Außendisplay:

Das HB620T verfügt, wie könnte es für ein Klapphandy anders sein, über ein Außendisplay auf der Klappenoberseite. Das bläulich verspiegelte Display dient in erster Linie dazu eingehende Anrufe, SMS, Musiktitel, etc. anzuzeigen. Das Display ist bei allen Lichtverhältnissen gut lesbar, auch wenn es über eine sehr geringe Größe und Auflösung verfügt (und somit relativ wenige Textzeichen gleichzeitig angezeigt werden können). Wer dauerhaft über verpasste Events in Abwesenheit informiert werden möchte wird leider enttäuscht. Das Display des HB620T schaltet sich nämlich nach wenigen Sekunden permanent ab.
Es beherrscht also leider keine echte "Energiesparuhr", so wird weder die Uhrzeit noch werden verpasste Anrufe oder SMS dauerhaft angezeigt. Das ist insofern schade da man immer eine Taste drücken muss um die Beleuchtung zu aktivieren und zu schauen ob ein Anruf in Abwesenheit oder ähnliches stattgefunden hat.
Kamera:

Wie die Überschrift schon sagt bietet das Geräte eine integrierte Fotokamera. Die Kamera liefert eine maximale Auflösung von 2.0 Megapixeln, was schon seit einiger Zeit als Standard-Kameraauflösung im Mittelklassebereich zu sehen ist. Es lassen sich viele Dinge einstellen, u.a. die Helligkeit oder der Weißabgleich. Die digitale Zoomfunktion steht beim HB620T nur in den niedrigen Auflösungsstufen zur Verfügung, was aber sicherlich nicht tragisch ist das dies die Qualität der Bilder eh eher verschlechtern würde.
Gespeichert wird übrigens auf dem recht üppigen internen Speicher von 100 MB der sich auch problemlos durch microSDHC Speicherkarten erweitern lässt. Aber nun weiter im Test.
Es sind folgende Foto-Auflösungen verfügbar:
- 1600 x 1200 Pixel
- 1280 x 960 Pixel
- 320 x 240 Pixel (Hintergrund)
- 160 x 102 Pixel (Kontakt)
Wählt man die innenliegende Kameralinse (die ansonsten zur Videotelefonie genutzt wird) als Fotolinse, so reduziert sich die maximal mögliche Bildauflösung auf 640 x 480 Pixel. Während der Videoaufnahme über die "Innen-Kamera" steht maximal 320 x 240 Pixel zur Verfügung.
An Optionen hat das Gerät folgendes zu bieten:
- Größe (siehe oben)
- Gehe zu "Meine Bilder"
- Qualität (Superfein / Fein / Standard)
- Serienaufnahme (Eins / Drei / Sechs / Neun)
- Helligkeit (-2 bis +2)
- Weißabgleich (Automatisch / Tageslicht / Bewölkt / Kunstlicht / Fluoreszierend)
- Nachtmodus (Ein / Aus)
- Rahmen (Rahmen / kein Rahmen)
- Timer (3 / 5 / 10 Sekunden)
- Effekte (Aus / Schwarzweiß / Negativ / Sepia)
- Ton (Ton1 / Ton2)
- Speicher (Telefon / Speicherkarte)
- Spiegeln (Ein / Aus)
- Kamera (Innen / Außen)
Des Weiteren gibt es in der Bildergalerie die Möglichkeit der Bilderpräsentation wahlweise in Fenster- oder Vollbildmodus. Der Auslöser der Kamera ist übrigens entweder die zentrale Steuerkreuztaste oder aber die separate Kamerataste am Gehäuserand rechts. Kommen wir jetzt noch zur Bedienung im Kameramodus.
Die Anzeige und Auswahl der einzelnen Bildoptionen wird über eine Leiste an der Unterseite des Display gewerkstelligt. Um durch die Einstellungsoptionen zu blättern scrollt man quasi seitlich durch das Kameramenü und es öffnet sich jeweils eine Liste der möglichen Optionen. Insgesamt sehr übersichtlich und gut strukturiert.
Die Bildqualität ist als relativ durchschnittlich zu bezeichnen, bei guten Lichtverhältnissen kann die Kamera noch halbwegs überzeugen, bei schlechteren Lichtverhältnissen und im dunkeln kann man das Handy eigentlich schon fast in der Tasche lassen. Die Ergebnisse sind dann ziemlich verrauscht und in meinen Augen nicht wirklich brauchbar. Wie gesagt bei Tag ist die Kamera nichts desto trotz für den ein oder anderen Schnappschuss zu gebrauchen.
Videofunktion:

Mit den Kameras des LG HB620T kann man wie schon oben erwähnt nicht nur Fotos schießen, sondern auch Videos zwischen begrenzter (MMS) Größe und maximaler Speichergröße aufnehmen.
Die Video-Auflösung ist hierbei wahlweise:
- 320 x 240 Pixel
- 176 x 144 Pixel
- 128 x 96 Pixel
An Einstellmöglichkeiten hat man folgende Optionen:
- Größe (siehe oben)
- Gehe zu "Meine Videos"
- Qualität (Superfein / Fein / Standard)
- Helligkeit (-2 bis +2)
- Weißabgleich (Automatisch / Tageslicht / Bewölkt / Kunstlicht / Fluoreszierend)
- Nachtmodus (Ein / Aus)
- Dauer (MMS / 30 Sek. / 1 Min. / 2 Min. / 5 Min. / 60 Min.)
- Effekte (Aus / Schwarzweiß / Negativ / Sepia)
- Ton (Stumm / Ton)
- Speicher (Telefon / Speicherkarte)
- Spiegeln (Ein / Aus)
- Kamera (Innen / Außen)
Hier steht einem in jeder Auflösung die volle Digital-Zoomfunktion zur Verfügung, und auch die Helligkeit kann angepasst werden. Als Einstellungsmöglichkeit lässt sich dabei auch ändern, ob mit oder ohne Ton aufgenommen werden soll.
Die aufgenommenen oder selbst aufgespielen Videos im 3GP Format lassen sich über den integrierten Player wiedergeben. Die Bild- und Tonqualität ist ziemlich gut, selbst bei voller Lautstärke verzerrt der Lautsprecher nicht, allerdings könnte die Lautstärke ruhig etwas höher sein.
DVB-T Empfänger:

Das größte Highlight am LG HB620T ist zweifelsohne der integrierte DVB-T Empfänger. Für einen brauchbaren Empfang ist das Gerät mit einer ausziehbaren Teleskopantenne versehen worden, welche dann seitlich oben am linken Gehäuserand heraussteht. Die Antenne ist dreh- und schwenkbar um eine bestmögliche Empfangsposition zu gewährleisten.

