Beiträge von HHFD

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    Original geschrieben von frank_aus_wedau
    Nicht generell. Aber bei Heranwachsenden, deren Charakter noch in der Prägung ist, sollte diese Prägung nicht in einer JVA (in denkbar schlechtester Gesellschaft) erfolgen.


    Sehe ich anders. Welche Alternative schlägst Du vor? Wer nach 3 Vorstrafen noch nicht sozialisiert ist und einen Menschen auf dem Gewissen hat, der soll nicht frei herumlaufen.



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    Original geschrieben von frank_aus_wedau
    Noch was:
    Weggeschlossene können naturgemäß der Gesellschaft kaum schaden. Werden sie dann aber aus der Haft entlassen, müssen wir statistisch noch knapp 60 Jahre mit ihnen zusammenleben.


    Und wenn wir sie nicht einsperren, sind es sogar 63 Jahre.


    Im Alter wird man ruhiger, das ist definitiv so. Ich habe nichts dagegen, wenn Menschen, die sich wie Halbaffen benehmen, so lange von der Begehung von Straftaten abgehalten werden, bis sie z. B. im Alter von 30, 40 oder 50 Jahren keine Gefahr mehr darstellen.


    Im Gefängnis kann man auch arbeiten und Ausbildungen machen - genug Möglichkeiten, noch auf den rechten Weg zu kommen.


    Läßt man ihn laufen, hängen sie doch am nächsten Wochenende wieder im Schnellrestaurant ab und fühlen sich unverwundbar.....


    Gruß


    HHFD

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    Original geschrieben von frank_aus_wedau
    Der Angeklagte hatte aus meiner Sicht glaubhaft zugestanden, dass er mit der Tat den größten Fehler seines Lebens begangen hat.


    Wir können nicht in den Täter hineinschauen. Möglicherweise hat er auch nur eine von seinem Anwalt ausgefertigte Erklärung auswendig gelernt und vorgetragen. Ebenfalls gut möglich, daß er den Tod tatsächlich aufrichtig bedauert weil jemand gestorben ist und auch, weil nun (endlich) Haft droht .


    Allerdings bleibt angesichts der Vorstrafen keine andere Möglichkeit, als ihn ein paar Jahre aus dem Verkehr zu ziehen. Auch wenn das bei ihm keine erzieherische Wirkung haben sollte, ist doch wenigstens die Stadt um einen Gewalttäter ärmer.


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    Original geschrieben von frank_aus_wedau
    Ich denke, dass hier niemand bestreiten wird, dass die vom Gesetzgeber in den Vordergrund gestellte Resozialisierung von Tätern de facto kaum oder vielleicht auch gar nicht stattfindet. Eine für Jugendliche (und letztlich die Gesellschaft) wirklich fatale Folge.


    Fatal ist es für die Gesellschaft - wie man sieht - nur, wenn sich der Täter weiterhin in der Öffentlichkeit bewegen darf. Jedenfalls findet eine Sozialisierung erst recht nicht ohne Haft statt. Wenn irgendetwas hilt, dann eine Haftstrafe. Ohne Haft wird er auch nächstes Mal ausrasten und zuschlagen. Auch wenn die Haft nichts bringen sollte, wird er aber wenigstens an der Begehung weiterer Straftaten gehindert.


    Ich entnehme Deinem Beitrag, daß Du Haftstrafen ablehnst. Aber was schlägst Du stattdessen zur Sozialisierung (und dem Opferschutz) vor? Delphinschwimmen in der Karibik und Anti-Aggressionstraining zählen nicht. Letzteres hat bei Onur U., der in Berlin Jonny K. zu Tode getreten hat, gar nichts bewirkt.


    Die jugendlichen Intensivtäter gehen doch teilweise schon mit der Einstellung ins Gericht, daß außer ein paar Sozialstunden nicht passieren wird. Das wird m. E. auch viel zu lange so praktiziert. Spätestens bei der 2. Tat muß es Arrest geben - zum Beispiel 14 Tage Haft von 20.00 Uhr bis 6.00 Uhr (so daß Schule und Ausbildung weiterhin absolviert werden können). Das wirkt besser als jedes Anti-Gewalt-Training, das die Heranwachsenden kichernd, kaugummikauend und am Handy herumspielend absolvieren.



    Zum Vergleich: Onur U. hat für gezielte Tritte gegen den Kopf 4,5 Jahre bekommen. (Übrigens wurde trotzdem keine Tötungsabsicht unterstellt!) Sanel M. hat 3 Jahre für einen Fausthieb gegen den Kopf bekommen - ich finde, die Relationen stimmen.


    Gruß


    HHFD

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    Original geschrieben von IGGY


    Dann sind die Nerven mit mir durchgegangen und ich habe sie bis zuhause gejagt und gestellt mit dem Auto.


