Beiträge von little-endian

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    Original geschrieben von NRWTom Würde eher sagen, der Kunde hat einen Vorteil davon, weil er den Dienst entsprechend unlimitiert nutzen kann.


    Ich sehe da kein Problem


    Ich schon, da die Entwicklung hier meines Erachtens in die völlig falsche Richtung geht.


    Da werden Zug um Zug immer mehr Dienste von der Zählung des Datenvolumens ausgenommen - man scheint den eigenen Netzen also offenbar plötzlich ausreichende Kapazitäten zu unterstellen (dass das Argument der drohenden Netzüberlastung seit jeher vorgeschoben war, sollte jedem mit nur ein wenig Technikaffinität schon lange vorher klargewesen sein, denn das Thema "Gerechtigkeit" ließe sich ideal über Prioritätsklassen statt stupider Drosselung lösen).


    Vermarktet werden ansonsten aber mit Ausnahme des in dieser Hinsicht schon als fortschrittlich anzusehenden Tarifs "o2 free" weiterhin ausschließlich Tarife, deren klägliche Freivolumina sowie anschließende radikale Drosselung in keinem vernünftigen Verhältnis mehr zu den beworbenen Maximaldurchsatzraten stehen.


    Nachdem Flatrates zu realistischen Preisen (die es mit Base und Moobicent ja durchaus gab, man erinnere sich) weiterhin auf sich warten lassen, sind die "neutralen" 1 Mbps für mich eher ein Schritt in die richtige Richtung als das ganze Stream-On-Gedöns.

    Ergänzung


    Das "kein Telefoniedienst-Thema" in Japan lässt sich mittlerweile auch ohne Voice SIM dadurch umgehen, indem man einen Tarif bucht, der immerhin SMS erlaubt. Effektiv hat man dann wohl das, was man bei uns als reine "Datenkarte" eigentlich immer bekommt. Dafür dann schon wieder 200-300¥ pro Monat extra zu verlangen, finde ich zwar aus Prinzip frech, aber bei kurzem Japanaufenthalt lässt sich das wohl verschmerzen und so manche Unwägbarkeit umschiffen, sofern man sich nicht sicher ist, wie doof sich das eigene Handy ansonsten anstellen wird.

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    Original geschrieben von el murcielago ich fliege im Mai 2018 nach Japan.


    Na das nenne ich Planung im Voraus. ;)


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    Original geschrieben von el murcielago Aufgrund der rechtlichen Lage, darf ich als nicht in Japan registrierter/lebende Person keine Voice-Karten (auch im Prepaid!) erwerben.


    Der unendlich schwachsinnigen Lage, bitteschön. Wobei auch die undurchsichtig bleibt, nachdem es ja nunmehr durchaus einiges an Rental-Gedöns für Touristen geben soll.


    Aber was habe mich vor Jahren als "dummer Touri" noch über den japanischen Mobilfunkmarkt aufgeregt und nun, da ich den "residency status" innehabe, würde ich eine "voice enabled SIM" gar nicht mehr wollen. Die Gründe:


    1. auch 2017 noch völlig überteuerte Gesprächsminutenpreise


    2. kuriose "cancellation fees" in Höhe von gerne knackigen 8000¥ plus Mehrwertsteuer bei etwaiger zu früher Kündigung


    3. höhere Grundgebühr für etwas, was man am Ende meist kaum noch nutzt


    4. extra Papierkram aufgrund idiotischer Gesetzgebung


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    Original geschrieben von el murcielago Habt Ihr Tips, ob es Prepaidanbieter gibt (in/aus Deutschland oder international, bei denen man 3 SIM-Karten mit bezahlbaren Preisen für die Telefonie und Datennutzung erwerben kann?


    Durchaus, ja. Wenn man bedenkt, dass viele Läden vor Ort wie Yodobashi Camera oder Bic Camera stolze 3000¥ für SIM-Karten-Starterpakete verlangen, ist der von CBS2 vorgeschlagene Deal, bei dem die SIM-Karte anscheinend inklusive ist, bereits sehr gut, sofern man die Datenmenge braucht.


    Wenn nicht, kann ich OCN empfehlen, deren SIM-Karten bei Amazon meist sehr günstig zu erwerben sind. Zu dem Preis hinzu kommt ein nunmehr leider eingeführtes Aktivierungsentgelt von gut 400¥ plus monatlich 972¥ für reinen Internetzugang mit 110 MB/Tag ohne Drosselung, aber auch dann nicht gerade irrsinnig performant, muss man sagen (danach 200 kbps ohne weitere Einschränkungen). Gibt natürlich noch andere Tarife und auch andere Karten, Mineo soll ebenfalls sehr gut sein und flotter im Durchsatz*, wobei OCN aufgrund der geringen Erstbeschaffungskosten insbesondere bei kurzer Nutzung ganz interessant ist.


