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Original geschrieben von keito
Ich habe die Managerentlohnung mit keinem Wort angesprochen oder implementiert. Gegen welche Windmühlen argumentierst du eigentlich? :confused:
Im übrigen zeigt dein Beitrag, dass du keine Ahnung von Wirtschaftsgeschichte hast. Es ist nunmal Fakt, dass früher (zufälligerweise zu Zeiten des Wirtschaftswunders in Deutschland - eine Kausalität will ich da aber natürlich nicht hineininterpretieren), Unternehmungen zuerst mal das Wohl der Gesellschaft auf der Liste hatten, und die Profiterzielung war ein notwendiges (Unter-)Ziel dafür. Auch das kannst du überall nachlesen.
Heutzutage ist es genau andersherum, die Politik müht sich in (vermeintlichem) Namen der Gesellschaft ab, [strike]der Wirtschaft[/strike] den Großkonzernen zu dienen. Wenn dich das nicht stört ist das ja auch in Ordnung, schliesslich leben wir in einer Demokratie. Dass du mir unterstellst ich hätte keine Ahnung, weil ich deine Ansichten und Interpretationen nicht teile, demostriert lediglich deine niedere Diskussionskultur.
Ich bezog das auf eure Kampagne von wegen Milliarden sparen und dann im Management Millionen verteilen.
Deine leicht verklärte Tagträumerei bezüglich der "guten alten Zeiten" will ich nicht weiter stören. Ich weiß zwar nicht, wo du das nachliest, tippe mal aber stark auf die Greenpeace Mitgliederzeitschrift (habe ich übrigens selbst als Abonnement geschenkt bekommen) oder das ATTC Pendant.
Das EStG und genauso das HGB waren damals nicht neu. Das gabs schon lange vorher (in Grundzügen seit der Jahrhundertwende), und auch damals mussten Unternehmen solche Teilwertabschreibungen vornehmen. Nur dass die Summen eben auchgrund der starl fragmentierten Märkte "etwas" kleiner waren. Und ich bezweifle aufrichtig, dass die Unternehmen in Zeiten des Wirtschaftswunders vor allem das Gemeinwohl auf ihrem Zettel hatten. Ich hole ja nur ungern den guten alten Adam Smith aus der Mottenkiste, aber wie war das nochmal mit dem Eigen- und Allgemeinnutz?
Denk mal drüber nach.
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Huch wie peinlich!
Wer schreibt an den SPIEGEL? Oder noch besser gleich an das allgemeine deutsche Fachblatt für schonungslos, offenen Investigativjournalismus? 

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Original geschrieben von keito
Die GoB [Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung] stellen einen unbestimmten Rechtsbegriff dar, der erst einmal mit Inhalt gefüllt werden muß. Die fehlende gesetzliche Fixierung des Begriffs hat aber den entscheidenden Vorteil, daß die GoB ständig neuen Erkenntnissen und veränderten technischen und wirtschaftlichen Verhältnissen angepaßt werden können; sie sind also nicht starr.
Diese werden aber nicht etwa dadurch ermittelt, daß man – z. B. durch statistische Erhebungen – feststellt, wie redliche und ordentliche Kaufleute tatsächlich verfahren (Induktion), sondern sie werden durch theoretische Überlegungen darüber abgeleitet, wie redliche und ordentliche Kaufleute verfahren sollten (Deduktion). Diese Ableitung orientiert sich ausschließlich an dem jeweiligen Ziel, das im Einzelfall mit Hilfe einer ordnungsmäßigen Buchführung erreicht werden soll.
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An deinem Posting merkt man, dass du null Ahnung von Bilanzierung hast.
Sinn und Zweck der GoB ist in der Tat die Verhaltenssteuerung bilanzierender Kaufleute.
Nur interpretierst du da Dinge rein, die einfach nicht dazu gehören.
Ein "gewissenhafter Kaufmann" ist jemand, der nicht in betrügerischer Absicht handelt, sondern durch seine Rechnungslegung einem sachverständigen Dritten innerhalb angemessener Zeit einen Einblick in die Lage der Gesellschaft (Vermögens-, Finanz- und Ertragslage) und einen Überblick über den Gang der Geschäfte vermittelt. (kannst du nachlesen unter § 238 I HGB, für Kapitalgesellschaften ist die Einblicks-Generalnorm des § 264 II HGB einschlägig)
Das hat aber nichts (!!!) mit irgendwelchen moralischen Gesichtspunkten zu tun. Vielmehr muss man hier konstatieren, dass Vodafone auf jeden Fall im Sinne der GoB gehandelt hat. Hätten sie diese Teilwertabschreibung nicht vorgenommen, wäre das Vermögen der Kapitalgeber in Gefahr gewesen, da es zu einer unzulässigen Überbewertung käme.
Dein Gewäsch von wegen früher und vor allem was das ganze mit der Entlohnung des Managements zu tun haben soll kannst du dir also sparen. Genauso argumentieren die Attac-Leute auch. Und da kann man nur sagen: wenn mane keine Ahnung hat, einfach mal.....
