@ Mr.Kane
Das mit der Verlustleistung und dem Athlon hast Du wohl etwas missverstanden. Ich wollte damit verdeutlichen, dass sehr viel Energie einfach sinnlos verpufft. Ich habe selbst einen 2100, aber ich bin damit nicht zufrieden, weil ich wahrscheinlich mehr Strom damit verbrate, das Teil zu kühlen, als ich für die Rechenpower benötige. Das hat mit Technikfeindlichkeit wie Du sie unterstellt rein gar nichts zu tun! Im Gegenteil. Meiner Meinung nach müssen Techniken gefördert werden die effizient sind. Hierzu gehört know how und damit auch Menschen und Arbeitsplätze. Das Thema Energieeffizienz ist für mich miteintscheidend. Du klammerst das mit Deinen Statement vollständig aus. Es genügt nicht Strom ökonomisch und ökologisch günstig zu produzieren, wenn der Nutzer/Endkunde bei offenen Fenster heizt!
Deine Kritik an den Demonstrationen gegen Atommülltransporte mögen aus Betreibersicht stimmen. Nur ist es eben ein Merkmal der Demokratie sich gegen bestimmte Themen auch äußern zu dürfen. Krawallmacher möchte ich damit nicht rechtfertigen. Radioaktive Atommülltransporte stellen aber nun mal eine potenzielle Gefahr da. Das kann man nicht wegdiskutieren. Otto Lieschen möchte eben nicht, dass solche " strahlende Güter" quer durch Deutschland mit all seinen Schrebergärten transportiert werden, um dann auf "unendlich" in einem Salzbergwerk verscharrt zu werden. Out of sight out of mind ist keine Lösung von Problemen. In diesem Zusammenhang erinnere ich nur an die Diskussion um den Castorbehälter selbst. Wenn schon die Beladung mit den Brennstäben nicht klappt, wer garantiert denn dann, dass die sicher sind?
Kernfusion funktioniert bislang in der Theorie seit AKWs betrieben werden. Ich fände es auch spitze, wenn in der Forschung der Durchbruch gelingen würde. Hoffen und warten hilft allerdings in diesem Zusammenhang auch nicht wirklich weiter.
Du bezeichnest WKA und Sonnekollektoren als zu teuer. Ich verstehe bei einer solchen Diskussion nicht, warum immer unstellt wird, irgendeine Art der Stromerzeugung sei günstig! Umsonst ist bekanntlich der Tod und der kostet das Leben, jetzt mal etwas platt formuliert. Mir hat bislang noch kein Mensch ein stichhaltige Rechnung gezeigt, die belegt, dass Stromgewinnung aus Uran bzw. Kohle volkswirtschaftlich günstiger ist. WKA am richtigen Standort sind und werden immer mehr ein wichtiger Bestandteil eines Energiemixes. Die Politik, und das weis ich ich seitdem ich mich mit der Thematik WKA beruflich beschäftige, ist schlicht nicht Willens oder kompetent diese Dinge sachgerecht zu regeln. Entweder stehen gerade Wahlen vor der Tür (dann wird in der Regel versucht alle Entscheidungen erstmal zu vertagen) oder man behauptet einfach das Landschaftsbild würde verschandelt, sie seien unwirtschaftlich usw. usw. Der Spruch "Schau mr mal" von Beckenbauer ist dafür symptomatisch. Vom zuschauen allein wirds halt nichts.
Ich denke Stromgewinnung und effiktiver Einsatz ist ein sehr komplexes Thema. Klar kann man AKWs nicht von heute auf morgen stillegen. Das mach ja auch niemand. Wichtig ist meiner Meinung Alternativen und Optionen aufzuzeigen. Würde eine solche Diskussion nicht geführt, hätten wir jetzt warscheinlich mehrer Anlagen wie das ehemals geplante Wackersdorf & Co.