    Das hätte ich mir aber sparen können,



    Ich finde, das war richtig. Wenn sie keine Grenzen aufgezeigt bekommen, machen sie immer weiter, bis es mal Tote und Verletzte gibt. Es kommen ja immer mal wieder Menschen dabei um.


    Und auch bei Strafunmündigkeit würde ich da eine Strafanzeige hinterherschicken.


    Heranwachsende sollen und dürfen auch mal Quatsch machen. Meinetwegen können sie auch sich selbst gefährden. Aber sobald andere Menschen (oder Tiere!!) zu Schaden kommen (können), hört der Spaß sofort und konsequent auf.



    Wenn die Eltern nicht in der Lage sind, diese Grenzen zu setzen, können und sollten das Andere tun (Lehrer, Freunde oder eben Fremde).


    Gruß


    HHFD

    Hi


    wie ist das eigentlich: Spucken müßte doch wegen dadurch übertragbarer Krankheiten (besonders wenn die Mund-/Augenschleimhäute getroffen werden und/oder die Spucke auch Blut enthält) als Körperverletzung gelten, oder?


    Wenn das der Fall ist, kann man weitere Spuckangriffe mit angemessenen Mitteln der Notwehr verhindern - auch gegenüber Minderjährigen.


    Worst-Case-Szenario: die kleine Tochter schaut mit von vor Staunen offenem Mund nach oben und bekommt die Spucke ab, und leidet anschließend an Hepatitis.


    Problem hier ist leider, daß die Täter nicht greifbar sind.



    Gruß


    HHFD

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    Original geschrieben von homo novus
    Auch wenn es nur 1,99_€ sind, gar nichts machen und einfach zahlen, da jede Reaktion den Aufwand nicht wert wäre, kann doch auch keine Alternative sein. Wenn 10.000 Menschen so denken...nettes Taschengeld.



    Die 1,99 EUR sind doch gut investiertes Lehrgeld. Andere zahlen in ähnlichen Fällen hunderte EUR Lehrgeld - also kommt man hier vergleichsweise günstig davon.


    Wer natürlich die entsprechende Tagesfreizeit hat, kann diesem Betrag hinterherrennen - ich könnte das allerdings nicht - zu viel Streß.


    Das nette Taschengeld erkauft derjenige sich mit dem Risiko einer evtl. Strafverfolgung. Insofern ist das eine adäquate Entschädigung für das Risiko. Das sehe ich z. B. bei gutverdienenden Drogendealern ähnlich: Sie leben ganz gut, sicher, aber irgendwann werden die meisten eben doch erwischt und müssen in Haft. Für das Risiko einiger verlorener Jahre und für die permanente Angst, daß frühmorgens die Polizei klingelt, ist eine gute Bezahlung angemessen.


    Gruß


    HHFD

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    Original geschrieben von mumpel
    Einfach nicht bezahlen. Den Rest überlässt man dem Amtsgericht. Das ist der einzige Aufwand den man wirklich hat.


    Das wird doch via Telefonrechnung berechnet, oder? Wie kann man das einfach "nicht zahlen"?


    Gruß


    HHFD

    Hi


    ich habe diesen Nepp auch eben bekommen. Das scheint jeder zu erhalten, der ein Fahrzeug bei mobile.de inseriert.


    Absender: 0152214807**


    "Bitte bestätigen Sie Ihr Inserat, indem sie eine SMS mit folgendem Inhalt versenden BOSS 9703 an 84141 Da Ihr Inserat ansonsten gelöscht wird Mobile.de Team!"




    Gruß


    HHFD

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    Original geschrieben von ChickenHawk
    Was sich unumstößlich dadurch belegen lässt, dass bei dem tödlichen Sprung kein Kamerateam dabei war - ja das nicht mal irgendwelche Begleitpersonen anwesend waren die hätten irgendwas filmen oder den Absturz melden können.


    Es braucht doch heute kein Kamerateam mehr. Er (oder sein Adjütant - wahrscheinlich aber beide) hatten eine GoPro laufen - da bin ich mir ziemlich sicher.


    Der Adjütant ist ja so dicht hinter ihm geflogen, daß auch er zerschellte. Dieser kurze Abstand macht Sinn, wenn man die Person vor sich filmen möchte.


    Aber auch wenn in diesem Fall keine Filmaufnahmen gemacht wurden - man kann ein solches Hobby auch ohne Medienrummel ausüben.


    Ich gehe allerdings mit der Auffassung mit, daß nicht allein mediale Aufmerksamkeit und Kommerz die Triebfeder dieses Sportlers waren. Er hatte Freude am Sport - aber er wurde andererseits auch nicht mit vorgehaltener Waffe zu diversen Fernsehauftritten gezwungen. Er hat sein Hobby auch kommerziell genutzt, was nicht verwerflich ist, ihn aber (für mich) auch nicht gleich zum Helden macht.



    Gruß



    HHFD