Bei Greenpeace habe ich oft ein mulmiges Gefühl.
Apple mit seinem Ruf eher zu den "guten" Herstellern zu gehören (eben die Mac underdog Rolle gegen die bösen Riesen der Microsoft Welt) ist auch ein denkbar gutes Opfer für eine Kampagne die Greenpeace mal wieder in die Schlagzeilen bringt.
Frankreich testet keine Atombomben mehr in der romatischen Südsee, Shell versenkt momentan kein ausgedientes Equipment mehr vor der Weltöffentlichkeit, die Walpoulation erholt sich langsam aber sicher, in D ist der Atomausstieg (noch) beschlossene Sache und Fell von Robbenbabies wird nur noch von neureichen Russen öffentlich getragen.
Also auf gegen eine Firma die eher ein "cleanes" Image hat.
Es ist ja nicht so dass Apple irgendwelche Giftschleudern in den Markt wirft, sondern nur keine fixe Zeitangabe zur Abkehr von PVC und Brandhemmern angegeben hat und neben den anderen Herstellern nicht alle bei der Produktion eingesetzten Chemikalien öffentlich macht.
Sicher, Mißstände müssen aufgedeckt werden und auf lange Sicht ist der Umweltschutz sehr wichtig, nur wird keine Elektronik der Welt jemals kompostierbar sein oder nach Gebrauch als Kraftfutter verarbeitet werden können.
Ich werde das Gefühl nicht los dass bei einem letzten Platz von Dell keine Kampagne gestartet worden wäre.
Alleine die plakativen Fotos von großen Haufen E-Schrott in Indien (?) mit armen Slumkindern die quietschebunte Apple Tastaturen in den Händen halten spricht für mich Bände.
Naja, vielleicht bin ich ja auch dank meines Berufes etwas nüchterner was den stellenweise blinden und nur auf publicity abzielenden Aktionismus von Umweltschützern angeht.