Beiträge von dham

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    Original geschrieben von Anja Terchova
    Vor zehn Jahren war die Situation aber schon etwas anders, da gab es nur DSL 384 - 1536, DSL 6000 und 16000 kamen erst spaeter.


    Und warum sollte es diese Sprünge nicht genauso auch in der Technik der Backbones geben? Steht da die Zeit still? Warum treibt die Telekom VDSL und neuerdings VDSL2 voran, wenn es so schlimm um die Backbones steht? Was die Telekom tatsächlich macht und bewirbt (Cloudservices, Onlinegaming, IPTV) steht im direkten Gegensatz zu jeder Engpasstheorie.


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    Original geschrieben von Anja Terchova
    Und selbst dann war es so, das viele Kunden im Internet keine fuer sie attraktiven Inahlte gefunden haben, und dann nur ein paar Stunden wirklich online gingen.


    Aber jetzt seit ein paar Jahren gibt es mit Facebook, Youtube, IPTV, Mediatheken, und sowas auch fuer viele technisch nicht besonders ambitionierte Normalbuerger vielle attraktive Inhalte online verfuegbar sind. Und das verursacht dann viel mehr Volumen.


    Früher war Peer 2 Peer Volkssport, da war man durchaus auch den ganzen Tag Online und hat nicht nur Down- sondern auch noch Upstream Bandweite erzeugt, wobei letztere dem Vernehmen nach deutlich teurer ist. Wer keine interessanten Inhalte im Netz kannte hat auch keine Flat gebraucht/gehabt. Am Ende des Tages findet sich immer ein Schuldiger der den Traffic verursacht und die Telkos werden in jedem Szenario nur soviel ausbauen wie sie müssen. Wenn sie den Ausbau mit Volumentarifen verzögern können, gut für sie, schlecht für den Kunden. Es gibt bei Volumentarifen genauso wenig eine Garantie für eine gute Verbindung, wie dies für Flatrates gilt. Die nächste Stufe wäre dann der Prio-Traffic, um die selben Bytes dreimal zu verkaufen.

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    Original geschrieben von frank_aus_wedau
    Wenn in der Vergangenheit Flatrates als solche vermarket wurden, führe ich das ausschließlichlich auf die Unseriosität einer gesamten Branche zurück, die etwas verkauft, was sie gar nicht leisten kann. Anderes ist das gegenwärtige Gejammere von Anbieterseite nicht zu erklären.


    Mit anderen Worten: Gegenwärtig werden die Gauner von der Realität böse eingeholt.


    DSL Flatrates gibt es seit 10 Jahren, ziemlich langer Zeitraum um von der Realität eingeholt zu werden. Den grossen Telkos geht es auf den Senkel, das Diensteanbieter Milliarden verdienen und sie davon keine Extra-Abgaben erhalten. Das Gejammere gibt es schon seit Jahren und dementsprechend auch Versuche eine Internetsteuer zu erheben. Auf nichts anderes läuft dieses Volumenmodell hinaus und sei es nur um den eigenen Diensten einen Vorteil zu verschaffen.

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    Original geschrieben von frank_aus_wedau
    Da die weltweit verfügbaren Kapazitäten des Internet bekanntermaßen begrenzt sind, begrüße ich es ausdrücklich, diesem Flatrate-Irrsinn ein Ende zu setzen.


    Auf welche Kapazität ist denn das Internet bekanntermaßen begrenzt?


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    Original geschrieben von frank_aus_wedau
    Es steht nämlich zu befürchten, dass Durchschnittsuser wie ich in Zukunft durch zahllose echte "Power-User" (oben war sogar von 75 GB/Monat als "normal" die Rede) beeinträchtigt werden.


    Durchschnittsuser werden irgendwann durch 75 GB/Monat beeinträchtigt, der Verbrauch ist genausowenig eine statische Größe wie es die Internetkapazitäten sind, sondern permanent am Wachsen.


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    Original geschrieben von frank_aus_wedau
    Die Idee, vorhandene Ressourcen durch gestaffelte Kosten zu schützen, halte ich für vorzüglich. Flatrates verführen zu gedankenlosem und unangemessenem Konsum. Wenn für letzteres höhere Kosten anfallen, um das Netz als Folge der durch diese Nutzer verursachten hohen Auslastung weiter auszubauen, halte ich das nur für fair.


