Bei SUV-Fahrern frage ich mich öfters, was das eigentlich für Egoisten sind, und zwar im Sinne von "die Auswirkungen auf die Gemeinschaft/Gesellschaft um mich herum sind mir scheissegal!".
a) Wie bereits erwähnt, sie verbrauchen deutlich mehr, ohne dabei ein Plus an Fortbewegung zu bieten. Dank des Mehrverbrauchs tragen sie damit überdurchschnittlich zum Treibhauseffekt und schädlichen Umweltveränderungen bei, die leider auch jeden Radfahrer, Fussgänger, Smartfahrer etc. betreffen. Die "Last" des SUV-Fahrens ist also ungleich verteilt.
b) Beim Crash sind 98% aller Unfallgegner unterlegen. Angefangen vom Limousinen- oder Kombifahrer, über den Radfahrer bis hin zum Kleinkind, das "dank" höherliegender Stossstange viel leichter tödliche Verletzungen davonträgt. Auch hier: mir doch scheissegal!
c) Ein SUV ist in der Regel größer, trotzdem sehe ich in 99,5% aller SUVs nur einen Fahrer. Parkt der dann irgendwo, nimmt es mehr Platz weg, als es ein vergleichbares Fortbewegungsmittel tun würde. Wieder leidet die Allgemeinheit unter dem Ego eines einzelnen.
d) SUV wiegen mehr, bedeuten damit eine größere Belastung für das Allgemeingut "Infrastruktur". Ob ein 1400 kg Golf oder ein 2500 kg SUV den Asphalt belastet, macht durchaus einen Unterschied. Die Mehrkosten trägt natürlich wieder die Allgemeinheit.
Ich könnte die Liste noch beliebig fortsetzen, immer würde ich zum gleichen Ergebnis kommen.
Am liebsten wäre mir ein progressiver Steuertarif, der ab 9 L Durchschnittsverbrauch und mehr als 1,8 Tonnen Gesamtgewicht so richtig zuschlägt.
Da das sich aber kaum durchsetzen lässt, kann ich einfach nur sagen: Sprit ist immer noch zu billig! Erst wenn wir bei 3 Euro je Liter angekommen sind, erst dann rafft es auch der letzte Egoist.
Soweit meine persönliche Meinung!!!