Zitat
Original geschrieben von Joghurt2
wenn es rein ums Finanzielle geht:
50000 ist IMHO schon recht hoch.
Als Standard- BWLer wird dein Einstieg sicherlich deutlich niedriger sein (klar schafft ein Bruchteil den Sprung zu einen UB, allerdings haben sich solche Kandidaten in aller Regel schon vorher beim Abitur aus der Menge hervorgehoben).
Mit der Zeit wirst du sicherlich schon über die 50000 kommen, allerdings dauert das seine Zeit.
Deswegen würde ich mir den Wechsel gut überlegen.
Immerhin hast du durch 5 Jahre Studium 250000 Euro Verdienstausfall (eher noch mehr, da ja jetzt Studiengebühren dazugekommen sind, Bücher gekauft werden müssen etc) hast. Und die müssen erst mal wieder reingeholt werden...
Gibt es nicht irgendwelche Fördermöglichkeiten in deiner Firma?
Beste Grüße
Jog
PS: Zitat meines BWL-Prof in Maschbau-Fakultät: "Das bisschen Zeug, dass die BWLer wissen, lernt der Ingenieur in den ersten Berufsjahren nebenbei!"

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Ah, stimmt, deswegen brauchen Ingenieure ja auch nie einen MBA oder dergleichen machen. 
Tatsächlich schafft es nur ein kleiner Teil der BWL-Absolventen zu einer Unternehmensberatung, allerdings gibt es dann dort, je nach Größe und Bekanntheit des Ladens, 52 bis 65 zum Einstieg.
Und die 250.000 Verdienstausfall sehen natürlich erst einmal bedrohlich aus, die Rechnung sieht aber anders aus, nicht zuletzt aufgrund von null Steuern und geringeren Sozialabgaben.
1. Wirst du als Student auch deutlich weniger Ausgaben haben, einfach weil du dich einschränken wirst. Maßgeblich ist daher eher das, was dir im Monat nach Abzug aller Fixkosten bleibt, und da ist der Unterschied, sofern du auf Auto und große Wohnung verzichten kannst, doch deutlich kleiner. Von deinen derzeitigen 50.000 Brutto werden dir vielleicht 28.000 Euro im Jahr netto bleiben. Nach Abzug der höheren Fixkosten durch größere Wohnung, Auto und Versicherungsgedöns sind das monatlich vielleicht 1000 Euro, die du verlierst, also 12.000 Euro p.a.
Pro Monat brauchst du als Student je nach Stadt/Region zwischen 550 und 750 Euro. Dazu kommen je nach Uni zwischen 200 und 400 Euro p.a. für den Semesterbeitrag + ggfs. 1000 Euro Studiengebühren je nach Bundesland.
Übrigens, Bücher würde ich an deiner Stelle so gut wie nie kaufen. Zum einen sind heute die meisten Unis recht gut mit Literatur ausgestattet, zum anderen gibt es in vielen Veranstaltungen, gerade auf Bachelor-Niveau, ein Skript seitens des Lehrstuhls. Wichtiger ist daher vielmehr ein billiger Laserdrucker für 80 Euro, mit dem du die Skriptfolien textmarkerresistent ausdrucken kannst. Macht also pro Jahr maximal 10.000 bis 11.000 Euro, die du für deinen Lebensunterhalt brauchst.
Nicht zuletzt kannst du bei deiner Qualifikation direkt gute Praktika machen, und da du als Student die 50-Tage-Regelung in Anspruch nehmen kannst (brutto = netto), sind das p.a. nochmal 2000 bis 4000 Euro, die du verdienen kannst.
2. Ist dein Studium nichts anderes als eine Investition mit einer damit verbundenen Zahlungsreihe. Die ersten fünf Jahre investiert du jährlich 23.000 Euro (dein tatsächlicher Verdienstausfall + die Lebenshaltungskosten), danach beginnt mit dem Berufseinstieg der Rückfluss. Und der wird nicht nur höher sein sondern auch länger andauern und zudem sicherer sein (geringere W'keit eines Jobverlustes). Und es gibt viele seriöse Wissenschaftlicher, die dafür sehr achtbare Renditen errechnet haben.