    Warum hat die Telekom wie wild und verrückt VDSL ausgebaut, wenn die armen Ressourcen von der gedankenlosen Verschwendung so bedroht sind? IT wird permanent leistungsfähiger und kostengünstiger, das wird bei den Backbonebetreibern nicht anders sein. Worin besteht denn der Netzausbau für mehr Bandbreite? Ich würde mal schätzen bestehende Hardware für leistungsfähigere Austauschen oder mehr Kabel anknüpfen, wobei die entweder schon liegen oder einfach via Kabelkanal nachgeschoben werden. Das dürfte kaum die Welt kosten und erwartbaren Wachstums auch nicht überraschend kommen.


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    Original geschrieben von A1234
    Ihr seht also, eure Probleme sind Luxusprobleme, ich für meinen Teil würde für 6000er DSL mit ner Volumenbeschränkung bei 50 oder 75 GB für 50 Euro im Monat töten


    Fliessend Wasser in der eigenen Wohnung ist auch ein Luxusproblem, wenn man das mal mit der Versorgung in weiten Teilen der Welt vergleicht. Wer hat also ein Recht das einzufordern?


    Du bist im Grunde genommen schon von der digitalen Welt abgekoppelt und darfst manchmal mit einem Gästepass rein schauen. Das ist ziemlich Scheisse und da darf man sich bei der Politik und den Telkos (Definition von Breitbandversorgung) bedanken. Das wird aber nicht besser wenn der Rest der Republik auch ausgebremst wird.


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    Original geschrieben von frank_aus_wedau
    Nun ja ... vor diesem Hintergrund könnte man schon fast eine aus der Netzneutralität herrührende Verpflichtung zur Volumenbegrenzung mit kostenpflichtigen Zusatzpaketen annehmen, um die Chancengleichheit bei der Versorgung mit DSL zu fördern.


    Drei Sachen in einem Satz die so gut wie nichts miteinander zu tun haben. Netzneutralität profitiert ganz sicher nicht von Volumenbegrenzungen (in der Praxis nehmen die Telkos schliesslich ihre eigenen Dienste davon gern aus) und Zusatzeinnahmen werden nicht zum Ausbau der DSL Versorgung genutzt.


    A1234 zeigt vor allem wie verkehrt es ist anzunehmen, dass man selbst von Volumenbegrenzung und Drosselung profitieren würde, seine Versorgung ist trotz dieser Begrenzungen unterirdisch. Ausgebaut wird nur wo ausgebaut werden muss, nicht weil man grad Geld zu Hand hat und was Gutes tun will.

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    Original geschrieben von mumpel
    Die Drosselung hat aber noch mehr Nachteile. Ganz besonders für Cloud-Dienste. Sollte Software in Zukunft tatsächlich reine Cloud-Anwendungen werden, dann können sich viele die Software einfach nicht mehr leisten.


    Die Telekom wird dann sicher ihre Cloud-Dienste mit "inklusiv Traffic" anbieten und alle dürften vor Dank auf die Knie fallen.


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    Original geschrieben von Anja Terchova
    2. Mehr DSL Anschluesse verkaufen, weil dann kuenftig jeder Haushalt wieder einen eigenen DSL Anschluss braucht. Ansonsten ist bei den breitbandigen Anschluessen ja das Anschlusssharing ueber WLAN zu attraktiv.


    Kann mir nicht vorstellen, dass Anschlusssharing sonderlich weit verbreitet ist. Zum einen hat man das Risiko für seinen Nachbarn abgemahnt zu werden, zum anderen ist die Ersparnis doch ziemlich übersichtlich. Ich vermute mal das machen nur Leute die das Netz sehr wenig nutzen und die werden sich dann wohl eher einschränken als mehr Geld ausgeben.


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    Original geschrieben von Anja Terchova
    Generell finde ich eine Drosselung bei DSL Anschluessen jetzt nicht so schlecht, weil es immer ein paar Powerleecher gibt die es auf Kosten der Normaluser uebertreiben, aber eine Drosselung auf 384/64 KBit/s ist schon heftig. Weil damit viele Dinge, fuer die man den DSL Anschluss hat (Youtube, Mediatheken, Browsergames, Clouddienste, und noch mehr) voellig unnutzbar werden. Eine moderatere Drosselung auf sagen wir mal 4096/384 KBit/s waere da sinnvoller.


    Sobald die Grenzen einmal gesetzt sind, wird sich an denen sehr wenig tun. Früher oder später werden immer mehr normale Nutzer mit dem steigenden Bandbreitenbedarf in die Beschränkungen laufen. Die Telekom hätte schliesslich keinerlei Interesse die Grenzen anzuheben.


