Zitat
Original geschrieben von stefanniehaus
Und wie soll das klappen, ohne dass man die Kündigungsmöglichkeiten des Kunden einschränkt?
Wenn der Kunde kündigen kann, weil er für die Leistung zu viel bezahlt, dann muss der Anbieter analog ja auch kündigen können, wenn er für den Kunden drauf bezahlt.
Würde in diesem Fall also kein bisschen bringen.
Oder willst du die Kündigungsmöglichkeiten für den Endverbraucher beschneiden?
Auch hier gilt schließlich: Gleiches Recht für alle.
Was ist das für eine Logik?!? Wer sagt denn, daß das Kündigungsrecht symmetrisch verteilt sein muß? Und Du vergißt, daß o2 das Angebot unterbreitet hat, nicht der Kunde.
In der Realität ist das Kündigungsrecht sehr oft asymetrisch verteilt. Ein Vermieter kann nicht ohne weiteres kündigen. Der Mieter schon.
Deiner Logik zufolge darf ein Vermieter kündigen, weil er sich in seiner Kalkulation vertan hat und eine zu niedrige Miete angesetzt hat. Zum Glück darf er das in Deutschland aber nicht.
Viele haben den o2 ja abgeschlossen, weil sie telefonieren wollen, ohne darüber nachdenken zu müssen:
So wie früher:
1. "Hoffentlich bleibe ich unter 60 Sekunden, ist ja Fremdnetz."
2. "Hat mein Gesprächspartner Karl o2 (29 cent/min) oder D1 (79 cent/min)?"
3. "Wie kann ich meine SMS kürzen, so daß ich alles in eine bekomme?"
Deswegen hat man eine Flatrate. Und nun darf man sich Dank o2 genau über denselben Sche**** wieder Gedanken machen. Man sitzt ja quasi auf einer tickenden Zeitbombe und darf beim telefonieren wie in alten Zeiten wieder auf die Uhr schauen und bei unbekannten Nummern die Providerabfrage machen.
Das ist nicht Sinn, Zweck und Definition einer Flatrate.
Jeder kleine Supermarkt schreibt bei Sonderangeboten die Grenze hin: "Abgabe nur in haushaltsüblichen Mengen." Der Milliardenkonzern o2 bekommt das aber nicht hin, lockt massenweise Kunden an und kickt dann die unliebsamen wieder heraus. :flop:
Wenn dort auch nur ein paar intelligente Köpfe säßen, würden die das schlucken (die paar Airbagextremüberzieher sind doch letzlich nur peanuts) und einfach auf Zeit spielen:
1. sinken die Terminierungsentgelte und damit auch der evtl. Verlust, den o2 macht
2. sollten die weiter den o2 o 40 so aggressiv vermarkten. Je mehr Kunden sie haben, desto mehr Gespräche sind netzintern und desto weniger werden die verlustbringenden Fremdnetztelefonate und desto mehr eingehede Anrufe aus Fremdnetzen finden statt.
3. hätte man den Extremüberziehern ein freundliches Schreiben senden können: "Sie telefonieren gern und viel, was uns sehr freut. Sie haben vielleicht gehört, daß andere Mobilfunkanbeiter Ihren Intensivnutzern kündigen - wir als Telefonica o2 können Ihnen aber versichern, daß wir zu unserem Angebot stehen und sie als Kunden behalten möchten. Wir würden uns freuen, wenn Sie den Tarif o2 o auch Ihren Freunden und Geschäftspartnern weiterempfehlen. Für jeden Neukunden telefonieren Sie einen Monat gratis!"
DAS ist Marketing. Aber nein, o2 ERHÖHT sogar den Airbag wieder und kündigt fleißig.
Und sicher ist auch, daß ein gekündigter Kunde in seinem gesamten Umfeld sicher nichts gutes über o2 mehr sagen wird. Es ist ja - offenbar außer bei o2 - bekannt, daß ein einziger unzufriedener Kunde sehr viel des teuren Marketings zunichte machen kann.
Mein Vorschlag wäre ja ein o2o mit ca. 25-30 EUR Airbag, allerdings mit höheren Minutenpreisen (ca. 19 oder 29 cent). So daß die, die den Airbag nicht erreichen oder knapp darüber sind, wesentlich profitabler sind, der Tarif aber durch den niedrigen Airbag auch für bisherige Prepaid-Durchschnittstelefonierer interessant wird.
Gruß
HHFD