Beiträge von stanglwirt

    gab/gibt es denn tatsächlich "renditeverträge", für die es überhaupt keine möglichkeit (ob sinnvoll oder nicht wegen extrem hoher darlehenszinsen spielt keine rolle!) gab, ein darlehen in anspruch zu nehmen?


    irgendwie kann ich mir das nicht so recht vorstellen, weil letztlich ist das dann kein bausparvertrag.


    bezgl. dem bonus:
    letztlich ist es ja so, dass der bonus normalerweise erst gewährt wird, wenn auf das darlehen verzichtet wird. man kann jetzt also IMHO nicht einfach hingehen und sagen "ja wenn du auf das darlehen verzichten würdest, wäre der vertrag aufgrund dem bonus überspart. darum kündigen wir dir jetzt".
    Es steht ja noch nicht fest, ob du auf das darlehen verzichtest und dadurch der bonus zu zahlen ist ;) auch wenn du 50€ unter der bausparsumme liegst, könntest du ja theoretisch noch das darlehen in anspruch nehmen und die bonuszinsen fallen überhaupt nicht an.


    insgesamt für den bonus als problematisch würde ich es allerdings sehen, wenn der vertrag bereits überspart ist und die bedingung für den bonus ist, dass man auf das darlehen verzichtet. denn wenn der vertrag überspart ist, gibt es überhaupt keine möglichkeit mehr auf ein darlehen, auf das man dann verzichten könnte. hier denke ich, dass die bausparkassen da durchaus etwas draus stricken, um sich den bonus zu sparen.
    als sparer könnte man argumentieren, dass man auf das darlehen konkludent verzichtet hat, indem man den vertrag bis zur bausparsumme angespart hat. wäre aber auf jeden fall ein heisses eisen.


    also lieber schön aufpassen, dass ein bausparer nicht überspart wird (auch nicht durch die zinsen) und rechtzeitig die reissleine ziehen.


    alte ABB kann man sich übrigens u.U. noch unter web.archive.org sichern. dort kann man alte websites betrachten.

    Zitat

    Original geschrieben von Timba69
    Dann lies dir den 35 BDSG nochmal genau(!) durch, und auf was er sich bezieht. Ich mache es aber kurz: Die Schufa braucht die Kerndaten nicht zu löschen, wenn du nicht widersprichst.


    §35 (2) 4.
    dort sind die fristen aufgeführt. und es bezieht sich auf personenbezogene daten, was beispielsweise krediteinträge in der schufa sind, wenn sie mit einer person verknüpft sind.


    darüber hinaus kommuniziert die schufa selbst, dass die daten nach beispielsweise 36 monaten gelöscht werden. allein das würde schon begründen, dass es einen expliziten widerspruch nicht bedarf.

    Zitat

    Original geschrieben von Timba69
    @stangelwirt:
    ich wiederspreche dir nur ungern in deinen (obigen) (US-) Thesen, aber hier insbesondere:
    Macht sie garantiert nicht. Muss sie auch nicht.
    Dann lies dir mal das BDSG durch, was da alles möglich ist, wenn du die "Schufa"-Erklärung unterschreibst.


    § 35 BDSG: die schufa muss die Daten löschen oder zumindest sperren, was aber auch bedeutet, dass die Daten praktisch nicht mehr genutzt werden dürfen.
    zu den USA Thesen: Kontostände etc. dürfen nicht an Auskunfteien gegeben werden. Auch erfolgen in Deutschland keine einträge, wenn eine Rechnung 2 tage zu spät bezahlt worden sind. auch dürfen nur unstrittige forderungen gemeldet werden. in den USA soll das alles anders sein. ist es das nicht?

    Zitat

    Original geschrieben von Timba69
    Doch, da er einen Wert bekommt, an der er sich orientieren kann. WIE sich dieser Wert zusammensetzt, wissen eben nur wenige.


    ich denke, dass weiss überhaupt keiner, wie das im gesamten funktioniert. ich vermute, dass einzelne teile von verschiedenen stellen erstellt worden sind und da des Öfteren dran rumgefummelt wurde oder noch wird. Resultat ist ein ohne ende verbuggtes System (was die score-Berechnung angeht).


    auch der rest ist aus der Praxis bekannt und nicht nur aus der Theorie....

    nochmal: hier geht es aber um die schufa und wie deutsche unternehmen diese auskünfte bewerten :D


    ein vergleich mit irgendwelchen anderen auskunfteien hinkt. vor allem mit denen in den usa, wo IMHO deutlich mehr gespeichert und damit analysiert wird (und werden darf!) als in deutschland. in deutschland ist ein kredit beispielsweise nach 3 jahren geschichte und nicht mehr existent.


