Beiträge von HHFD
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Hi,
hier mal was aus der Praxis, ist mir vor wenigen Tagen passiert. Wer nach Sehen dieses Videos sagt, eine Kamera im Auto wäre unnötig, der soll halt ohne Fahren und dann auch aufgrund der Betriebsgefahr im Falle eines Unfalles u. U. zu 100% haften. Mit Kamera hätte man hier aber gute Chancen auf wenigstens 2/3 oder gar 100% Schuld des Fahrradfahrers, falls er dem Audi oder mir unter die Räder gekommen wäre. Ein Trucker hätte ihn so dicht vor dem Führerhaus wahrscheinlich gar nicht gesehen.....
Er hat den erst silbernen Audi vor mir zum starken Bremsen gezwungen, und dann mich.
Der Wechsel auf die Straße war hier zwar erlaubt, die Art und Weise jedoch nicht.
Ich fahre nicht mehr ohne Kamera, ich erlebe einfach zuviel.
Die Aufnahme ist mit Ton, und ich habe nicht gehupt.... Das mache ich eigentlich nie, denn ändern wird sich dadurch nichts.
Audioqualität ist schlecht, daher Ton am besten leise stellen, Dauer 16 Sekunden:
http://www.youtube.com/watch?v=amysv3eF86Y
Gruß
HHFD
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Zitat
Original geschrieben von drueckerdruecker
... Und wer 'ne Kamera mitlaufen lässt, um seine eigene Unschuld und die Schuld der anderen zu dokumentieren, der sollte auch gleich dazusagen, daß er seine Aufnahmen im andersgelagerten Ausnahmefall natürlich zur eigenen Belastung und fremden Entlastung zur Verfügung stellen wird.Wenn auch der Radfahrer ne Kamera hat (wie unser Streetracer aus dem Startposting), dann ist es ja wieder fair. Und mit Kamera fährt man selbst auch ordentlicher, weil man ja weiß, daß eigenes Fehlverhalten aufgezeichnet wird. Kann ich nur empfehlen! Allerdings belastet sich der Radfahrer mit dem Video selbst. Wenn ich mal Zeit habe, schneide ich mal ein BestOf zusammen, da gibt es einige selbstmörderische Aktionen zu sehen - auch von Autofahrern.
Wie auch bei Autofahrern gibt es leider auch bei Radfahrern ein paar schwarze Schafe. Meine Beobachtungen zeigen, daß es Rennradfahrer sind, die ihr 3000-EUR-Bike mit 9mm schmalen Reifen und 11bar Luftdruck nicht über abgesenkte Bordsteinkanten jagen wollen. Denn das gibt bei 30km/h einen ordentlichen Schlag auf den Karbonrahmen und die Handgelenke.
Daher wird eben auf der glatteren Straße gefahren, wo dann vor allen Dingen Busse und LKW nicht vorbeikommen. Da wir aber nicht bei der Tour de France sind, wo Begleitfahrzeuge kilometerweit hinterherfahren, wird das als Behinderung wahrgenommen.
Ich finde es eben ziemlich egoistisch, sich ungeachtet aller Regeln den Weg herauszusuchen, auf dem man am schnellsten vorankommt und auf dem der Fahrbahnbelag am besten ist.
Würde der Radfahrer für Stadtfahrten ein Trekkingbike nutzen, könnte er auch den Radweg benutzen.
Die Analogie wäre es, mit einem Formel1-Auto in einer Stadt herumgurken zu wollen. Man würde sich bei jedem Schlagloch den Unterboden aufreißen. Deswegen nutzt man im Stadtverkehr Fahrzeuge mit mehr Bodenfreiheit.
Gruß
HHFD
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Zitat
Original geschrieben von mumpel
Natürlich geht das nicht, der fährt ja.
Es steht nirgens geschrieben dass man nicht in der Mitte fahren darf. Man darf nur nicht den Verkehr behindern.
Das ist ein Irrtum. Das Rechtsfahrgebot gilt natürlich auch für Radfahrer. 1 m Abstand von parkenden Fahrzeugen reicht hier vollkommen aus.
Jetzt wissen wir auch, warum der Anfang des Videos fehlte. Der Radfahrer fuhr längere Strecken mitten auf der Fahrbahn, obwohl rechts ein separater Streifen für Radfahrer ausgewiesen war, obendrein in guter Fahrbahnqualität. Jegliches Überholen war dadurch nicht möglich. U. U. war das bereits Nötigung.
Natürlich muß sich ein Autofahrer hier beherrschen, und nötigenfalls geduldig hinterherfahren. Aber die Fahrweise des Radfahrers ist keinesfalls gutzuheißen!
Wir können auch nur spekulieren - vielleicht fuhr die Frau schon mehrere Kilometer hinter dem Radler her, ohne überholen zu können. Da hat sie die Nerven verloren - so sehe ich das.