Abb. TV-Modus
Den DVB-T Player startet man über die spezielle TV-Taste unterhalb des Displays. Beim erstmaligen Start wird man automatisch zur Sendersuche aufgefordert (das VHF III Band, also die Kanäle 5 - 12 (Very High Frequency) werden leider nicht unterstützt). Ist die 1-2 minütige Suchprozedur abgeschlossen kann der TV Empfang schon losgehen. Die Senderliste ist dabei in der Reihenfolge der Empfangskanälen sortiert und es lassen sich zur besseren Strukturierung Favoriten anlegen.
Der Empfang ist selbst mit eingezogener Antenne in einigen Regionen problemlos möglich. Für eine ruckelfreie und gute Wiedergabe empfiehlt es sich nichts desto trotz die ausziebare Antenne zu nutzen. Zur visuellen Unterstützung lässt sich in der Titelleiste der Empfangspegel und die Akkukapazität ablesen.
Die Optionen im Menü sehen wiefolgt aus:
- Fernsehkanäle
- Fernsehprogramm
- Radiokanäle
- Programdetails
- Favoriten anzeigen
- Zu Favoriten hinzufügen
- Kanal durchsuchen
- Einstellungen (Helligkeit / Informationen / Rufannahme TV Modus / SMS Anzeige)
Das Umschalten zwischen den einzelnen Kanälen geht erschaunlich schnell, so dauert es maximal 2-3 Sekunden bis der Kanal gewechselt ist. Das Bild selbst ist gestochen scharf, auch wenn das Display sicherlich ruhig eine Spur größer hätte ausfallen können. Zumindest ist das 2.0 Zoll Display im Querformat angeordnet, also quasi im 4:3 Format, sodaß größtenteils eine Vollbilddarstellung möglich ist. Je nach Sendung kann allerdings hier und da noch ein schwarzer Balken oben und unten entstehen.
Hier eine Übersicht der Sender die in NRW (Ruhrgebiet) empfangbar sind:
- Das Erste
- ZDF
- WDR Fernsehen
- ARTE
- 3sat
- PHOENIX
- ZDFinfokanal
- NDR Fernsehen
- mdr Fernsehen
- SÜDWEST Fernsehen
- EinsFestival
- ARD/ZDF-Kinderkanal KI.KA
- ZDFdokukanal
- RTL
- VOX
- RTL 2
- Super RTL
- Sat.1
- ProSieben
- Kabel 1
- N24
- CNN
- Eurosport
- VIVA
- Tele 5
Eine detailierte Übersicht der frei empfangbaren TV-Sender findet man unter http://www.ueberallfernsehen.de
Leider variiert die Anzahl der verfügbaren Sender je nach Stadt / Bundesland schon ziemlich gewaltig. Im Ruhrgebiet hat man eine ziemliche Fülle an TV-Sendern (ca. 30 Sender), in vielen Gebieten sind aber oft nur 8-10 öffentlich-rechtliche Sender verfügbar. Hier lohnt also definitiv ein Blick auf die Internetseite, falls man nicht weiß mit welchen Sendern man rechnen kann.
Menüaufbau:

Das Hauptmenü besteht, wie auch bei anderen LGs schon etabliert, aus zwölf Symbolen, die in einer 3 x 4 Anordnung positioniert sind:
TV---------------------Anrufe--------------Profile
Multimedai-----------Nachrichten--------Eigene Dateien
Spiele & Mehr--------Kontakte-----------Browser
Verbindungen -------Organizer----------Einstellungen
Alternativ lässt sich das Menü auch in Listenansicht darstellen, dann braucht man nur noch von Punkt 1 bis Punkt 12 nach oben oder unten scrollen, oder die entsprechende Anfangsziffer über die Tastatur zu drücken.
Das Menü ist im Groben schon von anderen LG oder Samsungs bekannt und ziemlich logisch durchdacht. Man kommt bei den wichtigsten Menüfunktionen auch ohne Hilfe der Anleitung aus. Es gibt auch hier Shortcuts wie bei anderen Geräten, d. h. drückt man z.B. im Standby den Navikey nach unten, gelangt man in die Profile Einstellungen, drückt man nach rechts kann man gleich eine SMS verfassen. Man kann die 4-Richtungen des Steuerkreuzes leider nicht frei belegen, was zwar schade ist, jedoch durch eine "Favoritenfunktion" auf dem rechten Softkey ausgeglichen wird.. So kann man zum Beispiel den Wecker sehr schnell erreichen wenn man entsprechenden Shortcut erstellt hat.
In der Mitte des Navikeys erhält man durch Drücken wie oben erwähnt das Hauptmenü. Wie bei LG auch üblich aktiviert man über die #-Taste den "Lautlos" Modus (wahlweise mit oder ohne Vibrationsalarm).
Das LG HB620T verfügt natürlich über mehrere Menüsprachen. Bei der in Deutschland erhältlichen Version stehen folgene Sprachen zur Verfügung:
- Englisch
- Deutsch
- Französisch
- Italienisch
- Schwedisch
- Dänisch
Wie schon weiter oben beschrieben ist die Multi-Task Taste ein wirklich nettes Feature. So kann man zwischen verschiedenen, zuletzt genutzten Menüfunktionen wechseln. Also kann man z.b. problemlos aus dem Kalender in die Mitteilungsfunktion wechseln und danach wieder in den Kalender zurückkehren - und zwar an die selbe Position wie zuvor. Dies geht mit mehreren Punkten gleichzeitig und erlaubt so wunderbares Multitasking.

