ZitatOriginal geschrieben von herbert1960
Naja, wenn die nichts liefern, ist das Betrug und dann habe ich gute Chancen, das Geld über die KK-Anbieter wieder zurückzubuchen.
nein, auch nicht in diesem Fall. Denn dann musst Du Anzeige wg. Betrugs gg. den Anbieter stellen und Dir von ihm das Geld holen. Die Kreditkartengesellschaft hat damit aber nichts zu tun.
Hier verstehen einige das Prinzip von Kreditkarten (bzw. Zahlungsarten im Allgemeinen) nicht:
Wenn Ihr mittels Kreditkarte bezahlt, bekommt der Händler diesen Betrag nach bestimmten Kriterien innerhalb weniger Tage bis zu mehreren Wochen später gutgeschrieben.
In der Regel reklamiert man ja seine KK-Abrechnung erst nachdem man diese erhalten hat. Im besten Fall für den Händler hat er dann schon sein Geld. Und selbst wenn nicht ist es für ihn intern schon "geblockt". Wenn man nun der Zahlung widerspricht bekommt man i.d.R. das Geld von der Bank welche die Kreditkarte ausgegeben hat (nicht Visa oder Mastercard, die leiten nur durch, nur Amex macht dies auf eigene Rechnung). Und diese wird sich mit Händen und Füssen sträuben Geld zu erstatten, auf welchem sie evtl. sitzen bleibt da das Geld erst wieder vom Händler eingetrieben werden muss.
Insbesondere da der KK-Anbieter seine Arbeit ja zu 100% erledigt hat besteht kein Anspruch auf Erstattung. Er hat die Zahlung ordnungsgemäss weitergeleitet, welche ja idR auch autorisiert war (siehe Securecode usw).
Das ist seine Aufgabe und auch seine Dienstleistung.
Evtl. Probleme muss man dann direkt mit dem Händler klären, da ist der Zahlungsweg aussen vor (bei Lastschrift besteht prinzipiell das gleiche Problem).
Sollte man das Geld trotzdem bekommen, ist das meist Kulanz oder die Bank hat nicht soviele Schadensfälle und da schlüpft das schonmal durch...
Grüße
PS: Das Prinzip ist, das der Zahlungsanbieter nur die Dienstleistung des Transports des Geldes zum Händler vom Kunden anbietet. Diese Arbeit wird bei jeder Zahlungsart ja hier erfüllt. Betrug o.ä. durch den Händler sind dann wieder mit ihm zu klären und der Zahlungsanbieter ist aussen vor zu lassen (ausser die Zahlung wurde nicht autorisiert (was aber ja meist der Fall ist)).
PPS: sicherlich gibt es Kreditkarten die eine Versicherung o.ä. für solche Fälle haben, aber diese ist meist nicht kostenlos sondern in der Jahresgebühr enthalten.