Beiträge von kopporama

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    Original geschrieben von Robert Beloe
    Das nächste Problem könnte Guttenberg ereilen, sollte (!) die Kontrollkommission aus Bayreuth tatsächlich eine Täuschungsabsicht in der Arbeit ausmachen. Allerdings ist es gar nicht gesagt, dass sie zu dieser Frage Stellung bezieht.


    Wieso nicht? Ein offensiver Umgang mit der Wahrheit würde ihr sicherlich gut zu Gesicht stehen.

    Hier mal ein Kommentar, der vor allem bernbayer gefallen müsste (zumindest teilweise)


    [URL=http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/0,1518,747408,00.html]Wider die akademische Vetternwirtschaft[/URL]


    Ein kleiner Auszug:
    "Man kann sich gute Gründe vorstellen, dass Guttenberg in der Tat weder einen Ghostwriter benutzt hat, noch arglistig zu täuschen versucht hat. Viele meiner Fachkollegen arbeiten ähnlich wie er. Zunächst stellt man ein grobes Gerüst eines Manuskripts zusammen, und das elektronische Zeitalter macht es nur allzu leicht, erst einmal alles Relevante in der Literatur per Copy & Paste in einem Dokument zu vereinigen. In weiteren Integrationsschleifen kann man dann entscheiden, was wörtlich, was sinngemäß oder was gar nicht benutzt wird (und es entsprechend kenntlich machen, natürlich) und entsprechend das eigene Argument aufbauen.


    Für einen Feierabend-Doktorand wie Guttenberg liegt ein solches Vorgehen nur allzu nahe. In der Hektik des Erreichens eines Abgabetermins kann dann manches übersehen oder vergessen werden. Und mal ehrlich: Welcher Wissenschaftler würde, Hand aufs Herz, behaupten, er habe nicht mal Fünf gerade sein lassen?"


    Meiner Meinung nach trifft das aber bei Guttenberg nicht zu, da in seiner DA viel zu viele Fremdtexte leicht verändert und einmal auch die Initialen eines Autors entfernt wurden. Die unerlaubte Benutzung des Wissenschaftlichen Dienstes des Bundestages passt da ebenfalls nicht.

    Zitat

    Original geschrieben von bernbayer
    Parkplatzwächter oder Klofrau das wäre sehr ungewöhnlich, da hast du sicher Recht. Wenn derjenige der den Doktortitel verliert z.B. mehrere Richtungen studiert hat aber nur in einer Richtung einen Doktortitel hat aber in einer anderen Fachrichtung arbeitet, dann wird der Verlust des Doktortitel wohl kaum eine Rolle für das lArbeitsverhältnis spielen. Oder er hat z.B. eine Anstellung ohne Außenwirkung z.B. als erfolgreicher Entwickler neuer Produkte in einen Industrieberieb.


    Keines der von dir genannten Beispiele passt auf den Fall Guttenberg.

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    Original geschrieben von bernbayer
    Völlig klar, ich habe ja selbst ein Beispiel genannt mit dem angestellten Arzt, wo das vermutlich zur Kündigung führt. Nur die pauschale Aussage, es führt in jedem Fall zur Kündigung, das ist falsch.


    Aber welche Position eines "Doktors" wäre realitätsnah und bedeutungslos genug, dass so ein "Fehler" ohne Konsequenzen bleiben könnte? Die sind ja eher selten als Parkplatzwächter oder Klofrau angestellt.

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    Original geschrieben von bernbayer
    So pauschal ist das in keiner Weise zutreffend. Das kommt darauf an, wie der jeweilige Arbeitgeber das einschätzt. Wenn der Mann oder die betreffende Frau gute Arbeit leistet und der DR-Titel für die jeweilige Position total unwichtig ist, dann wird der AG ihn kaum entlassen.


    Interessante Theorie, es gibt aber auch noch eine andere. Analog zum Verteidigungsminister wäre so jemand Manager in einer Firma. Der Schaden für den AG und auch den Manager selbst wäre enorm, eine weitere Arbeit im Sinne der Firma gar nicht mehr möglich. Da würde ich als AG auch meinen besten Freund kündigen (nur den Job, nicht die Freundschaft).

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    Original geschrieben von mostwanted
    Meine persönliche Meinung:


    Ich glaube, er hat diese Arbeit schreiben lassen und ist selbst getäuscht worden.


    Genau das glaube ich nicht mehr. Ich denke, er hat sich seine DA selbst zusammengeklebt.


    1. Wer käme als Ghostwriter in Frage? Doch nur jemand, dem er wirklich vertrauen konnte. Entweder ein wirklich guter Freund oder jemand aus der Familie. Ein externer Mitwisser wäre für seine geplante Karriere ein viel zu großes Risiko gewesen. Bleibt die Frage, warum die DA so stümperhaft zusammengeklaut wurde. Ich glaube nicht, dass ihm aus seinem engsten Umfeld jemand ans Zeug flicken wollte.


    2. Anscheinend ist er in seinem früheren Schaffen auch bei anderen Gelegenheiten den Weg des geringsten Widerstandes gegangen und hat sich mit fremden Federn geschmückt.


    3. Aus seinen verschiedenen Erklärungen kann man nicht ableiten, dass er vorher von nichts wusste. Vielmehr waren das typische Reaktionen eines Ertappten. Erst alles abstreiten, dann nur das zugeben, was nachweisbar ist.