Beiträge von MTT

    Zitat

    Original geschrieben von *Hirschi*
    Und fast jeder kennt auch mehrere, die erst aufstehen, wenn "Vera am Mittag" anfängt, und die darüber gar nicht traurig sind!:rolleyes:



    Ich kenne ja Deine Bekanntenkreis nicht, bei mir ist das aber nicht so. :rolleyes:



    Solche Aussagen halte ich für billige Polemik, denn die - nachgewiesenermaßen - große Mehrheit aller Arbeitslosen will wirklich arbeiten und sucht verzweifelt einen Job.


    Die These - die tatsächlich auch von mir Bekannten vertreten wird - daß die Arbeitslosen ja mehrheitlich arbeitsscheues Gesindel seien und jeder auch Arbeit finde, wenn er nur wolle, ist heutzutage völliger Bullshit, wenn man sich erst einmal mit Betroffenen unterhalten oder in ARGEs umgesehen hat. :rolleyes:




    :) MTT :)

    Jemand, der mir aus dem Herzen spricht.


    Danke, Blauer. :)




    Es ist absolut scheinheilig, daß man jetzt seitens Siemens versichert, so sei das mit BenQ nicht vereinbart worden und natürlich nie geplant gewesen und nun sogar "rechtliche Schritte" gegen BenQ prüfe.


    Aber natürlich, niemals nicht, liebes Siemens-Management... das sind alles die skrupellosen BenQ-Manager in Asien schuld... :rolleyes:





    :) MTT :)

    Ich kann mich Almeydas Position leider nicht anschließen.


    Dass Unternehmen im globalen Wettbewerb operieren, ist allseits bekannt und nichts Neues.


    Wenn der Kündigungsschutz tatsächlich gelockert würde, würden die Großkonzerne noch mehr Personal entlassen, um die Gewinne zu steigern.


    Wir reden i.d.R. ja nicht davon, daß es den Unternehmen so schlecht ginge, dass sie vor der Insolvenz stünden.
    Sondern die Unternehmen selbst wollen immer mehr Gewinn, teilweise auch gesteuert durch die Beteiligung von ausländischen (Hedge-) Fonds.



    Es kann aber nicht sein, daß Großkonzerne wie Siemens Personal abbauen, nur um die eigenen Gewinne (und die Vorstandsgehälter) zu maximieren.
    Unternehmen haben auch eine soziale Verantwortung und haben die gesellschaftliche Verpflichtung, Arbeitsplätze zu schaffen / zu erhalten.


    Und Unternehmen, die diese Verantwortung mit Füßen treten bzw. gezielt und mit voller Absicht Arbeitnehmer "freisetzen", nur um Gewinne zu maximieren, sollte man / werde ich so gut wie möglich boykottieren.


    Die "Siemens-Methode" ist dabei - wie ich schon schrieb - die wohl moralisch fragwürdigste, subtilste und dreisteste Methode, sich Arbeitnehmern zu entledigen, ohne sich direkt dafür verantwortlich machen lassen zu müssen. :rolleyes:



    :) MTT :)




    PS: tomcat - wir sprechen hier von Siemens / BenQ - und hier ging es weniger um Subventionen, als vielmehr darum, dass seitens der Beschäftigten noch Zugeständnisse gemacht wurden, was ihnen nichts gebracht hat.

    Ich meine hier aber nicht generell (deutsche) Unternehmen, die Arbeitsplätze ins Ausland verlagern bzw. dort produzieren lassen,
    sondern Unternehmen, die - wie hier - gezielt Firmenteile ausgliedern und verkaufen, um diese anschließend in die Insolvenz führen zu lassen und Arbeitnehmer loszuwerden.


    Das ist eine neue Dimension des skrupellosen Personalabbaus, bei dem sich das betreffende Unternehmen nicht einmal mehr selbst die Finger schmutzig machen will / muß. :mad:





    :) MTT :)

    Hallo zusammen,


    der Thread-Titel mag zunächst reißerisch klingen und wer mich kennt, wird sich vielleicht etwas wundern.



    Ich bin jedoch der Auffassung, dass die Verhaltensweisen der Siemens AG (und deren Handlanger BenQ), die derzeit auf enorme Kritik stoßen, vom Verbraucher entsprechend beantwortet werden sollten.



    *[Hintergrund: Nach derzeitigem Kenntnisstand hat sich die Siemens AG durch den Verkauf der Handysparte an BenQ samt monetärem Goodie offenbar gezielt aus der Verantwortung für ihre Angestellten gezogen und es BenQ überlassen, die ungewollten und zu teuren deutschen Arbeitnehmer loszuwerden.
    Vgl. z.B. auch spiegel.de o.ä.]



    Denn weder Arbeitnehmer, noch Gewerkschaften oder Politik können ein Umdenken bei Großkonzernen wie Siemens erzwingen, selbst juristische Nachspiele werden i.d.R. aus der Portokasse erledigt.


    Nur der Verbraucher kann hier adäquat reagieren und - vgl. Shell und die BrentSpar (gleich, ob nun berechtigt oder nicht) - Konzerne zum Umdenken bringen, wenn diesen die Absatzmärkte wegbrechen und die Herstellung einer breiten Öffentlichkeit massive Imageschäden verursacht.



    Was kann der Einzelne also tun?


    Er sollte sich ganz gezielt entscheiden, welche Produkte wessen Herstellers er kauft. Denn es ist etwa im Falle Siemens nicht so, dass es keine Alternative zu deren Produkten gäbe oder die Produkte übertrieben preiswert wären.


    Dann gibt es eben kein Speedport W700V Modem, das von Siemens hergestellt wird, sondern ein anderes.
    Dann wird der Staubsauger oder die Waschmaschine eben von Miele oder Philips,
    das Festnetztelefon von Samsung oder Alcatel gekauft.
    TFT-Bildschirme gibt es auch von Samsung oder Videoseven etc., und es muß nicht unbedingt ein BenQ sein.



    Ich möchte jetzt nicht so weit gehen (diese Diskussion hatten wir bereits), nur noch deutsche Produkte zu kaufen - dennoch sollte man sich im Vorfeld einer Kaufentscheidung auch überlegen, welches Verhalten der Hersteller (z.B. in Deutschland) in der Vergangenheit gezeigt hat.



    Dieser Thread soll eben kein dumber Aufruf zum Boykott von Siemens sein, sondern vielmehr jedem einzelnen aufzeigen, daß er es in der Hand hat. Im Gegensatz zu Discountern ist niemand gezwungen, Siemens-Produkte zu kaufen - und erst recht keine BenQ-Produkte.



    Ich jedenfalls werde um Produkte der Firma Siemens und BenQ einen weiten Bogen machen.


    Es bleibt zu hoffen, dass diesem Beispiel andere folgen und für sich selbst die notwendige Konsequenz ziehen werden.


    Ich würde mich freuen, wenn wir in diesem Thread sachlich diskutieren würden. :)



    :) MTT :) **




    **, der es unerträglich findet, wie sich das Management von Siemens bislang ungestraft verhält.

    Ich vermute, Du hast ein Komplettpaket abgeschlossen, das einen Resale-DSL-Anschluß ("T-Online DSL") beinhaltet.


    Und solche Pakete haben 3 Monate Kündigungsfrist und sind nicht entkoppelt zu kündigen, sprich: Wenn das Paket gekündigt wird, fällt auch der DSL-Anschluß weg, da Du sämtliche Leistungen von T-Online bezogen hast.




    :) MTT :)