Zitat
Original geschrieben von SAR
@ chefkoch, danke für den link, am Ende sehr Interessant:
DIW: Nach spätestens sieben Jahren erwirtschaftet ein Flüchtling mehr, als er den Staat kostet.
Zunächst mal wäre es hilfreich, wenn wir bei der Wahrheit bleiben, anstatt herumzuphantasieren!
Du schreibst da nämlich "nach spätestens sieben Jahren". Selbst wenn wir die Annahmen des Berichts selbst für "realistisch" halten, steht das nämlich nicht drin:
"Selbst im pessimistischen Szenario erhöht sich langfristig das Pro-Kopf-Einkommen der bereits in Deutschland lebenden Menschen nach etwas mehr als zehn Jahren"
Ich denke, dazu müssen wir die Bedeutung des Wortes "spätestens" nicht aufdröseln, um festzustellen, dass "mehr als zehn Jahre" nicht "spätestens sieben" sind.
Und dazu sind auch die Annahmen selbst sehr fraglich, wie die Autoren selbst schreiben:
"Kaum abzusehen ist derzeit, in welchem Maße der Arbeitsmarkt insbesondere Ge- ringqualifizierte aufnehmen kann"
Zitat
Original geschrieben von sailing2capeside
Im übrigen werden die Kosten in %-Punkte des BIP dem BIP-Wachstum gegenübergestellt. Wäre mir neu, dass das Wirtschaftswachstum zur Gänze direkt in die Sozialkassen fließt...
Das ist der Punkt:
Der DIW-Bericht betrachtet einzig und allein das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf und das Durchschnittseinkommen pro Kopf!
Ich persönlich halte es für gut möglich, sogar für recht wahrscheinlich, dass dieses einen positiven Effekt erfahren wird. Ich halte es ebenso wie das diw für plausibel, dass Pro-Kopf-Einkommen nach 10-15 Jahren im Durchschnitt um 0,5% steigen. Wenn ich das richtig verstehe, dann müsste es sich dabei um Brutto-Werte handeln?
Nur: 1% höheres BIP und 0,5% höheres Einkommen pro Kopf - aber wie sieht es mit Steuern, Abgaben und Preiseffekten aus?
Zitat
Original geschrieben von SAR
@ chefkoch, danke für den link, am Ende sehr Interessant:
DIW: Nach spätestens sieben Jahren erwirtschaftet ein Flüchtling mehr, als er den Staat kostet.
Die Frage ist nicht nur, was es den Staat kostet.
Die Frage ist auch, was es den Bürger und Steuerzahler kostet!
Zitat
Annahmen der Berechnung, nach 11 Jahren (!) Aufenthalt der Flüchtlinge:
- Annahme: 67% Arbeitsproduktivität im Vergleich zum Durchschnitt
- Annahme: 30% Arbeitslosigkeit (4.5x so hoch wie im Durchschnitt)
- Schätzung: Aktuell liegt "der Anteil der Erwerbspersonen syrischer Herkunft, die einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung nachgehen, bei nur 30 Prozent."
Dazu die Frage, die mir schlicht nicht in den Kopf will:
Wie sollen die Flüchtlinge denn (als Gesamtheit) sich quasi selbst finanzieren?
Wie sollen sie alleine ihre "eigene" Arbeitslosigkeit finanzieren?
- Der Durchschnittssteuersatz in Deutschland beträgt unter 25%.
- Der Arbeitslosenversicherung beträgt 3,0%.
- Flüchtlinge dagegen werden weit überproportional geringfügig beschäftig sein (also noch weniger einzahlen)
Wie sollen alleine die arbeitenden Flüchtlinge die arbeitslosen finanzieren? Ganz zu schweigen von den Nicht-Erwerbspersonen?