    Ich würde auch mal gerne sehen, dass die Poweruser tatsächlich ein Problem sind und nicht nur ein vorgeschobener Grund um eine Runde Sozialneid zu erzeugen. Tatsächlich wird es nämlich ziemlich egal sein ob jemand 3 TB zieht oder nicht, wirklich wichtig wird die Peak-Auslastung sein und für die sorgt genauso jeder normale Nutzer der sich zur besten Zeit ein HD-Video reinzieht.


    Die eigentlichen Kosten pro GB sind so lächerlich gering, dass sie mit Sicherheit kein Grund sind. Das wird laufen wie mit den SMS, ein GB Preis der völlig von den unterliegenden Marktpreisen entkoppelt ist und sich prima zum Geldmachen eignet.

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    Original geschrieben von mumpel
    Soweit ich weiss, zählen IP-TV und IP-Telefonie (per NGN) der Telekom nicht zum Traffic für das normale Internet. Da könnte man also beruhigt sein. Nur wer nicht per IP-TV fernsieht, sondern über das "normale Internet", könnte durchaus schnell an die Grenze stoßen.


    Wenn die Telekom ihre eigenen Dienste von dem Limit ausnimmt, ist das schlichtweg ein unfairer Wettbewerbsvorteil der die Entwicklung des Netzes im Ganzen hemmt. Es führt die "die Netze sind so voll" Argumentation aber ohnehin ins absurde. Die Telekom sorgt sich darum nicht wirklich, sie sucht nur nach wegen mehr Geld aus ihren Netzen zu ziehen. Bei den Amis wird dieses Spielchen ja auch gespielt, Drosselungen und hohe Preise findet man vor allem dort wo ein Monopolist frei den Preis diktieren kann. Der Ausbau steht - trotz Milliardengewinne - gleichzeitig still, so dass einzelne Städte quasi in Notwehr anfangen die Netze selbst auszubauen.

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    Original geschrieben von Betamax
    GENAU darum geht es doch unter Anderem. Ein solcher Ausbau (gerade auf dem Land, wo nicht an jeder Ecke GF liegt), kostet viele Milliarden. Diese Milliarden können seitens der Telekom aber nur investiert werden, wenn passende Rahmenbedingungen geschaffen werden. Und andere Anbieter als die Telekom können das Netz nun mal nicht in dem Maße ausbauen, wie es nötig wäre.


    Und du glaubst nur weil die Telekom ein paar Milliarden Gewinn macht, baut sie auf einmal das unprofitable Geschäft auf dem Land aus? Wohl kaum, eher werden sie ein paar Milliarden irgendwo in ein "Zukunftsgeschäft" im Ausland verbrennen.


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    Original geschrieben von Betamax
    Es kann doch nicht angehen, dass die Telekom massig Geld für einen Ausbau ausgibt, dann aber nicht mal die Exklusivrechte für den Vertrieb hat? Die Kunden gehen nämlich nach einem Ausbau oft nicht zur Telekom, sondern zu 1&1 und co. - diese können die ("neu gebaute") Leitung für rund 10€ mtl. von der Telekom mieten. Das sich das nicht lohnt, kann man sich denken.


    Aber für 40€ da lohnt es sich dann eine Leitung quer durchs Land zu legen? Kennst du die Kostenaufstellung der Telekom, woher genau kannst du beurteilen was sich "lohnt"?


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    Original geschrieben von Betamax
    Wenn man jetzt sagt, man möchte eine Drossel einführen, um den Ausbau besser stemmen zu können - nur zu! Bessere Rahmenbedingungen seitens der Bundesnetzagentur würden es aber auch tun.


    Nenn doch mal einen Markt wo es Drosselungen gibt und deshalb der Ausbau vorran getrieben wurde. Drosselungen sind nur eine prima Ausrede jeden Ausbau für die bestehenden Kunden einzustellen.

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    Original geschrieben von Betamax
    Ich finde die angestrebten Drosselungen nicht so tragisch, wie es auf den ersten Blick aussieht. Regt vielleicht mal die Diskussion über die total verkorkste Regulierung in DE an...;)


    Das du ein Problem mit Drosselungen oder einseitigen Vorteilsnahmen durch die Telkos hättest wäre auch etwas neues gewesen. Verkorkst ist allerhöchstens dass derartige Eskapaden überhaupt möglich sind, aber um Netzneutralität machst du dir ganz sicher keine Sorgen. Das die Telekom HD Fernsehen in jeden Haushalt liefern will und gleichzeitig über die Bandbreiten jammert ist an Lächerlichkeit nicht zu überbieten. Drosselungen sind wirklich eine praktische Massnahme um den Ausbau einfach ganz einzustellen und den Kunden jedes Byte dreifach zu verkaufen. Davon profitiert vielleicht die Marge der Telekom, aber ganz sicher nicht der Kunde.

