Mir liegt das Urteil zwar noch nicht im Volltext vor, aber der Tenor ist eindeutig: eine Tarifumstellung ist ohne Zustimmung des Kunden rechtswidrig. Schweigen ist keine Zustimmung. Schweigen ist noch nicht einmal eine Willenserklärung (bei Verbrauchern!). Prepaid ist lediglich ein Vertrag mit zeitlich umgekehrten Leistungs- und Gegenleistungspflichten, mehr nicht.
Warum sollte also für Vodaverföhnt etwas anderes gelten, als für jeden x-beliebigen Gas- oder Stromlieferanten. Dieser darf zwar eine Tariferhöhung machen, aber den Tarif wechseln darf der auch nur mit Zustimmung des Kunden.
Wo kommen wir denn in Deutschland hin, wenn ich morgen früh schon nicht mehr sicher sein kann, in welchem Stromtarif ich mich gerade befinde, wenn ich die Kaffeemaschine anmache? Und das alles nur, weil ich am Abend vorher nicht noch einmal im Internet nachgeschaut habe, ob für morgen ein Tarifwechsel vorliegt? Hallo? Gehts noch?
Vodafone verfährt hier nach meiner Meinung ganz klar in Wild-West-Manier ohne die geringste rechtliche Rückendeckung. Welche soll das auch sein? Es gibt keine, die so ein Verhalten billigen würde.