Beiträge von scaleon

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    Original geschrieben von Spacko007
    Absolut richtig, die Deutschen scheinen eher hinter dem Mond zu leben und die Verkäufer/innen haben irgendeine besondere Stellung in der Gesellschaft.


    Naja, die Verkäuferinnen waren bis zur Lockerung des Ladenschlussgesetzes sehr verwöhnt und mit Arbeitszeiten wie für einen Bürojob: Von 8.00-18.00 Uhr. Und jetzt sowas... :D

    polli


    Also ich denke sehr wohl dass das individuell gehandhabt wird. Denn zum einen gibt es Filialen (ob im Bahnhof + So + Feiertag) oder anders hochfrequentierte -der Umsatz/Warenverkauf ist enorm, da muss einfach anders geliefert werden. Mit für jede Filiale 2 Paletten oder so ist es nich getan -da hat man den Umsatz schon im Auge. Auf der anderen Seite muss man doch sehen können welche Filiale wirtschaftlich arbeitet um ggf. Potenziale zu erkennen. Für jede Filiale (gleich viel oder gleich wenig geliefert) macht doch ökonomisch gar keinen Sinn, denn daraus kann man nichts ablesen.


    Ich denke eher, dass das letzte Glied in der Kette -nämlich die Verkäuferinnen vor Ort- bewußt die Augen zudrücken und es nicht weitergeben um sich damit Arbeit (Regale befüllen danach verkaufen, Kartons weg räumen) zu ersparen. Es wird ähnlich wie hier im Thema alles als absolute Einzelfälle abgetan und die Grundversorgung stimme ja. Die mittlere Führungsebene möchte die schlechte Nachricht ihrerseots nicht weiter nach oben bringen da sie dann selbst dafür einstehen müßten und so können alle Beteiligten offenbar noch gut mit dieser Situation leben -denn die Umsätze als ganzes stimmen wohl.


    Ich bin mir zu 100% sicher, dass Verantwortliche die diese Missstände sehen wollen -auch sehen werden..

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    Original geschrieben von horstihorsthorst
    Aber das was du hier beschreibst passiert doch beim Joghurt genau so.



    Nein, eben nicht. In einem Karton (6 x 4= 24?) wird zum gleichen Anteil eine Sorte reingepackt und offenbar geht man hier von gleicher Kaufwahrscheinlichkeit aus. Diese stimmt jedoch nicht, da oft in verschiedenen Filialen nur (!) die eine Sorte ausverkauft ist. Solche Situationen können also nicht auf die eine oder andere Naschkatze zurück zu führen sein, sondern stellen schlicht logistische bzw. Lieferprobleme da.


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    Original geschrieben von horstihorsthorst
    Ich habe dich so verstanden, dass du für jede einzelne Filiale diese Mischung im Karton anpassen willst. Das wäre aber einfach zu viel Aufwand.


    Ja, du hast mich schon richtig verstanden -denn genau das erwarte ich! Salopp gesagt bietet ein Supermarkt/Discounter nur eine begrenzte Auswahl (ich sage mal 4 Sorten) vom gleichen Hersteller und diese 4 Sorten muß man nur in 4 Kundenprofile steuern: 1 Profil mehr Erdbeere, 1 Profil mehr Himbeere, 1 Profil mehr Maracuja und 1 Profil mehr Kirsche z.B.


    Hat man also einmal unterschiedliche "Packungsgrößen", so kann man die entsprechend verteilen. Ein Hersteller (z.B. Bauer) liefert ja nicht eine 1/2 Palette für die eine Filiale in XYZ, sondern liefert vollgepackte Paletten die dann im Händler-Lager je nach Bedarf und Tour auf das Lieferfahrzeug geladen werden.


    P.S. Übrigens lief diese Woche eine Doku über die Aldi Brüder und darin war eine Szene, wo der Theo beim Gang auf die Toilette einen seiner Manager dort vor traf und beim trocknen seiner Hände am Händetrockner sinngemäß sagte: Der Trockner läuft zu lange, wenn er 3sek früher ausschalten würde wären das xyz Minuten am Tag, im Monat, im Jahr. Theo würde sich heute also im Grabe umdrehen, wenn er feststellen müßte dass er 3x so viel verkaufen könnte wie die Kunden kaufen würden.



    ....und ich dachte bei TT sind alle BWLer... :D

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    Original geschrieben von horstihorsthorst
    Aber während in Filiale A der Kirschjoghurt besser läuft, kann es in Filiale B der Pfirsichjoghurt sein und Filiale C wieder eine andere Sorte.


    Ja sicher! Das nennt man dann aber kommissionieren -was bereits der Hersteller vornehmen kann.


    P.S. Abgesehen davon MUSS man sortieren, denn nicht alle Filialen führen das gleiche Angebot -bedingt durch Flächengröße, Wohnumfeld, Kunden usw.



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    Original geschrieben von horstihorsthorst
    Daher wird für alle Filiale ein Mischkarton gefüllt. Das würde anders nicht funktionieren.


    Warum sollte es nicht funktionieren? Bei Marken-Margarine fällt auf, dass im Mischkarton unproportional gefüllt wurde -d.h. die normale Margarine ist am meisten drin, dann etwas weniger die Light-Margarine und zum Schluss nur 2-3 Stück von der Ultra-Light-Margarine. Man geht hier also von einer gewissen Kaufwahrscheinlichkeit aus -beim Gießkannenprinzip dagegen wird völlig am Kunden vorbei geliefert. Und dann wundern wir uns wieso so viele Lebensmittel wegen des MHD in den Müll geworfen werden... :(

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    Original geschrieben von polli
    Auf der einen Seite hast du recht, auf der anderen ist es so dass die für Filiale 4711 zusammengestellte Spezialbestellung (weil in dieser scaleon ständig die Kirschjoghurts in Massen weg kauft ;) ) nicht durchs System geschleust werden kann.