Mich regt das ehrlich auf, weil das eine (die moralisch angreifbar hohe Entlohnung des Managements) und das andere (die Teilwertabschreibung) nichts miteinander zu tun haben. Das ist Stammtischmanier!
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Original geschrieben von autares
Das ist so nach meinem Wissen auch nicht dargestellt worden. Es ist vielmehr beschrieben (behauptet) worden, wie VF Milliarden sparen kann aufgrund solcher Steuertricks.
Das weitergehende Problem ist, dass Vodafone PLC nämlich nach IAS bilanziert, sie in Deutschland sich aber das Recht rausnehmen, nach HGB bilanzieren zu können (dürfen).
Das es rechtlich in Ordnung ist hat so auch keiner bestritten, allerdings kann man es aus moralischer Sicht vewerflich finden (ebenso wie es auch hier einige im Mannesmann-Prozess empfunden haben)
greetz,
autares
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Die Muttergesellschaft als Konzern muss ja nach IAS bilanzieren (sind die auch in den US notiert? Dann wäre ja auch US-GAAP für sie anwendbar), wohingegen die deutsche Tochter als GmbH für ihren Einzelabschluss auf jeden Fall noch bis 2005 nach HGB bilanzieren muss.
Nur für Konzerne gibt es nach § 292 a HGB die Möglichkeit, den JA bereits nach IAS aufzustellen. Im Gegenzug entfällt die Pflicht für den HGB-Abschluss.
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Wie dumm die Leute sind......
Der Witz an der ganzen Sache ist ja sogar, dass Vodafone nach dem HGB verpflichtet ist, diese Abschreibung vorzunehmen.
Ich habe dieses Semester Handels- und Steuerbilanzen als BWL-Fach gehabt, und da kamen auch genau diese Dinge zur Sprache.
Das Problem ist, dass Vodafone in der Handelsbilanz aufgrund des § 253 I HGB gezwungen ist, eine solche Abschreibung vorzunehmen. Das wirkt sich aber über die sogenannte Maßgeblichkeit auf die Steuerbilanz aus. Den dort hätte Vodafone nach Einkommensteuerrecht EStR ein Wahlrecht nach § 6 Abs. 1 Nr. 1 EStG, welches dadurch aber zur Pflicht wird. Man spricht von sogenannten Teilwertabschreibungen. Und dadurch mindert sich eben (wohlgemerkt) ihre Steuerlast. Sie bekommen das nicht ausgezahlt, wie das in der Boulevardpresse dargestellt wird.
Nur weiß das die dumme Masse eben nicht, und erst recht nicht der Attac-Haufen.
Aber wenn man viel Zeit und von der Materie keine Ahnung hat, lassen sich natürlich wunderbar solche sinnfreien Plakate drucken.
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Suche ganz verzweifelt ein T39 in Rose White oder Icecap Blue, möglichst gut erhalten.
Angebote dafür bitte an mrost@rumms.uni-mannheim.de schicken!
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Original geschrieben von andi2511
Da ich in Darmstadt studiere und Freunde in den technischen Fächern habe, kann ich von Darmstadt sagen, daß der ausgezeichnete Ruf der Uni durchaus auch mit einem gewissen Anspruch an die Studenten korrespondiert 
Jepp! Maschinenbau bzw. Dipl.Ing.Wirt. ist knusprig!
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Nee, dann bitte schon eher:
35-Stunden-Woche oder
Sozialstaat
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Re: Auf allgemeinen Wunsch:
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Original geschrieben von dr zuzelbach
Verabschiede mich aber nun, die Gäste kommen :cool:
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Wer denn? Bsirske, Sommer und wie heißt nochmal der Nachfolger vom Zwickel?
Na dann viel Spaß in eurer Kaffeerunde bei kolumbianischem Kaffee, französischen Zigaretten, cubanischen Zigarren und nem ordentlichen Schuss russischem Wodka. Solange euer Dienstwagen noch deutsch ist....
Singt ihr auch die Internationale zum warmwerden? 


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Bezüglich Härtefallanträgen und Uni Mannheim:
Die sind da wohl sehr restriktiv in der Auslegung, wie bereits gesagt. Solltest du wirklich keine externen Gründe angeben können (Krankheit, Pflegefall in der Familie etc.), wird es hart, den durchzubekommen.
Ich nehme mal an, dass dir vor allem noch die Mathescheine aus Wifo fehlen, oder? Das sind, ähnlich wie bei uns BWLern die VWL-Fächer, die Kick-out-Fächer.
Meiner Meinung nach solltest du dir vor allem jetzt erstmal grundsätzlich Gedanken darüber, was du überhaupt erreichen/machen willst. Wie autares bereits erwähnt hat, wirst du bei einem völligen Neuanfang mit frühestens 27 abschliessen.
Und andersrum gefragt: willst du wirklich das Risiko eines Härtefallantrages eingehen? Ist dir dein Studium wirklich soviel wert? Oder ist eine FH nicht vielleicht der bessere Weg für dich, vor allem, was das Lernen und die Lernstrategien angeht?