Zitat
Original geschrieben von rasputin
Eine der Aussagen, nämlich , stimme ich absolut zu.
„Die Flüchtlinge wären ohnehin gekommen, sie hat dagegen eine humanitäre Katastrophe verhindert.“
Nein, die Flüchtlinge wären nicht "ohnehin" in diesen Massen gekommen. Das sind sie in der Vergangenheit ja auch nicht.
Ich will gar nicht bestreiten, dass sie das mit der Motivation getan hat, eine humanitäre Katastrophe zu verhindern - aber mit dem Bruch des Rechts und der Ankündigung von der unbegrenzten Aufnahme hat Merkel erst vielen anderen Migranten das "Aufbruchsignal" gegeben. Da ist es für Millionen auf der Welt nur rational, sich auf den Weg nach Deutschland zu machen.
Wer unbegrenzte Versprechen macht, der muss damit rechnen, dass unbegrenzt Menschen kommen, um diese einzulösen.
Und das ist ein Versprechen, das nicht haltbar ist. Dagegen wird die einheimische Bevölkerung ab einem gewissen Grade aufbegehren und/oder die faktischen Kapazitäten sind erschöpft. Und entweder korrigiert Frau Merkel ihre Politik - oder es wird letztendlich der Anfang vom Ende ihrer Kanzlerschaft sein. Wir hören es ja aktuell aus Schweden: "Wir können keine weiteren unterbringen, wer jetzt noch kommt, muss sich selbst eine Wohnung suchen, oder sehen, wo er bleibt".
Daraus aber erwächst das Potential für noch viel grössere humanitäre Katastrophen.
Man kann Flüchtlingsmigration unter dem Gesichtspunkt kalkulierter Risiken betrachten:
1. Frau Merkel gaukelt den Flüchtlingen vor, es gäbe in Deutschland kein persönliches "Risiko" des "Willkommenseins" für sie. Es gäbe keine Obergrenzen, niemand aus Ländern wie Syrien werde zurückgeschickt. Das ist aber eine Illusion - oder führt zu Anarchie.
2. Es gibt auch ein Risiko für humanitäre Katastrophen. Wie du schon sagst, zum Beispiel dann, wenn Flüchtlinge an Grenzen stecken bleiben, oder ein Land "überfüllt" und überfordert ist. Auch hier negiert Angela Merkel dieses Risiko. Auch dieses ist allerdings eine Illusion.
Wer Risiken negiert, leugnet, und verdrängt, der setzt sich selbst Risiken aus - und wird irgendwann die Kontrolle über seine Situation verlieren.
Die Risikoeinschätzung ist ein entscheidender Parameter der Verhaltenssteuerung. Wenn man humanitäre Katastrophen als "Risiko" der Migration betrachtet, wenn man beispielsweise das Risiko "in Ungarn festzusitzen" als Risiko betrachtet, dann glaube ich aber, dass die meisten Menschen, auch Flüchtlinge, sich auch diesbezüglich rational verhalten werden: Sie gehen das Risiko gar nicht erst ein - und bleiben zuhause, oder verteilen sich auf andere Orte, an denen sie sicher sind.