal21 fast umgehauen. Ähnliche Subventionspraktiken waren mir bislang nur aus der Automobilindustrie bekannt - aber nicht in dieser Höhe. Gibt es eigentlich noch ein größeres Wirtschaftsunternehmen in Deutschland das Gewinne erwirtschaftet, die nicht auf Subventionen oder Steuer- und Buchungstricks basieren? Wer sitzt eigentlich alles im Aufsichtsrat von Infineon?

    Zitat

    Original geschrieben von flo1982m
    Ich hab als Zivi für 8 € am Tag auch 40 Std./Woche gearbeitet und lebe auch noch. Als ich kürzlich in Irland war, hab ich gesehen, wie Straßenarbeiter am Samstag Abend um halb 10 neue Straßenlaternen installiert haben, ein paar Meter weiter haben ein paar Arbeiter eine Brücke saniert. Sogar am Sonntag wurde an der Baustelle gearbeitet und das im streng-katholischen Irland.
    Bei uns will ja mittlerweile sogar am Freitag Nachmittag kein normaler Angestellter mehr arbeiten.


    8€ pro Tag :confused: Auf eigenen Füßen stehst Du aber noch nicht - oder... Also meine Lebenshaltungskosten liegen dann doch etwas höher. Ich glaube auch nicht, dass es im Interesse eines Arbeitgebers wie BMW liegt, dass man 100 Jahre arbeiten muss, um sich einen Gebrauchten leisten zu können.


    Das Grundlegende Missverständnis scheint zu sein, dass viele glauben, je weniger der AG verdient, umso besser für die Wirtschaft. Ich kenne einige Händler die sind mittlerweile an langen Öffnungszeiten überhaupt nicht mehr interessiert: es lohnt sich ganz einfach nicht, wegen zwei Kunden bis 20:00h auf zu haben. Ich kauf mir z.B. auch keinen Liter Milch mehr, wenn Aldi am Sonntag auf hat. Es bringt auch nichts Sonntags einzukaufen zu können, wenn nach wie vor über die Woche nur eine oder zwei Kassen aufhaben und man 20 Minuten anstehen muss, bis man seine Milch bezahlen darf.... In Irland werden vermutlich über das Jahr hinweg auch nicht mehr Laternen aufgestellt, weil sie es Sonntags dürfen. Ich spreche mich damit jedoch auch nicht grundsätzlich gegen Sonntagsarbeit aus. Unterm Strich glaube ich aber nicht, dass sich durch Sie großartig was ändern wird.


    Ein Markt braucht Konsumenten. Und die sind z.Z. leider Mangelware.

    Zitat

    Original geschrieben von Nebelfelsen
    Schmerzensgeld sollte schon eine Menge drinn sein, da Vorsatz und IMHO gefährliche Körperverletzung. Mindestens 600 bis 800 EUR, bei einem guten Anwalt auch wesentlich mehr.


    Leider ist in Deutschland der Anspruch auf Schmerzensgeld in der Tat meist eher gering. Sollte eine Narbe zurückbleiben, würde ich auf jeden Fall auch einen Psychologen aufsuchen. Evtl. behindert Dich die Narbe auch in Deinem weiteren Leben (Berufswahl... Model, Schauspieler etc.). Bedenke auch Folgen, die Du derzeit noch gar nicht unbedingt absehen kannst. Die unterlassene Hilfeleistung des Veranstalters bzw. dessen Mitarbeiters würde ich ebenso nicht unter den Tisch fallen lassen, sofern Du auf dessen Gelände attakiert wurdest.


    Ich denke die einzige vernünftige Konsequenz ist im Übrigen, einen sehr guten Anwalt einzuschalten und solche Gegenden/Veranstaltungen zukünftig zu meiden. Lokalzeitschriften berichten auch gelegentlich darüber...

    Zitat

    Original geschrieben von Brainstorm
    Das kann ich jetzt nicht ganz nachvollziehen. Warum kosten die Grundstücke für den TR so viel mehr? Ein Grundstück ist ein Grundstück, was da dann draufgebaut wird, spielt doch keine Rolle. Außerdem wird der TR auf einer Stelzenbahn fahren. Darunter kann man Straßen oder Äcker anlegen, was bei einer normalen Eisenbahnstrecke nicht so einfach möglich ist. Daher braucht der TR auch wesentlich weniger Quadratmeter Fläche für einen Kilometer Weg, als ein normaler Zug.


    Unter Investition in die Fahrzeuggrundfläche werden vermutlich die Kosten Betonsockel vs. Gleisschwellen gefasst. Dein Vorschlag mit dem Acker unter den Stelzen mag zwar theoretisch funktionieren, praktisch ist das wohl meist nicht sinnvoll realisierbar. Bei niedrigen Autobahnbrücken wächst meist auch nichts darunter, weil der Lichtkompensationspunkt für Pflanzen nicht mehr ausreicht, genügend Masse aufzubauen.


