Beiträge von speakers

    QUOTE] Original geschrieben von Sebastian
    Wasser ist ein Klimagas? :confused: [/QUOTE]


    Ja! Hätten wir kein H20 in Form von Wasserdampf in der Athmospäre wäre es hier ziemlich kalt.


    Maßgeblich dafür sind die Absorptionsbanden von Wasserdampf. Ganz gut wird der Treibhauseffekt hier erklärt.


    Richtig ist, dass die Absorptionsbanden von H20 nahezu geschlossen sind und ein Kühlturm großräumig betrachtet keinen erheblichen Einfluss auf das Klimageschehen hat. Bei C02 ist dies anders. Dort sind die Absorptionsbanden nicht so sehr geschlossen. Der nachgewiesene Anstieg an C02 führt jedoch theoretisch zu einer allmählichen Schließung.


    Klimatische Effekte von Kühlturmen sind wenn nicht global so doch regional nicht unbeachtlich. Ähnliches gilt ja auch für Stauseen usw.


    Rincewind


    Zum Thema WKA: Die einen wollen einen Standort für eine WKA, die andere wollen dies verhindern. Das Planungsrecht sieht eine standortbezogen Projekt-UVP dafür vor. Wenn eine Wka nicht genehmigt wurde, gab es überwiegende öffentliche Interessen, die der Errichtung einer Wka entgegenstanden. Ansonsten ist eine Wka im Außenbereich priveligiert. Z.T. werden auf der Ebene der Regionalplanung bzw. der Flächennutzungsplanung auch geeignete Standorte ausgewiesen, um eben dem Wildwuchs vorzubeugen. Die CDU in Banden-Württemberg hat im letzten Jahr jedoch eine solche Ausweisung und damit eine Regelung unterbunden. Evtl. wird jetzt durch eine Änderung des Landesplanungsgesetzes mehr Klarheit geschaffen


    In den Broschüren der Elektrizitätswerke steht: Kernenergie ist sauber. Das Unfassbare, manche glauben das tatsächlich...


    Never ask a barber if you need a haircut!


    Hast Du Dich schonmal etwas genauer mit dem Thema Energieerzeugung auseinander gesetzt? Meines Wissens nach beeinflussen auch AKWs den Treibhauseffekt erheblich:


    1) Bei der Errichtung und beim Abbau des Kraftwerkes


    2) Der Kühlturm. H2O ist ein Klimagas


    3) Krypton 85


    Der Einwand Kohle müsste abgebaut werden und würde damit ebenfalls die Umwelt beeinträchtigen ist für mich ebenfalls nicht nachvollziehbar. Uran kommt doch auch "irgendwo" her - nicht? Ob nun ein AKW schöner als eine WKA ist halte ich ebenso für eine nicht unbedingt zielführende Frage.


    Ich halte ehrlich gesagt eine solche Diskussion für reichlich überflüssig! Siemens bekommt es nicht auf die Reihe für das S55 eine bugfreie Firmware zu basteln, aber die Akws laufen fehlerfrei? Polizisten dürfen nur 4std neben einem Castor herrennen, aber eine Gefährdung für die Menschen besteht nicht - warum auch?


    Man sollte sich meiner Meinung nach vielmehr etwas mehr dem Thema Energieeffizienz widmen. Wenn ein Athlon halt knapp 70 Watt Verlusleistung hat, wird es schwer auf Akws zu verzichten. Strom wird außerdem immernoch mit einem reichlichen Überschuss produziert. Auch hier gibt es ein enormes Einsparpotenzial. Altbau genauso usw. usw. Hier könnte Deutschland auch mal seine wirtschaftlichen Qualitäten unter Beweis stellen - oder?


    Atomstrom ist für mich eine Dinosauriertechnik. Die zentralen Fragen wurden nie gelöst. Evtl. gelingt es der Forschung noch. Im dicht besiedelten Deutschland ein Akw zu betreiben ist für mich unglaublich. Niemand will so ein Ding vor seiner Türe.


    Nein wurde auf dem Mantatreffen in Rüsselsheim verbreitet...


    Eigentlich antworte ich auf unsachliche Komentare nicht, da es aber der Bildung dient:


    Das BFS hat erst diesen Monat eine neue Studie über die Leukämie um Atomreaktoren in Auftrag gegen. Ist ein staatliches Amt. Schreib denen doch mal, dass Du den Beiweis für die Ungefährlichkeit hättest und die Studie überflüssig sei. Am besten mit dem Hinweis: "bei reeller Gefahr wäre schon längst gehandelt worden". Evtl. wird es dann was mit dem Nobelpreis...


