In Artikel 3.12.7 des Technischen Reglements der FIA ist festgelegt, dass kein Karosserieelement, das bis zu 350 Millimeter hinter der Hinterachslinie liegt, höher als 175 Millimeter sein darf. Genauer gesagt heißt es, dass von unten kein Teil zu sehen sein darf, das diese Grenze überschreitet. Brawn, Toyota und Williams haben also einfach einen höheren Zusatzdiffusor im Diffusor geschaffen, der vom unteren Diffusor verdeckt wird. Legal? Ansichtssache.
Die FIA befindet diese Regelauslegung offenbar für legal - eine Meinung, der sich nun auch McLaren-Mercedes zähneknirschend anschließt: "Wir akzeptieren die Reglementsinterpretation der FIA. Demnach sind die bisher gezeigten Lösungen legal", so Mercedes-Sportchef Norbert Haug

Quelle: sport1.de
Flavio Briatore hat die Konkurrenz bei den Testfahrten genau unter die Lupe genommen. Drei Boliden sind laut dem Renault-Teamchef nicht regelkonform. Namen will er nicht nennen, doch es soll sich dabei um Toyota, Williams und Brawn GP handeln. Gerüchten zufolge soll das Team von Ross Brawn, das mit Bestzeiten bei den Testfahrten für Furore sorgte, beim Design des Diffusors noch radikalere Wege beschritten haben als Williams und Toyota.
Die beiden Teams zogen sich bereits vor Wochen mit ihrer Doppeldecker-Lösung den Groll der Konkurrenz auf sich. Ross Brawn konstruierte wie der Express berichtet, einen gebogenen Diffusor, der das Heck praktisch auf den Asphalt saugt. "Es gibt Teams, die sich strikt an das Reglement halten und Teams, die eine andere Herangehensweise haben", sieht Ferrari-Teamchef Stefano Domenicali das Fahrerlager gespalten. Nun sei die FIA gefragt. "Lasst uns hoffen, dass sie schnell und eindeutig reagieren", so Domenicali.