    irgendwo habe ich gelesen, dass in den amerikanischen auskunfteien so gut wie alles bekannt gegeben wird. kontostände (!), rechnungen die nur wenige tage zu spät bezahlt worden sind, einfach alles. diejenigen die diese auskünfte erhalten, haben dort einen ganz anderen überblick als hierzulande. hier hat man diese möglichkeiten nicht und daher sagt ein kredit grundsätzlich erstmal nur aus, dass derjenige nicht genug geld für etwas hatte und schon anderweitig zahlungsverpflichtungen hat.


    und wenn es in den usa darauf ankommt, möglichst viele kredite zu haben, dann sind die "Wirkmechanismen für die Kreditvergabe" scheinbar doch nicht die gleichen. ist auch logisch, da hier (noch!) eine ganz andere mentalität vorherrscht, was kredite angeht.


    "egal" ist es auch nicht, bei welcher auskunftei man in DE anfragt. es steht nicht überall das gleiche drin, und viele haben ausser daten aus öffentlichen registern nichts zu bieten.
    Auch wenn es andere Mitbewerber gibt, hat die Schufa im Privatkundenbereich quasi ein Monopol, da führt qualitätsmäßig (preislich sehr wohl!) eigentlich kein Weg vorbei. Die Masse der angeschlossenen Partner macht es hier. Das gleiche gilt für Creditreform im Geschäftskundenbereich, mit deren hauseigenen Inkassounternehmen, woraus viele hochwertige Daten gezogen werden.


    Das heisst aber nicht, dass es keine Unternehmen gibt, die ohne Schufa & Co. Kredite vergeben.



    @ lisari


    das mag stimmen. ich persönlich glaube das sogar auch, dass die schufa nichts "wegwirft". dennoch muss sich die schufa an gesetzliche bestimmungen halten. jedenfalls kann der anfragende mit dieser information nichts mehr anfangen, da er sie nicht sieht. ob und was da an alten daten in den score einfließt, kann er auch nicht wissen.


    wenn alte sachen "versteckt" gespeichert werden, dann haben diese jedenfalls nurnoch einen geringen einfluss auf den scorewert. kunden die aufgrund insolvenz und "vertragswidrigen verhalten" o.ä. überhaupt keinen score mehr erhalten haben, haben jedenfalls bereits nach erledigung (nicht löschung) wieder einen score und meist auch einen relativ "normalen".

    zu den fakten kann ich noch beitragen, dass selbst andere marktteilnehmer direkt bei uns anrufen und darum bitten, einträge zu entfernen (alte einträge, die vergessen worden sind, als erledigt zu melden oder auch noch aktuell laufende), weil dem kunden sonst die finanzierung/kredit nicht gewährt werden kann (keine vermutung, sondern wird so genannt).


    scheint also auch keine spezielle eigenart unseres hauses zu sein (bei uns sind kredite meist neutral, ausser es ist eine ungewöhnliche anzahl/höhe oder etwas anderes "stimmt nicht". auf keinen fall werden sie "positiv" eingestuft)


    edit: da fällt mir noch ein, dass timba ja unser USA-Insider ist. Meines Wissens gibt es dort in der Tat eine "Kredithistorie" zu jedem Kunden, die dort wohl viel zählt. Vielleicht rühren die Aussagen daher... ist aber auf deutschland nicht übertragbar.

    tja theoretiker hald... in der praxis läuft das leider anders.


    bei deinen hohen finanztransaktionen hast du dich auf schufa-infos von privatpersonen verlassen? da hätte ich eher genauer hingesehen. was geht rein, was wird reingehen, was geht raus und was soll noch rausgehen :D


    was sagt denn z.b. dein wahrscheinlichkeitsmodell, wenn jemand innerhalb kurzer zeit mehrere kredite aufnimmt. ganz toll, das wird der beste kunde ever sein?


    p.s. du nimmst falsch an.

    tja das wäre dann aber das henne / ei problem: ohne kredite keine krediteinträge bei der schufa. zudem werden die einträge 2/3 jahre nach erledigung wieder gelöscht.


    irgendeiner muss damit anfängen und wenn nicht einer mit nem popligen 800€ kredit, wer dann?
    glaube daher nicht, dass fehlende krediteinträge das problem ist.


    krediteinträge sind KEIN positivmerkmal, auch wenn das von zeit zu zeit selbst die schufa so propagiert. die kreditwirtschaft deutet kreditverträge so, dass bereits zahlungsverpflichtungen bestehen und es schonmal an liquidität mangelte. das sage ich als Insider :D der kreditwirtschaft.


    ich würde mal eher nachsehen, ob wirklich überhaupt nichts (also auch das girokonoto nicht) in der schufa steht. das würde die aussage dann schon eher erklären.