    * der aufmerksame Techniker wird nun stutzen, nutzen doch fast alle MVNOs in Japan dasselbe Netz (NTT DoCoMo). Tun sie, allerdings auch offenbar fast immer eigene APNs und eigenem Routing, also eher vergleichbar mit Lebara hierzulande, die zwar die Mobilfunkmasten mitnutzen, im Festnetz dann jedoch ihr eigenes Ding machen.



    Da OCN letztlich nach Aktivierung ein Laufzeitvertrag mit hinterlegter Kreditkarte ist, kündigen nicht vergessen (monatlich ohne fiese Entgelte möglich).


    Telefonie via VoIP über jedwede Messenger oder SIP problemlos und in (sehr) guter Qualität möglich. Selbst in Sachen Erreichbarkeit unter einer japanischen Rufnummer gibt es die kostenfreie Lösung namens SmartIP. Daher auch mein Resümee: Sprach-SIM-Karten wird, bis die Deppen ihr Gesetz geändert haben, kein Mensch mehr brauchen.


    Generell erlauben fast alle MVNO-Karten in Japan auch LTE-Zugang (also nicht so behindert wie bei uns). Allgemein muss jedoch auch festhalten, dass die maximalen Durchsatzraten meiner Erfahrung deutlich geringer sind, was wiederum gewissermaßen durch eine sehr gute Abdeckung in der Fläche versüßt wird.


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    Original geschrieben von CBS2 Da die Telefoniefunktion nicht gegeben ist, das Handy sich aber aufgrund der funktionierenden SIM einbuchen möchte und dies eben nicht funtioniert, ist es faktisch auf dauersenden gestellt und zieht den Akku leer wie nichts und wird warm bis heiß. Dies betrifft NICHT alle Androids, aber das Problem ist bekannt und kann mit dem Schlagwort "Cell Standby" ergoogelt werden.


    Das kann ich aus leidvoller Erfahrung bestätigen. Mein S2 damals war 2010 für die extra in voller Vorfreude vorbestellte b-mobile SIM völlig zu blöd und gar nichts ging. Inzwischen sieht es bei neueren Android-Versionen (>= Lollipop) deutlich besser aus, auch wenn je nach Modell immer noch oft keine Verbindung, keine Balken oder Signalstärken von -113dB angezeigt werden, was natürlich Unfug ist. Letztlich natürlich eine peinlich schlechte Implementierung, wobei man sich in Japan auch einfach an Standards halten und bei Anrufversuchen eine gnädige Ansage mit Fehlermeldung schalten könnte. Ein weiterer Nebeneffekt ist nämlich, dass sich noch nicht einmal Notrufe absetzen lassen (S7+OCN Combo). Selbst im Roaming mit deutscher SIM-Karte kommt bei Einbuchung via Vodafone/Softbank allen Ernstes die Ansage, man möge diesen bitte von einem anderen Handy oder einer Telefonzelle absetzen. In Japan kann man überspitzt formuliert im Ernstfall also verrecken, nur weil man den falschen Tarif hat.



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    Original geschrieben von CBS2 Des Weiteren muss das Handy als Roaming erlaubtes Handy bei Docomo bekannt sein


    Diesen Hinweis verstehe ich nicht so ganz - was hat Roaming denn mit dem Endgerät zu tun, noch dazu bei Nutzung einer lokalen SIM-Karte? Wäre nett, wenn du das näher ausführen könntest. :)

    Hallo mober,


    fünf Gretchenfragen:


    1. Was passiert, wenn man im Bestellprozess spitzfinding "400 Cable" wählt, obwohl laut Verfügbarkeit "nur" "200 Cable" verfügbar sind? Das Cashback ist hier ja etwas höher und das "Downgrade" auf 200 wäre ja sozusagen dann im Nachgang Vodafones eigenem "Unvermögen" geschuldet, das zu liefern. Kriegt ihr ob des guten Willens dann dennoch die höhere Provision?


    2. Ließe sich bei Abschluss des Deals von 400 respektive 200 Cable noch was draufpacken als "TT-ler"? Immerhin habt ihr da ein entzückendes Feld für weitere Gutscheine vorgesehen. :)


    3. Wie lange dauert die Schaltung erfahrungsgemäß ab Auftragseingang? Bräuchte den Anschluss quasi "gestern".


    4. Lässt sich der Papierkram elektronisch aus der Ferne erledigen oder sind da tote Bäume hin und herzuschicken? Bin nämlich gerade im Ausland.


