Zitat
Original geschrieben von ChickenHawk
mentlich einzeln aufzuzählen. Insofern steht Wikileaks da symbolisch für alle in der Kette.
Auch interessant:
Interpol setzt Wikileaks-Gründer auf Fahndungsliste
http://newsticker.sueddeutsche.de/list/id/1076593
Aber nicht wg. der Veröffentlichung von Dokumenten, sondern wegen Vergewaltigungsverdachts in Schweden.
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Das finde ich irgendwie sehr interessant. Ich kann mich dunkel erinnern, dass dieser Vorwurf nach der letzten Enthüllung von WikiLeaks aufkam. Der Haftbefejl wurde aber genau nach [URL=http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/0,1518,713051,00.html]einem Tag wieder aufgehoben weil unbegründet.[/URL] Ich finde es schon sehr befremdlich, dass genau zu diesem Zeitpunkt das Thema wieder aufgegriffen wird. Und nun selbstverständlich gleich mit Interpol.
Natürlich kann ich die Vorwürfe nicht auch wahr/falsch beurteilen, aber dem Eindrück eines gewissen "Geschmäckle" kann ich mich nicht verwehren (und ich bin ansonsten bestimmt kein Verschwörungstheoretiker :)).
Zu der eigentlichen Sache: Ich finde, es ist ein zweischneidiges Schwert. Den negativen Punkten, die hier im Thread ausgiebig diskutiert wurden, stimme ich zu (insbesondere, wenn Menschen ggf. in Gefahr gebracht werden). Auf der anderen Seite hat man (bzw. wohl eine Vielzahl der Bürger der "westlichen Welt") das Gefühl, dass insb. auch seit 9/11 die Regierungen bzw. einzelne Politiker intransparent ihr eigenes Süppchen kochen und damit gerade keine Rechenschaft in wichtigen Entscheidungen mehr vor dem von Ihnen zu vertreten Volk ablegen, obwohl sie gerade von diesem gewählt, legitimiert und auch bezahlt werden. Aus dieser Perspektive finde ich es nicht verkehrt, dass hier mal auf die Füße getreten wird und auch somit die Politik damit rechnen muss, dass nichts mehr unendlich geheim bleiben muss (und man sich ggf. auch dann entsprechend rechtfertigen muss). Insofern passen IMO auch keine LIDL Vergleiche oder ähnliches, weil dies privatwirtschaftliche Unternehmen sind, die keine besonderen Informationsverpflichtungen bezüglich der Öffentlichkeit haben (und sich letztlich "nur" an die Gesetze halten müssen; der Rest geht uns eigentlich nichts an; Was unsere Poiltiker "in unserem Namen" tun dagegen schon).
Wie gesagt, ein zweischneidiges Schwert.