Gruß
HHFD
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Damit hast Du ja auch vollkommen Recht:
ZitatOriginal geschrieben von rmol
Dir könnte man treffend antworten: Wer als Autofahrer kilometerlang eine ebene und glatte Fahrbahn ohne störende Fremdbenutzer braucht, der sollte sich auf die Autobahnen beschränken, denn dafür wurden sie gebaut., und nicht verbotenerweise auf Radwege ausweichen.
...könnte man noch ergänzen.
Ist doch auch so. Wenn ich mein Auto ausfahren will, muß ich Sonntags früh um 7.00 Uhr auf die Autobahn, dann kann ich auch mal eine Stunde lang konstant meine 250 km/h fahren.
Um diese Zeit hat übrigens auch der Fahrradfahrer freie Fahrt in der Stadt, da kann er gefahrlos in der Mitte der Straße seine 30 km/h fahren.
Einzelzeitfahren im Berufsverkehr geht nunmal nicht , und es sind aus meiner Erfahrung vor allem die, die Radfahren als Sport betreiben, die sich über alle Regeln hinwegsetzen. "Der Radweg macht die dünnen Felgen kaputt, und dort sind so viele Freizeitradler unterwegs, also fahre ich kurzerhand auf der Straße" - so scheinen da einige zu denken.
Gruß
HHFD
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Zitat
Original geschrieben von mumpel
Typisches Autofahrer-Denken.
Man könnte es auch objektiv nennen, denn jede Sache hat 2 Seiten. Und man sollte immer beide möglichst neutral betrachten.
ZitatOriginal geschrieben von mumpel
Noch so ein falscher Gedankengang. Ein Fahrrad hat nur zwei Räder. Da kann man auf schlechten Wegen schneller stürzen als Du glaubst. Ein Auto ist erheblich besser "gefedert" als ein Fahrrad.Was willst Du damit sagen? Auch ein Auto muß auf den Schlaglochpisten nach einem harten Winter langsam fahren und ausweichen. Das muß ein Fahrradfahrer eben auch, wenn der Radweg nicht perfekt ist. Wenn man stürzt, war man zu schnell oder hat geträumt. Aber das ist keine Berechtigung, statt eines vorhandenen Radweges die Straße zu nutzen.
ZitatOriginal geschrieben von mumpel
Und was machst Du wenn es keinen Radweg gibt (ausserhalb der Ortschaften)? Nicht überall gibt es Radwege. Und einen 20 Kilometer Umweg muss man ja wohl nicht in Kauf nehmen!?Natürlich geht es mir nur um die Fälle, wo explizit ein Radweg vorhanden ist, aber trotzdem auf der Straße gefahren wird.
ZitatOriginal geschrieben von mumpel
Tun dass die Fussgänger nicht wenn man sich mit denen einen Weg teilen muss? Haben Radfahrer etwa nicht das Recht, schnell vorwärts zu kommen?NIEMAND hat das Recht, schnell vorwärts zu kommen. Ich beklage mich auch nicht, wenn ich an jeder Ampel, an jedem in 2. Reihe stehendem Taxi usw. warten muß. Dann fahre ich doch auch nicht auf dem Radweg weiter, weil ich dort besser vorankomme! Nur manchmal habe ich das Gefühl, daß Radfahrer dieses Recht einfordern. Ungehinderte, freie Fahrt auf einem ebenen Weg.
Ist ja auch klar, wenn man mit Fahrradcomputer gegen die Zeit fährt und einen neuen, persönlichen Rekord aufstellen möchte. Dann ist aber Bahnradfahren oder ein Ergometer die bessere Wahl.
ZitatOriginal geschrieben von beugelbuddel
Falls ich mit 22-28km/h pro Stunde auf so manchen Radweg fahren würde, grenzt dies an russisches Roulette!Hat ein Radfahrer etwa kein Recht flüssig voranzukommen?
Und nochmals, nein, hat er nicht, ebenso wie der Autofahrer dieses Recht nicht hat. Man kann nunmal nicht überall seine persönliche Idealgeschwindigkeit fahren, ohne auch mal bremsen oder ausweichen zu müssen. Das geht doch den Autofahrern genauso! Alle 200 m eine Ampel oder ein ausscherender Bus usw. Ich würde auch viel lieber meine konstant 50km/h durchziehen, aber das geht nunmal nicht. Obwohl, es ginge schon, aber da müßte ich auf dem Radweg weiterfahren. Mache ich aber nicht, weil verboten und gefährlich.
BTW, ich habe noch nie einen Radfahrer angehupt, und ich fahre übrigens auch selbst Rad (aber nicht gegen die Zeit). Bremsen aus mühsam ertretenen 30km/und wieder anfahren hasse ich auch, aber manchmal muß es eben sein.
Ich meine, manche Radfahrer riskieren mit ihren Manövern ihr Leben bzw. ihre Gesundheit, das ist schon Preis genug. Aber ich habe eine Kamera an Bord, damit ich im Falle eines Unfalles nicht automatisch der Verlierer bin.