    Google überschüttet dich übrigens mit wissenschaftlichen Studien, wenn Du Dir einige durchlesen möchtest.


    Da Du auch was die Sicherheitsmaßnahmen betrifft nicht mehr so ganz auf der Höhe der Zeit zu sein scheinst: (http://www.bmu.de)


    Nr. 10/03
    Berlin, 31. Januar 2003


    Gutachten zu Flugzeugangriffen auf AKW übergeben
    Bund und Länder vereinbaren gemeinsames Vorgehen


    Das Bundesumweltministerium hat gestern Vertretern der Länder Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Niedersachsen und Schleswig Holstein ein Gutachten der Gesellschaft für Anlagen- und Reaktorsicherheit (GRS) zu den Auswirkungen terroristischer Flugzeugangriffe auf Atomkraftwerke übergeben. Das Gutachten wurde im Rahmen einer Besprechung über das weitere Vorgehen von Bund und Ländern überreicht, zu der Staatssekretär Rainer Baake ins Bundesumweltministerium nach Berlin eingeladen hatte.


    Bund und Länder haben in diesem Gespräch ihre Entschlossenheit bekräftigt, dafür zu sorgen, dass der Schutz der Kernkraftwerke vor Angriffen aus der Luft erhöht wird. Das Bundesumweltministerium wird die betroffenen Länder auf Abteilungsleiterebene zu weiteren Gesprächen zu dieser Thematik einladen, um das weitere Vorgehen möglichst im Konsens abzustimmen. Die Bundesaufsicht und die Länder werden die weitere Vorgehensweise frühzeitig mit den Betreibern erörtern.


    Bund und Länder sind sich einig, die Ergebnisse des GRS-Gutachtens, welches abstrakte und theoretische Szenarien zu Flugzeugangriffen auf Atomanlagen enthält, vertraulich zu behandeln, um auszuschließen, dass diese Informationen von potentiellen Tätern für kriminelle Handlungen missbraucht werden können.

    Zitat

    Original geschrieben von Martin Reicher
    bekommst du immer mit, was im Kohlekraftwerk passiert? Nein!
    Und wenn da nun ein Bauteil kaputt ist, dessen Ausfall bei weitem noch keine Gefahr bewirkt, muss das doch nicht jedesmal publiziert werden.


    Wenn eine Pumpe eine Störung hat, wird der Reaktor eben runtergefahren und nicht weiterbetrieben und Daumen gedrückt, dass die Redundanz es schon richtet...


    Ich glaube kaum, dass ein Vergleich AKW/Kohlekraftwerk wirklich sinnvoll ist. Umweltfreundlich sind die nicht. Um das festzustellen braucht man auch kein Umweltschützer zu sein. Ne vier in Physik dürfte reichen...


    Ich verfolge die Ausfälle in den deutschen AKW peripher über einen längeren Zeitraum, da ich im BMU Pressenewsletter drinnen bin. 1-2 gemeldete Störfalle in Deutschland pro Monat scheinen für die AKWs üblich zu sein. Es werden aber auch Statistiken jedes Jahr veröffentlicht, nur interessiert es niemand so recht. Gleiches gilt außerdem für die Leukämiefälle um AKWs. Diese liegen Z.T 80% über dem Bundesdurchschnitt.


    Seit Trittin dafür verantwortlich ist, wurden die "Sicherheitssysteme" verstärkt auf Ihre Zuverlässigkeit überprüft und auch mehr "Fehler" festgestellt. Die verstärkten Kontrollen sind auch auf den 11.Sep. zurückzuführen.


    Erschreckend sind die dabei aufgetauchten Mängel. Evtl. erinnert Ihr euch ja noch an Phillipsburg. Wurde letztes Jahr über meherere Monate runtergefahren, weil aus Kostengründen zuwenig Kühlmittel in die Tanks gefüllt wurden. Mit Daumendrücken hat das reichlich wenig zu tun.

    Es gibt auch Stimmen in den USA, die eine Entschädigung für die Iraker fordern: Hier


    Aber ich denke mal daraus wird nichts. Afghanistan ist ja das beste Beispiel. Ich hoffe nur, dass das Geplänkel mit Syrien nicht auch noch eskaliert. Immerhin werden ja scheinbar die ersten Flugzeugträger abgezogen.


    Das Thema Israel und die Palästinenser steht ja auch noch aus...


    Eines sollte man auch nicht vergessen: Der Irak hatte bevor er aufgerüstet wurde etwa soviel Vermögen wie er jetzt Schulden hat.