    5. Lassen sich die Zugangsdaten für die Festnetzflat via VoIP frei nutzen (etwa von Handy via SIP-Client aus)?


    Grüße
    le

    sparfux:


    Noch jemand, der es genau wissen will, sehr schön. :)


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    Original geschrieben von sparfux Da die Zeitpunkte der Kursstellung bei revolut und den anderen KK ganz andere sind, ist ein Vergleich so nur schwer möglich.


    Das ist richtig, wobei es zumindest in Japan das interessante Phänomen gibt, dass via Revolut sämtliche Umsätze in USD angefragt werden und so abweichend von der normalerweise in Echtzeit erfolgenden Kursstellung analog zu sonstigen Karten der Buchungszeitpunkt entscheidend ist. Das mit den USD hat entgegen meiner Befürchtung nichts mit DCC zu tun; gebucht wird letztlich in JPY, so wie es sein soll.


    Ungeachtet dessen scheint sich die DCC-Krankheit nun auch in Japan ausgebreitet zu haben, wobei der Kunde hier immer noch Kaiser ist und höflich vorher gefragt wird. Also genau so, wie DCC - wenn überhaupt - ablaufen sollte.


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    Original geschrieben von sparfux Noch was interessantes am Rande: Eine DCC-Nepp-Abfrage kam einzig bei der Advanzia an diesem Geldautomaten. Bei den anderen (revolut, N26 und DKB-Visa) lief die Abhebung einfach so durch, ohne versuchtem DCC-Nepp. Interessant, dass das Verhalten bei verschiedenen KK unterschiedlich ist.


    Das ist allerdings interessant. Ebenfalls interessant wäre, ob es dann auch Automaten gibt, bei denen die Advanzia so "durchgeht" und stattdessen bei einer anderen gefragt wird.


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    Original geschrieben von sparfux Diese Fremdwährungskurse bleiben wohl weiter ein Mysterium, speziell bei Mastercard:


    [...]


    Bei VISA stimmen die Kurse genau überein (VISA Geldkurs bei First Data). Bei Mastercard hingegen ist das etwas problematischer: Zum einen scheinen die Kurse bei First Data im Vergleich zu den Angaben direkt bei Mastercard um einen Tag nach hinten geschoben zu sein. Zum anderen zeigt First Data auch am Wochenende Kurse an (bzw. da 1 Tag verschoben dann für Sonntag und Montag - für beide Tage der gleiche Kurs), die es bei Mastercard überhaupt nicht gibt.


    Es wird noch kurioser, denn es scheint nicht nur die Abweichung mit diesem einen Tag Versatz bei MasterCard zu geben, sondern auch bei manchen speziellen Währungen wie BAM, bei denen man bei MasterCard direkt, Firstdata und Pluscard völlig unterschiedliche Werte erhält.


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    Original geschrieben von sparfux Bei N26 kann ich keinen Mastercard-Kurs genau zuordnen. Es stimmt um den Transaktionstag kein Kurs (gerundet) auf den Cent genau. Es wurde ja im N26-Thread schon gemutmaßt, dass Wirecard nicht mit den Mastercard-Kursen abrechnet.


    Angeblich doch. Ich wollte das vor Kurzem aus Anlass eines ziemliche miesen EUR/JPY-Kurses bei meiner Abhebung genauer wissen und habe entsprechend bei deren Support nachgehakt.


    Allgemein sei hierbei auf meinen
    "Fremdgehthread" bei vielfliegertreff verwiesen.


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    Original geschrieben von sparfux Advanzia schneidet am besten ab. User little-endian hat ja im Advanzia Thread schon geschrieben, dass sich bei Barabhebungen meist keine Mastercardkurse zuordnen lassen können.


    Ja, was eventuell an der Echtzeit-Kursabfrage analog zu N26 liegen mag. Advanzia verwendet leider nur stur den Textbaustein, es würden die "MasterCard-Kurse" (ja, welche denn nun?) 1:1 weitergegeben. Vermutlich stimmt das sogar, siehe Auskunft des N26-Supports.


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    Original geschrieben von sparfux Die DKB-VISA schneidet, wie es nach der Empirik zu erwarten war, am schlechtesten ab.


    "Dummerweise" gab es jedoch auch schon Zeiten, in denen VISA bei einigen Währungen besser war. Eine klare Regel gibt es da leider nicht. So empfiehlt sich etwa in Japan für Maximierer durchaus für Bargeldabhebungen noch die Comdirect VISA, da die vielgescholtenen Commerzbank-Kurse bei EUR/JPY nämlich oft ganz gut sind.