Gruß
HHFD
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Zitat
Original geschrieben von rmol
Für dich scheinbar unvorstellbar. Ich habe es selber schon erlebt, statt Wiese/Feld/Acker gab's aber nur Schneehaufen zum Ausweichen, s. Link oben.Habe mir das durchgelesen, und das ist natürlich nicht in Ordnung. Also Foto machen, mit Datum und Uhrzeit ans Ordnungsamt schicken, und mit etwas Glück bekommt der Halter ein Ticket i. H. v. 25,00 EUR wegen verbotswidrigen Parkens mit Behinderung.
Gruß
HHFD
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Hi
beim Video fehlt der Anfang. Warum wohl?
Beide Seiten haben sich falsch verhalten. Wie ich das sehe hat der Radfahrer den vorhandenen Radweg nicht benutzt, die Frau hat ohne ausreichenden Seitenabstand überholt.
Beide Parteien sind unsachlich und reagieren über.
Ich fahre Rad und Auto, und wenn ein Radweg da ist, benutze ich den auch, auch wenn da kleine Bordsteinkanten usw. sind. Wer glaubt, aufgrund seines Papageienanzuges in der Stadt auf der Straße fahren zu dürfen hat offenbar noch nicht registriert, daß besonders LKW und Busse solche Radler kaum überholen können und dadurch den Verkehr aufhalten.
Diese Radler sind mit 20-30km/h zu schnell, um problemlos und sicher überholt werden zu können.
Drehen wir es mal um: in meiner Stadt gibt es eine Straße mit fürchterlichem Kopfsteinpflaster, Fuß- und Radweg sind dagegen schön glatt und eben. Hätten denn unsere Radler Verständnis, wenn ich dann mit dem Auto über den Radweg fahre, weil ich die Stoßdämpfer schonen möchte?
Oder man stelle sich mal vor welchen Anfeindungen man ausgesetzt wäre, wenn man mit einem Auto mit 10km/h auf einem 2m breiten Radweg fahren würde (links und rechts nur Wiese/Felder), so daß die Radler über den Acker müssen. Ja, ausgebremst zu werden ist doof.
Meine Meinung: wer als Radfahrer kilometerlang eine ebene und glatte Fahrbahn braucht, sollte Bahnradfahren gehen. Wer draußen fahren will, kann z. B. oft die parallel zu Flüssen angelegten Radwege ungestört und ohne Ampeln nutzen. Und wer in der Stadt fahren will, der muß eben mit den Regeln und anderen Verkehrsteilnehmern leben.
Gruß
HHFD
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Hi
ja, wer (finanziell) keine Abstriche machen möchte, der sollte tatsächlich auf Kinder verzichten.
Und überhaupt, wer bei einem Kind zuerst an die Kosten denkt, sollte wohl tatsächlich lieber sein sogenanntes DINK-Leben in vollen Zügen genießen.
Es gibt ja auch noch Hunde und Katzen

Wobei IMHO insbesondere ein Hund die "Nachteile" eines Kindes und die der Kinderlosigkeit vereint:
- man kann nicht ohne das Tier in den Urlaub, bzw. muß es unterbringen (wie ein Kind eben auch),
- kostet ebenfalls Zeit und Geld,
- stirbt auch noch eher als ein Kind,
- schenkt einem keine Enkelkinder, besucht einen im Alter nicht, und ruft auch nie an,
- und ist eben kein Kind, sondern ein Tier.OK, einen kleinen Zusatzpunkt bekommt der Hund noch: er gehorcht aufs Wort.
Und bei Verlust des Interesses gestaltet sich die Abgabe im Tierheim einfacher als die Freigabe eines Kindes zur Adoption.Ich kenne auch ein paar solcher Kandidaten, und natürlich haben die finanziell und zeitlich ganz andere Freiheiten. Allerdings fühlen sie sich mit steigendem Alter zunehmend allein und nicht wenige bereuen es, aus diesen oder jenen Gründen keine Kinder gehabt zu haben.
Meist kommt die Einsicht erst mit der Menopause, oder wenn der Mann sich nochmal eine Jüngere sucht, um doch nochmal das evolutionsbiologisch vorgegebene Programm in die Tat umzusetzen.
Wenn man bei 3000 EUR noch wegen eines Kindes überlegt stellt sich natürlich sofort die Frage: wie machen das eigentlich die (u. U. sogar alleinerziehenden) Hartz-IV-Bezieher-/innen?
Gruß
HHFD
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Hi
Kinder "kosten" eher wenig Geld, und Geld macht Kinder auch nicht glücklich.
Kinder kosten aber Zeit, und sie sind dankbar für jede Minute, die man sich ihnen widmet.
Nicht Geld ist das Problem, eher die Zeit!
Gruß
HHFD