    Im neuen LEP von Bayern ist die Trasse für den Transrapid ja bereits drinnen. Daher wird er vermutlich schon (irgendwann) kommen. Das Kosten/Nutzen Verhältnis ist meiner Meinung nach langfristig dennoch nicht gegeben. Der größte Zeitverlust im ÖPNV liegt meist in der Wartezeit bzw. bei den Anschlüssen. Gegen ein Taxi wird auch der TR deshalb kaum eine Chance haben. Die erste Strecke wird aber sicherlich allein wegen ihrer Neuerung als touristisches Zielobjekt in den ersten Jahren genügend Mitfahrer finden.

    Re: Umsonst


    Zitat

    Original geschrieben von jrittmeier
    Letztes Jahr war es definitiv bei O2 kostenlos.
    Genauso wie bei Vodafone.


    Ich habe dort diese Beschi-- Nr sperren lassen.


    Hast Du evtl. eine offizielle Preistabelle aus der das hervorgeht. Ich habe inzwischen ein wenig im Inet gesucht. Angeblich hat O2 im Jahr 2002 noch 12,50.- pro Monat verlangt (siehe Teletarif) :eek:


    Scheinbar handhabt das O2 sehr flexibel...

    In 10 Jahren wird man evtl. mit UMTS etwas verdienen können - oder auch nicht. Das Problem dürfte nur sein, dass UMTS dann schon wieder veraltet ist. Die aufgezählten "Killerfeatures" gab oder gibt es doch zum Großteil allen schon. Sonderlich lange können sich diese Angebote aber meist nicht am Markt etablieren. Entweder fehlt es an brauchbaren Endgeräten oder aber niemand ist dafür bereit, einen Cent auszugeben. Bestes Beispiel Routenplanung: auf einem Display mit i.d.R. sechs Zeilen absoluter Blödsinn.

    Zitat

    Original geschrieben von realflashone
    Ich weiß gar nicht warum du so überreagierst wegen 12 € ? Hast du jetzt vor deinen Vertrag zu Kündigen und im Dezember zu E Plus zu wechseln wenn ja vergiss nicht du musst 24,95 Anschlusspreis zahlen und das E plus das kostenlos anbietet kann ich nicht glauben :mad: Dann wären die ja die einzigen Anbieter die das für Lau machen


    Ich finde nicht, dass ich überreagiere. Meiner Meinung nach muss eine Gebühr in einer Relation zur Leistung stehen. Diese Relation kann ich nicht erkennen. Ich kenne auch niemand in meinem Umfeld der 0190 Nummern benutzt oder jemals zu benutzen gedenkt. Unternehmen die sich an so einer Abzocke auch nur indirekt beteiligen, sind für mich langfristig keine Vertragspartner. Eplus scheint dies in der Tat anders zu handhaben. Auch wenn sich Eplus schwer tut, so ist doch klar, wer Kunde ist.


    Ich habe z.Z. ein T300. Werde mich wohl aber etwas intensiver mit Nokias beschäftigen. :top:

    Habe gestern meine Telephonrechnung von O2 bekommen und musste feststellen, dass ich angeblich eine 0190 Servicenummer angerufen habe. Für 1,47 Minuten soll ich knapp fünf Euro zahlen.


    Ich vermute, dass ein Dialer beim Faxversand über den PC wohl meine normale Verbindung gekappt und sich über mein Handy eingewählt hat. Wissen tue ich es aber (bislang) nicht.


    Um zukünftig solche Überraschungen zu vermeiden, habe ich mit der O2-Hotline telephoniert und sie gebeten 0190 Nummern sperren zu lassen, da ich solche Dienste nicht benötige und auch nie benötigen werde. Die Dame an der Hotline meinte evtl. hätte ich ja einen Klingelton heruntergeladen - was defakto nicht stimmt - und im Übrigen würde eine solche Sperrung bei O2 12 Euro kosten.


    Bei eplus ist diese Sperrung ja kostenlos. Einen einstelligen Eurobetrag würde ich im Prinzip ja ok finden. 12 Euro für eine einfache Nummernsperre ist in meinen Augen unverhältnismäßig. Mein Vertrag läuft noch bis Anfang Dezember - das lohnt sich wohl kaum. Bei mir entsteht vielmehr der Eindruck, dass O2 gar nicht daran interessiert ist.


    Meine Fragen: kann man bei Vertragsabschluss bereits eine Sperrung (kostenlos) beantragen? Meiner Meinung nach wäre es kundengerechter, wenn man bei Vertragsabschluss 0190 Nummern explizit freischalten lassen müsste.
    Gibt ein Handy, bei dem man die Wahl von 0190 Nummern per Menü unterbinden kann?
    Ist es rechtlich überhaupt zulässig für eine Sperrung von 0190 Nummern eine Gebühr zu verlangen. Theoretisch gehe ich ja ein unverhältnismäßig großes Risiko ein, gegen das faktisch nur die gebührenpflichtige Sperrung hilft.