    Mich interessiert es auch vor allem als Fahrradcomputer. Zu den letzten Vertretern zählt auch das Acro S, das ist letztes Jahr erscheinen, hat ANT+ und ist darüber hinaus Staub & Spitzwassergeschützt. Mit 4,3 Zoll allerdings auch ordentlich gross. Der Zug für ANT+ ist aber offensichtlich abgefahren, was angesichts des recht gut verfügbaren Zubehörs schon schade ist.


    Der Standard der Zukunft soll wohl Bluetooth Low Energy (BLE) - neuerdings auch Bluetooth Smart genannt - sein. Inzwischen beherrschen BLE ein paar Geräte in Hardware, aber von Android selbst gibt es keine vernünftige Unterstützung/APIs, siehe z.B. http://code.google.com/p/android/issues/detail?id=33371 - seit 9 Monaten offen und kein Ende in Sicht. Ohne APIs gibt es auch keine Apps. Zieht man dann noch die mangelnde Updatebereitschaft der Hersteller für Android in Betracht so wird es wahrscheinlich einige Geräte geben bei denen BLE immer nur eine theoretische Möglichkeit bleibt.


    Ist wahrscheinlich die schlechteste Zeit sich jetzt nach neuem Handy/Zubehör umzuschauen. ANT+ quasi abgekündigt und BLE noch nicht verfügbar. IPhone Besitzer sind hier auf jeden Fall im Vorteil, da funktioniert BLE offensichtlich ohne Probleme.


    Für Motorrad und größer sehe ich allerdings prinzipiell wenig Chancen auf Sensorzubehör, das wird in Sachen Belastung schon eine eigene Welt sein und die Hersteller ihr eigenes Süppchen kochen.


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    Naja, ich denke die ANT+ Leute können auch nur wenig machen. Letzten Endes liegt es in der Hand der Handyhersteller und die sind/waren aus welchen Gründen auch immer desinteressiert. Nervig finde ich die Unmenge an Profilen die es gibt (wie auch bei Bluetooth) und man selbst bei ANT+ Unterstützung allein nie sicher sein kann, ob das schon reicht. Witzig fände ich z.B. das hier http://www.youtube.com/watch?v=kfkBV_AdMN0 auch für Fahrradfahrer, aber es unterstützt nur die Läuferprofile. Wahrscheinlich weil es kein Helm ist, wobei seit kurzem ein Helm mit einem anderen Gimmick angeboten wird http://www.indiegogo.com/proje…irst-smart-cycling-helmet und man dort vor der schwierigen Frage steht ob man ANT+ oder BLE will...

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    Original geschrieben von Merlin
    Nein, das war iOS ...


    Einzig die mehr oder weniger kostenfreie Verfügbarkeit für alle Hersteller hat Android zugefügt.


    Stimmt


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    Original geschrieben von CK-187
    Was hat es damit zu tun ob es seriöse Seiten sind oder nicht? Und wen interessiert das?


    Bei Symbian Warez waren die "zwielichten" Seiten grad eben noch ein ganz erhebliches Problem für dich, so schnell kanns gehen. Die Warez müssen auch irgendwoher kommen, bei dir könnte man glauben die gibts für Android beim Supermarkt um die Ecke zum mitnehmen.

    Und die Android "Warez" gibts auf seriösen Seiten oder wie? Die Leute die kein Problem damit haben sich irgendwelche geknackte und ggf. anderweitig manipulierte Software auf ihre Handys zu spielen, haben sicherlich auch kein Problem damit einer Anleitung zum Freischalten zu folgen. Als Android neu war, gab es nur wenige Apps und noch weniger teure Apps die es sich gelohnt hätte zu klauen. Wenn "Warez" der Hauptgrund für die Android Adaption gewesen wäre, dann hätte sich das System nie durchgesetzt da es - wie schon erwähnt - für Windows Mobile und Symbian zig fach mehr Apps & Warez gab. Android war schlichtweg das erste Betriebssystem, dass alle Hersteller verwenden konnten und konsequent auf Fingerbedienung und einem vernünftigen Webbrowser ausgerüstet war.