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Original geschrieben von el murcielago ich fliege im Mai 2018 nach Japan.
Na das nenne ich Planung im Voraus. 
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Original geschrieben von el murcielago Aufgrund der rechtlichen Lage, darf ich als nicht in Japan registrierter/lebende Person keine Voice-Karten (auch im Prepaid!) erwerben.
Der unendlich schwachsinnigen Lage, bitteschön. Wobei auch die undurchsichtig bleibt, nachdem es ja nunmehr durchaus einiges an Rental-Gedöns für Touristen geben soll.
Aber was habe mich vor Jahren als "dummer Touri" noch über den japanischen Mobilfunkmarkt aufgeregt und nun, da ich den "residency status" innehabe, würde ich eine "voice enabled SIM" gar nicht mehr wollen. Die Gründe:
1. auch 2017 noch völlig überteuerte Gesprächsminutenpreise
2. kuriose "cancellation fees" in Höhe von gerne knackigen 8000¥ plus Mehrwertsteuer bei etwaiger zu früher Kündigung
3. höhere Grundgebühr für etwas, was man am Ende meist kaum noch nutzt
4. extra Papierkram aufgrund idiotischer Gesetzgebung
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Original geschrieben von el murcielago Habt Ihr Tips, ob es Prepaidanbieter gibt (in/aus Deutschland oder international, bei denen man 3 SIM-Karten mit bezahlbaren Preisen für die Telefonie und Datennutzung erwerben kann?
Durchaus, ja. Wenn man bedenkt, dass viele Läden vor Ort wie Yodobashi Camera oder Bic Camera stolze 3000¥ für SIM-Karten-Starterpakete verlangen, ist der von CBS2 vorgeschlagene Deal, bei dem die SIM-Karte anscheinend inklusive ist, bereits sehr gut, sofern man die Datenmenge braucht.
Wenn nicht, kann ich OCN empfehlen, deren SIM-Karten bei Amazon meist sehr günstig zu erwerben sind. Zu dem Preis hinzu kommt ein nunmehr leider eingeführtes Aktivierungsentgelt von gut 400¥ plus monatlich 972¥ für reinen Internetzugang mit 110 MB/Tag ohne Drosselung, aber auch dann nicht gerade irrsinnig performant, muss man sagen (danach 200 kbps ohne weitere Einschränkungen). Gibt natürlich noch andere Tarife und auch andere Karten, Mineo soll ebenfalls sehr gut sein und flotter im Durchsatz*, wobei OCN aufgrund der geringen Erstbeschaffungskosten insbesondere bei kurzer Nutzung ganz interessant ist.
* der aufmerksame Techniker wird nun stutzen, nutzen doch fast alle MVNOs in Japan dasselbe Netz (NTT DoCoMo). Tun sie, allerdings auch offenbar fast immer eigene APNs und eigenem Routing, also eher vergleichbar mit Lebara hierzulande, die zwar die Mobilfunkmasten mitnutzen, im Festnetz dann jedoch ihr eigenes Ding machen.
Da OCN letztlich nach Aktivierung ein Laufzeitvertrag mit hinterlegter Kreditkarte ist, kündigen nicht vergessen (monatlich ohne fiese Entgelte möglich).
Telefonie via VoIP über jedwede Messenger oder SIP problemlos und in (sehr) guter Qualität möglich. Selbst in Sachen Erreichbarkeit unter einer japanischen Rufnummer gibt es die kostenfreie Lösung namens SmartIP. Daher auch mein Resümee: Sprach-SIM-Karten wird, bis die Deppen ihr Gesetz geändert haben, kein Mensch mehr brauchen.
Generell erlauben fast alle MVNO-Karten in Japan auch LTE-Zugang (also nicht so behindert wie bei uns). Allgemein muss jedoch auch festhalten, dass die maximalen Durchsatzraten meiner Erfahrung deutlich geringer sind, was wiederum gewissermaßen durch eine sehr gute Abdeckung in der Fläche versüßt wird.
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Original geschrieben von CBS2 Da die Telefoniefunktion nicht gegeben ist, das Handy sich aber aufgrund der funktionierenden SIM einbuchen möchte und dies eben nicht funtioniert, ist es faktisch auf dauersenden gestellt und zieht den Akku leer wie nichts und wird warm bis heiß. Dies betrifft NICHT alle Androids, aber das Problem ist bekannt und kann mit dem Schlagwort "Cell Standby" ergoogelt werden.
Das kann ich aus leidvoller Erfahrung bestätigen. Mein S2 damals war 2010 für die extra in voller Vorfreude vorbestellte b-mobile SIM völlig zu blöd und gar nichts ging. Inzwischen sieht es bei neueren Android-Versionen (>= Lollipop) deutlich besser aus, auch wenn je nach Modell immer noch oft keine Verbindung, keine Balken oder Signalstärken von -113dB angezeigt werden, was natürlich Unfug ist. Letztlich natürlich eine peinlich schlechte Implementierung, wobei man sich in Japan auch einfach an Standards halten und bei Anrufversuchen eine gnädige Ansage mit Fehlermeldung schalten könnte. Ein weiterer Nebeneffekt ist nämlich, dass sich noch nicht einmal Notrufe absetzen lassen (S7+OCN Combo). Selbst im Roaming mit deutscher SIM-Karte kommt bei Einbuchung via Vodafone/Softbank allen Ernstes die Ansage, man möge diesen bitte von einem anderen Handy oder einer Telefonzelle absetzen. In Japan kann man überspitzt formuliert im Ernstfall also verrecken, nur weil man den falschen Tarif hat.
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Original geschrieben von CBS2 Des Weiteren muss das Handy als Roaming erlaubtes Handy bei Docomo bekannt sein
Diesen Hinweis verstehe ich nicht so ganz - was hat Roaming denn mit dem Endgerät zu tun, noch dazu bei Nutzung einer lokalen SIM-Karte? Wäre nett, wenn du das näher ausführen könntest. 