Abb. Menüstruktur
Klingeltöne und Profile:

Das Gerät unterstützt unter anderem MP3 und auch 64-stimmige Klingeltöne, die sich sehr gut und voluminös anhören. Gut das LG sowohl eigene Töne für Anrufe und SMS zulässt, so ist man nicht an die vordefinierte SMS Töne gebunden. Egal ob Klingelton oder SMS, die Töne werden laut und verzerrungsfrei wiedergegeben. Auch gut dass man einstellen kann ob einmal ober mehrfach über den Eingang einer SMS informiert werden soll. Zur Auswahl stehen folgende Intervalle:
- Einmal
- Einmal / Min.
- Alle 2 Min.
- Alle 5 Min.
- Alle 10 Min.
Eigene Töne lassen sich übrigens einfach per Bluetooth aufs Handy schicken oder alternativ auch über das mitgelieferte Datenkabel. Sehr gut auch das dass Geräte unterschiedlichen Umgebungsprofile bietet, so kann man das Gerät den verschiedensten Geräuschumgebungen anpassen. Die Profile sind im einzelnen:
- Normal
- Stumm
- Outdoor
- Flugmodus
- Benutzerdefiniert 1
- Benutzerdefiniert 2
- Benutzerdefiniert 3
Wie man schon am bloßen Profilnamen "Flugmodus" vermuten kann verfügt das Gerät auch über einen Offline-Modus, der dafür sorgt das dass Gerät sehr einfach und schnell alle Funkschnittstellen abstellt.
Es gibt nachfolgende Klingeloptionen für Anrufe:
- Rufton
- Vibration
- Lautlos
- Rufton und Vibration
- Rufton nach Vibration
- Max. Rufton und Vibration
Es gibt nachfolgende Klingeloptionen für Nachrichten:
- Nachrichtenton (MP3: Ton 1, Ton 2, Ton 3, Ton 4, Ton 5, Ton 6, Ton 7)
- Nachrichtenintervall (siehe weiter oben im Test)
Das Gerät verfügt logischerweise über eine integrierte Freisprechfunktion, die sich für Telefonate oder auch MP3- und Videowiedergabe eignet. Die Lautstärke ist auf jeden Fall über den integrierten Lautsprecher absolut ausreichend, allerdings natürlich absolut unbrauchbar fürs Auto oder die Wiedergabe in lauten Umgebungen.
Telefonbuch:

Das Telefonbuch des LG HB620T speichert bis zu 1000 Kontakte. In dem Telefonbuch sind eine Menge Eingabefelder verfügbar, hier hat LG zumindest die wichtigesten Felder untergebracht.
Es lassen sich folgende Felder eintragen:
- Vorname
- Nachname
- Nummer (1)
- E-Mail (1)
- Gruppe
- Bild
- Standardrufton
- Website
- Privatadresse (Str. und Hausnr. / PLZ / Stadt / Bundesland / Land)
- Firmenname
- Position
- Firmenadresse
- Notiz
Weitere Felder für Rufnummern sind:
- Nummer: Mobiltelefon, Privat, Büro, Pager, Fax, Videotelefon, Allgemein)
Von den Feldern her also für die Mehrheit der Nutzer absolut umfangreich und gut strukturiert. Sehr gut das man jedem Anrufer einen eigenen Klingeltonzuordnen kann. Auch gut das es Adressefelder sowohl für die Privat- als auch für die Firmenadresse gibt. Einzig ein Geburtstagsfeld sucht man im Telefonbuch vergebens, dieses gibt es aber zumindest über den Kalender.