    Also für mich kam das Aus von Grundig nicht überraschend. Es gab ja schon seite mehreren Jahren oder besser Jahrzehnten deutliche Anzeichen.


    Ich denke Qualität und Features hatten darauf letztlich weniger Einfluss, sondern vielmehr wie die Geräte vermarktet wurden. Wer z.B. B&O kauft, fragt auch nicht, ob das Display nun 40 oder 80 Zeichen darstellt.


    Was Grundig fehlte, ist ein (aktuelles) Image und der passende Markt. Bischen Qualität und bischen preiswert funktioniert halt nicht. Die Leute kaufen, was die Werbung verspricht und Grundig hat halt in den letzten Jahren nichts mehr versprochen.


    Allein wenn ich mir die Weltempfänger anschaue. Da hatte ja Grundig mal fast das Monopol. Irgendwie haben aber die Verantwortlichen dann den Anschluss verpennt.

    @all


    naja, wenn ich mir die obigen Beiträge so durchlese, entsteht bei mir das Bild eines Menschen ohne eigenes Bewußtsein, alles veranlagt und triebgesteuert. Der Mann als Opfer der Evolution - etwas pathetisch formuliert. Wie man sich bettet, so liegt man(n). Ich denke so ganz willenlos sind wir auch nicht.


    So "funktionieren" weder Mann noch Frau generell. Z.T. bedient Ihr da ganz schön Klischeevorstellungen.


    Außerdem sollte bei der Diskussion um das "Bodybuilder"- und "Stöckelschuhsyndrom" bedanken, dass Opfer und Täter rein subjektive Wahrnehmungen sind. Wer fällt denn auf wen rein?

    @ autares


    Derselbe Bericht kam vorgestern - also genau einen Tag vor der Demontage der Saddamstatue - in der ARD.


    Die "Elite" bestand aus ein paar 18-26 Jährigen. Außerdem wurde noch ein etwas älterer im Miltärdress gezeigt, der offensichtlich verwundet war. Alle anderen in zivil.


    In meinen Augen waren das Straßenkämpfer. Zwei hatten eine Panzerfaust Marke uralt und die anderen jeweils ein Maschinengewehr.


    Ich war ja nicht bei der Bundeswehr, aber unter "Elite" stelle ich was anderes vor. Sonderlich geordnet ging das auch nicht zu. Am Ende wurden sie verletzt mit Sackkarren abtransportiert.

    Ich denke worauf autares hinaus will ist die deutsche Mentalität. Stimmt schon, dass wir alles sehr kritisch sehen und hinterfragen.


    Ich würde in diesem Zusammenhang "typisch deutsch" nicht unbedingt negativ sehen. Gerade bei dem Thema Krieg führt eine oberflächliche Diskussion nicht weiter. Vielmehr ist es wichtig, dass man sich mit der gegenwärtigen Situation nicht abfindet im Stile: ok, keep smiling, nehme ich halt das kleinere Übel.


    Was mich aber interessieren würde: was haltet ihr von den Spekulationen die jetzt durch das Netz geistern, dass Saddam Bagdad absichtlich so schnell preisgegeben hat? Sprich alles nur Taktik.


    Also ich finde es schon etwas merkwürdig, dass man überhaupt nichts von diesen irakischen Eliteeinheiten sieht. Nichtmal die Amis erwähnen sie. Gab es die etwa genausowenig wie die Massenvernichtungswaffen? Der medienwirksam dargestellte Stimmungsumschwung kam für mich auch ziemlich plötzlich. Eine Erklärung wäre für mich der große Anteil der Schiiten im Nordosten Bagdads und die Plünderungen selbst.


    Wenn ich die Lage dort richtig einschätze, herrscht da gerade eine Stimmung: Wer zu spät kommt den bestraft das Leben und deshalb gehört mir jetzt der Fernseher aus dem Innenministerium...

    Zitat

    Original geschrieben von KX250

    Vielleicht bzw. hoffentlich gelingt ja der Umbau in einen gemäßigten arabischen Staat wie es Kuwait oder Katar sind.


    Den Menschen in Kuwait oder Katar mag es finanziell gut gehen - Demokratien sind das dort aber nicht!


    Ich hoffe und würde es mir wünschen, dass im Irak langfristig etwas neues entstehen könnte. Die Bilder von jubelnden Iraker sind erfreulich.


    Man möge mir den Hinweis verzeihen: die Statue die umgesrissen wurde, befand sich direkt vor dem Hotel der Journalisten....


    Tikrit ist, soweit ich informiert bin, noch nicht eingenommen. Die Informationen aus dem Nordirak sind weiterhin spärlich. Mal schauen was die nächsten Tage bringen.