Ich wäre, obwohl ich gerne Auto fahre, durchaus bereit, in Städten mit gut (!) ausgebautem ÖPNV einem Verbot oder einer deutlichen Höherbelastung des Individualverkehrs zuzustimmen *). ABER es gibt genug Gegenden, in denen von einem brauchbaren ÖPNV nicht die Rede sein kann. Dort muss der ÖPNV entweder auf gutes (!) städtisches Niveau verbessert werden oder das Autofahren m.E. sogar eher vergünstigt als verteuert werden.
Davon, dass von vielen Arbeitnehmern immer mehr örtliche und zeitliche Flexibilität verlangt wird, der mit dem ÖPNV viele gar nicht gerecht werden könnten, will ich gar nicht erst anfangen...
*) wobei ich ganz grundsätzlich eher dafür bin, Dinge (hier: den ÖPNV) zu verbilligen, um sie attraktiver zu machen, als andere Dinge (hier: Individualverkehr) zu verteuern, um sie unattraktiver zu machen.
Soweit die öffentlichen Kassen das nicht hergeben sollten [small]- was nach dem Gerede der letzten Jahre, wonach für nichts Geld da sei, aber über Nacht Milliarden und Abermilliarden für Banken und "Flüchtlinge" zur Verfügung standen, als Argument bei mir für alle Zeiten versch... hat -[/small], so wären Verbilligungen des ÖPNV von mir aus durch Verteuerungen des Individualverkehrs zu finanzieren, aber eben nur im erforderlichen Ausmaß, sprich: ohne dass die Gesamtabgabenlast dadurch stiege.