    Ist doch Quatsch -jede Bestellung ist individuell. Die Sortimentwahl im Karton des Herstellers ist doch kein Naturgesetz, sondern so wie er die Anlage programmiert hat. Dass scaloen's Kirschjoghurts im System erfasst werden, siehst du sehr schön am Kassenbon wo die entsprechende Geschmacksrichtung festgehalten wird. D.h. also im Umkehrschluss, dass schon bei der Herstellung/Verpackung der Strichcode eine entscheidene Rolle spielt -sonst müßte ja auf den Kassenbon schlicht "Joghurt" stehen. Ohne Fettgehalt, ohne Geschmacksrichtung, ohne Füllmenge usw.

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    Original geschrieben von mws55
    Hase, bei Milchprodukten im Besonderen wird meist in Trägern geliefert.


    Ja und? Es ist doch immer eine willkürliche Zusammensetzung, die der Hersteller vornimmt. Würden die unterschiedlichen Zusammensetzungen in unterschiedlichen Bestell-Nr. erfasst, so könnte der Händler entsprechend bestellen. Es wird ja ohnehin alles vollautomatisch bestückt, Hase.

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    Original geschrieben von shelter
    Und sobald der Yoghurt mal schneller leer ist, als üblich, wird ganz im Sinne der Effizienz außerplanmäßig ein Lastwagen zur Nachlieferung losgeschickt... oder wie? ;)


    Natürlich! :cool:


    Auch wenn du das lustig findest -das ist das A und O eines jeden Vertriebes: Schauen welches Produkt mehr als andere von den Kunden angenommen wird und entsprechend für Vorrat sorgen.


    Lieferungen erfolgen doch in der Regel für eine bestimmte Filiale -so kann also schon beim Lieferanten eine bestimmte Bestückung im Karton (um bei Joghurt zu bleiben) bestellt werden, d.h. 10x Himbeere statt der üblichen 5x usw usw. Bei anderen Artikeln verhält es sich genau so.


    P.S. Abgesehen von den ganzen EDV-Systemen die den Bestand und Verkauf erfassen -wissen doch alle Filialmitarbeiter was Sache ist da sie ständig von Kunden nach den fehlenden Produkten gefragt werden. Ferner sehen sie jedes mal beim Befüllen der Regale welcher Artikel ganz gefehlt hat.

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    Original geschrieben von rasputin
    Die Erfahrungen einiger, dass regelmäßig Standardprodukte ausverkauft sind, kann ich nicht teilen. Ich kaufe regelmäßig bei Rewe, Edeka und Netto ein (in Baden-Württemberg) und dort kommt es höchst selten vor, dass das von mir Gewünschte nicht verfügbar ist.


    Naja, vielleicht hast du ja Glück nur solche Standardprodukte zu bevorzugen die andere woanders kaufen. Wie du siehst kommen wir hier alle aus unterschiedlichen Regionen aber fast jeder kann berichten dass dies oder jenes in seinem Markt gefehlt hat. Meine Erfahrungen beziehen sich natürlich nicht nur auf eine Kette und auch nicht auf ein Bundesland(!). ;)

    Naja, diese Ausverkauft-Geschichte kann ich echt nicht verstehen. Die Kassen erfassen über den Strichcode wirklich alles (streite mich oft mit Kassierinnen wenn ich 6 Becher mit 3 Sorten Joghurt der gleichen Firma zum gleichen Preis kaufe, SIE aber jede Sorte extra einscannen will -damit ja nicht mein Geschmack ein Geheimnis bleibt) -aber der Bestand im Regal interessiert offenbar niemanden. In Zeiten von Internet und Intranet müßte doch alles in der Zentrale am Bildschirm des Vertriebs blinken, wenn in Filiale XY nur noch 5 Artikel liegen. Wie kann es sein, dass die Nachfrage/Bestand nicht minütlich kontrolliert wird?


    Das ist völlig absurd und eher für Nordkorea typisch. Aber doch nicht in Deutschland....?

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    Original geschrieben von Action Andy
    Mit Angebotsartikeln meinte ich übrigens nicht nur Aktionsware (nur zeitlich begrenzt) sondern einfach nur im Preis reduzierte Artikel.


    Das ist alles noch viel, viel, viel schlimmer. Denn über fehlende Wochenangebote rege ich mich längst nicht mehr so auf, sondern eher über fehlendes Standard-Sortiment (normaler Preis, fast nie im Angebot) und es fehlt TROTZDEM! Beispiele? Brötchen bei Netto meist um 11.00 schon ausverkauft danach wird nur sporadisch was gebacken, Schoko-Vanille-Eis (6x Hörnchen a 120ml zu 1,39€) sowohl bei Lidl als auch bei Netto meist ausverkauft, Orangen-Limo bei Netto (mit dem Hund) 50:50, diverse Tiefkühlprodukte Edeka, Joghurt Mild 1,5% 500gr Becher sehr oft ausverkauft Lidl.


    Das alles sind reguläre Produkte aus dem Standard-Sortiment(!) die sehr oft fehlen. Ich merke es auch an mir selbst dass ich hamstere, denn ich kaufe nicht was ich gerade brauche, sondern was da ist. Armes Deutschland...


    P.S. Hier müssen in den Konzernen einfach Köpfe rollen, wenn man schon die Grundversorgung nicht gewährleisten kann. :flop: