Beiträge von Applied

    Zitat

    Original geschrieben von derAL
    a) Er wurde durch den Marshall-Plan und damit durch fremde Hilfe möglich


    Auch das.
    Aber ist es nicht so, als sei Deutschland erst nach dem zweiten Weltkrieg eine führende Volkswirtschaft in der Welt geworden.


    Zitat

    Original geschrieben von derAL
    Und Heute hat ein Handelstag in einer globalisierten Welt 24 Stunden, weil die Welt in Echtzeit vernetzt ist. Und auch hier gibt es welche, die jene Stunden füllen, die andere mit dem Schlafen verbringen (...) Bemerkst Du etwas?


    Bitte hilf mir auf die Sprünge:
    Um später aufstehen zu können, übernehmen die spät aufstehenden afrikanischen Flüchtlinge aus der Flüchtlingsunterkunft übernehmen halt einfach die Devisen- und Wertpapiermarktaktivitäten bei deutschen Banken?

    Zitat

    Original geschrieben von frank_aus_wedau
    Hier muss ich eingestehen, dass ich mir auch für meine Zukunft in Deutschland (darum geht es hier) ganz allgemein mehr Gelassenheit wünsche


    Der Wohlstand Deutschland ist nicht auf Spätaufstehen und Gelassenheit gebaut worden.


    Zitat

    Original geschrieben von derAL
    Ich denke, dass es völlig egal ist, wann jemand aufsteht. Ich verweise hier auf neue Arbeitsmodelle, die sich der Generation Y annähern, bei der Frühaufstehen auch keine Relevanz mehr hat.


    Die Frage ist: Wer wird so beschäftigt? Wer profitiert von diesen neuen "Arbeitszeitmodellen" (am meisten)?


    Antwort: überdurchschnittlich qualifizierte und gut verdienende Fachkräfte. Vielleicht Leute wie du.


    Aber (mit Ausnahme von entsprechend gewählter Schichtarbeit) nicht wirklich Leute, die in Flüchtlingsunterkünften hocken.

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    Original geschrieben von frank_aus_wedau
    Der Bürger wird als "dummer Deutscher Michel" hingestellt, der nicht versteht und auch gar nicht verstehen muss, welche klugen Entscheidungen die Regierung momentan trifft. Dass das nicht gut ankommt, versteht allerdings sogar dieser Michel ... und ärgert sich über das abgehobene und ignorante Vorgehen "der da oben".


    Ich nehme an, du spielst momentan auch vor allem auf die Flüchtlingskrise und die Folgenbewältigung an?


    Mal ehrlich: Ist das so?
    Halten die sich und ihre Vorschläge bzw. Entscheidungen für "klug"?


    Die Entscheidungen scheinen mir eigentlich nur von einem getrieben: Alternativlosigkeit.
    Und so werden sie auch gerechtfertigt.


    Es gibt aus humanitären Gründen keine Alternative, als Flüchtlinge unbegrenzt aufzunehmen.
    Und ebenso gibt es keine Alternative, andere Asylbewerber schneller abzuschieben.


    Das war in der Griechenlandkrise auch schon so.

    Eine ziemlich grosse Domainauswahl hat INWX. Sind als deutscher Anbieter auch (mindestens) meistens relativ günstig. Zumindest für von mir genutzte bzw. in Erwägung gezogene Domains. Dies gilt auch für in Deutschland eher seltener angebotene Länder-Domains.


    INWX bietet auch "Hosting" an, dieses scheint mir allerdings eher "Nebengeschäft" zu sein.
    Dessen Benutzeroberfläche ist auch kaum mit der (im Vordergrund stehenden) Domainverwaltung integriert. Habe da nur für 0,19 im Monat die 10 Email-Weiterleitungen gebucht (da man die auf alle Domains aufteilen kann).


    Empfehlen würde ich die für die Domainregistration allemal, wenn, ja wenn man dafür einen separaten Anbieter in Erwägung ziehen kann. Ich denke als Registrar sowohl Auswahl (auch "exotischer" Domains) als auch Funktion und Preis dürften die ohne negative "Ausreisser" fast immer ganz gut dastehen, so dass man mit dieser Wahl kaum einen Fehler macht.


    Als Hoster habe ich noch nicht viel gehört, aber mir drängen sich die Angebote da auch nicht unbedingt auf.


    Nein, ich habe keine persönliche Beziehung zu diesem Anbieter, abgesehen davon, dass ich da seit einigen Jahre Kunde bin. ;)

    Zitat

    Original geschrieben von Goyale
    Und wenn jemand mit Sitz in LU EU-weit als Bank tätig werden möchte, muss er die Banklizenz portieren. Es sind damit auch Pflichten verbunden (z.B. Beteiligung am lokalen Einlagensicherungsfonds)


    Sehe ich nicht so.


    Ich meine... was ist beispielsweise mit der Advanzia Bank?


    Die haben ihre Lizenz doch offensichtlich "portiert", d.h. sind als grenzüberschreitender Dienstleister bei der Bafin registriert. Und sie bieten offensichtlich Einlagengeschäft an.


    Die angelegten Kundengelder sind jedoch ausschliesslich bei der AGDL in Luxemburg versichert.
    Die Advanzia Bank unterliegt keiner deutschen Einlagensicherung.



    PS: Und die Consorsbank habe ich auch schon genannt. Die sind zwar freiwillig Mitglied im Einlagensicherungsfonds deutscher Banken. Aber diese Mitgliedschaft ist freiwillig. In der gesetzlichen Einlagensicherung, in der Entschädigungseinrichtung deutscher Banken organisiert, sind sie keine zugewiesene Bank.

    Puh, zum Glück habe ich die Seite hier nochmal aktualisiert, bevor ich losgetippt habe. Du hast mir soeben einige Zitat- und Schreibarbeit abgenommen, DarioM ;)


    Ich sehe es bzgl. Paypal auch so: PayPal hat eine luxemburgische Banklizenz. Selbst die Gelder luxemburgischer Paypal-Kunden unterliegen allerdings nicht der Einlagensicherung, da Paypal als E-Geld-Anbieter auftritt.

    Zitat

    Original geschrieben von DarioM
    Mit einer "Portierung" der Banklizenz nach Deutschland hat die fehlende Einlagensicherung nichts zu tun


    Yep.


    Ein prominentes Beispiel dafür ist die die Consorsbank. Es dürfte wohl unstreitig sein, dass diese Ihre Banklizenz in Form einer Niederlassung nach Deutschland "portiert" hat (um es so zu nennen).


    Gelder bei der Consorsbank unterliegen allerdings nicht der gesetzlichen Einlagensicherung in Deutschlandö.

    Zitat


    Zitat: "Der Kripo-Chef Ulf Küch betont, es gehe dabei um organisierte Kriminelle, nicht um Flüchtlinge."...schreibt die Zeitung dann fett direkt unter den Titel.


    1. Die Sonderkommission heisst "Asyl", die Spuren führen oft das Aufnahmelager, vor allem zu alleinreisenden jungen Männern (genau das ist doch ein Grossteil der Flüchtlinge?!)


    2. "Es handele sich fast ausschließlich um alleinreisende junge Männer – Küch bezeichnet sie als „offensichtlich organisiert"


    3. "Diese Leute kommen offenbar nur hierher, um Straftaten zu begehen. Sie tauchen unter in der Menge der Flüchtlinge. (...) Die Täter müssten wissen, „dass sie sich als Vorbestrafte von ihrem Asyltraum wohl verabschieden können“"


    Ja wie denn nun bitte!?


    Sind es nun alleinreisende junge Männer - oder organisierte Banden? Wieso müssen Leuten wissen, sie zerstörten sich ihren "Asyltraum", wenn diese doch ohnehin "nur hierher kommen", um Straftaten zu begehen, und unter Flüchtlingen nur untertauchen? Ich kann mich des Eindrucks erwehren:


    Offensichtlich soll medial "politisch korrekt" zwischen "organisierten Kriminellen" und "Flüchtlingen mit Asylwunsch" differenziert werden - anstatt die schlichte Wahrheit auszusprechen: Von den untergebrachten Flüchtlinge sind bzw. werden auch einige (wenige) kriminell.


    Aber offensichtlich soll der Begriff der "kriminellen Asylbewerber" medial unbedingt vermieden werden.

    Zitat

    Original geschrieben von SAR
    Ich kann in meinem Umfeld keine türkischen Familien entdecken, die sich vor Arbeit drücken, falls du das meinst.

    Du kennst halt sozusagen "die Mehrheit" integrierter und/oder guterwerbender Türken in Deutschland. Die Minderheit, die ich meine, ist in den Statistiken und Untersuchungen zu Arbeitslosigkeit, Bildungserfolgen etc. enthalten. Auch in zweiter und dritter Generation.


    Das Problem sind die Proportionen. Der Anteil der Geringerqualifizierten, Geringerverdienenden und Arbeitslosen ist unter den Türken und ihren Nachkommen schlicht deutlich grösser als unter den Deutschen. Diese Einschätzung ist durchaus quasi Konsens - auch unter denen, die die Gründe dafür zum grössten Teil "nur" auf Diskriminierung, Rassismus durch die deutsche Mehrheitsgesellschaft zurückführen (i.e., die Gründe nicht primär in den Betroffenen und ihren Familien selbst suchen).


    Von daher ist der Effekt auf das Rentensystem nicht so einfach mit "viele Migranten, viele Babys, das hilft" zu beantworten.


    Zitat

    Original geschrieben von rasputin
    In keinem der von dir genannten Beispiele steht etwas hinsichtlich ausschließlicher Vorteile.


    Das gibt es auch kaum. Die Berichterstattung ist allerdings zugunsten der Vorteile "verzerrt". Das fängt mit den Einzelfallberichten über "syrische Ärzte und Ingenieure" an, denen nicht in gleichem Masse Berichte über schlecht integrierte syrische Langzeitarbeitslose entgegenstehen. Und geht damit weiter, dass positive Einschätzungen (wie die hier vom DIW zitierte) relativ kritiklos aufgegriffen werden, negative jedoch nur selten und relativierend.

    Zitat

    Original geschrieben von rasputin
    Eine der Aussagen, nämlich , stimme ich absolut zu.


    „Die Flüchtlinge wären ohnehin gekommen, sie hat dagegen eine humanitäre Katastrophe verhindert.“


    Nein, die Flüchtlinge wären nicht "ohnehin" in diesen Massen gekommen. Das sind sie in der Vergangenheit ja auch nicht.


    Ich will gar nicht bestreiten, dass sie das mit der Motivation getan hat, eine humanitäre Katastrophe zu verhindern - aber mit dem Bruch des Rechts und der Ankündigung von der unbegrenzten Aufnahme hat Merkel erst vielen anderen Migranten das "Aufbruchsignal" gegeben. Da ist es für Millionen auf der Welt nur rational, sich auf den Weg nach Deutschland zu machen.


    Wer unbegrenzte Versprechen macht, der muss damit rechnen, dass unbegrenzt Menschen kommen, um diese einzulösen.


    Und das ist ein Versprechen, das nicht haltbar ist. Dagegen wird die einheimische Bevölkerung ab einem gewissen Grade aufbegehren und/oder die faktischen Kapazitäten sind erschöpft. Und entweder korrigiert Frau Merkel ihre Politik - oder es wird letztendlich der Anfang vom Ende ihrer Kanzlerschaft sein. Wir hören es ja aktuell aus Schweden: "Wir können keine weiteren unterbringen, wer jetzt noch kommt, muss sich selbst eine Wohnung suchen, oder sehen, wo er bleibt".


    Daraus aber erwächst das Potential für noch viel grössere humanitäre Katastrophen.


    Man kann Flüchtlingsmigration unter dem Gesichtspunkt kalkulierter Risiken betrachten:
    1. Frau Merkel gaukelt den Flüchtlingen vor, es gäbe in Deutschland kein persönliches "Risiko" des "Willkommenseins" für sie. Es gäbe keine Obergrenzen, niemand aus Ländern wie Syrien werde zurückgeschickt. Das ist aber eine Illusion - oder führt zu Anarchie.
    2. Es gibt auch ein Risiko für humanitäre Katastrophen. Wie du schon sagst, zum Beispiel dann, wenn Flüchtlinge an Grenzen stecken bleiben, oder ein Land "überfüllt" und überfordert ist. Auch hier negiert Angela Merkel dieses Risiko. Auch dieses ist allerdings eine Illusion.


    Wer Risiken negiert, leugnet, und verdrängt, der setzt sich selbst Risiken aus - und wird irgendwann die Kontrolle über seine Situation verlieren.


    Die Risikoeinschätzung ist ein entscheidender Parameter der Verhaltenssteuerung. Wenn man humanitäre Katastrophen als "Risiko" der Migration betrachtet, wenn man beispielsweise das Risiko "in Ungarn festzusitzen" als Risiko betrachtet, dann glaube ich aber, dass die meisten Menschen, auch Flüchtlinge, sich auch diesbezüglich rational verhalten werden: Sie gehen das Risiko gar nicht erst ein - und bleiben zuhause, oder verteilen sich auf andere Orte, an denen sie sicher sind.