Beiträge von Applied

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    Original geschrieben von garbanzobean
    Meine Frage in diesem Zusammenhang an die ganzen Befürworter: ist euch klar, dass ihr eine Spaltung der Gesellschaft und eine massive Ausweitung der Fremdenfeindlichkeit befördert? Die Menschen werden sich nicht in kürzester Zeit nach eurem Gusto verändern, sondern werden völlig vorhersehbar mit immer extremerer Ablehnung reagieren.
    Was ist damit gewonnen?


    Ich denke, das befürchten viele.
    Aber gegenüber Flüchtlingen "zuzumachen" ist für viele keine akzeptable Lösung.


    Zitat

    Original geschrieben von garbanzobean
    Die Menschen werden sich nicht in kürzester Zeit nach eurem Gusto verändern, sondern werden völlig vorhersehbar mit immer extremerer Ablehnung reagieren.
    Was ist damit gewonnen?


    Das ist aber nicht das Menschenbild vieler dieser Leute!


    - Migranten werden Deutsch lernen, sich integrieren, und arbeiten. Und unsere Werte annehmen.
    - Die deutsche Gesellschaft wird sich verändern ...müssen! "Bunter" und toleranter. Weniger auf Regeln und Ordnung bedacht. Mit mehr Improvisation. Ein Vorbild für die Welt.

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    Original geschrieben von beugelbuddel
    Applied:
    Sehe ich nicht so!


    Ich meine zu wissen, dass sich die Mehrheit der Deutschen ein klares Signal wünscht.


    Du überschätzt das.


    Sämtliche Wahlforscher sehen die CDU/CSU als stärkste Fraktion bei 36-38%. Das sind vielleicht 4 Prozentpunkte unterhalb der rund 40%, die die Union über die Legislaturperiode bisher immer hatte.


    Und!?
    Starkes Signal?
    Pah!


    :o


    Und es gibt immer noch genug Leute, für die eine "unbegrenzte" Flüchtlingsaufnahme "nicht verhandelbar" ist. Facebook-Freunde von mir schreiben das beispielsweise öffentlich in ihren Status, dass man sie bitte "entfreunden" solle, wenn man nicht pro Aufnahme von Flüchtlingen ist.


    Ein deutliches (Wahl-) Signal gibt es erst dann, wenn die Wähler mit den Folgen der Politik konkret konfrontiert werden!


    Und das dauert noch ein bis zwei Jahre, bis es bei vielen angekommen ist, und ein (Über-) Denkprozess eingesetzt hat.

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    Original geschrieben von beugelbuddel
    Mist....wieso sind die nächsten Wahlen noch so fern?


    http://www.wahlrecht.de/termine.htm


    Anscheinend helfen nur noch die Wahlen unsere Politiker aufzuwecken!?


    Ich denke eher, die Wahlen kommen vermutlich genau richtig!
    Bzw. sicher nicht zu früh.


    Nämlich so, dass man Folgen zu spüren bekommt:


    - Denn in zwei Jahren dürfen die Migranten arbeiten - bzw. fallen dann in die Arbeitslosenstatistik.
    - Dann wechseln die Jüngeren aus den Integrationsklassen in Regelklassen.
    - Dann sind die Steuereinnahmen (wird ja aktuell prognostiziert) gesunken, und wir sehen, ob die schwarze Null noch steht.
    - Dann kennen wir die Kriminalitätsstatistiken.
    - Dann hat Deutschland noch einmal die Erfahrung eines "Migrationssommers" gemacht.

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    Original geschrieben von derAL
    Ist es nicht. Es ist eher zum Fremdschämen, wie manche derartige Sachverhalte bewerten, nur weil sie nicht den Mut haben, dem Fremden ggü. offen und mit Verständnis zu begegnen.


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    Original geschrieben von derAL
    Nur, weil jemand ein Verfahren noch nicht kennt, darf man ihm deshalb keinen Vorwurf machen, wenn er darauf mit Ressentiments reagiert.


    Doch, darf man. Sollte man sogar! Und zwar mit allem Selbstbewusstsein!


    Wenn ich auf der Strasse, im Supermarkt oder hier im Forum jemanden "Rassist" nenne, dann ist das eine strafbare Beleidigung.


    Wenn jemand aufgrund eines Zahlungsvorgangs "gleich" eine solche Rassismus-Keule schwingt, dann hat man dem nicht "offen und mit Verständnis zu begegnen". Dem gehört entschieden entgegengetreten!


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    Original geschrieben von Uelmuek
    Anscheinend hast du in deinem Schubladendenken nicht berücksichtigt, dass die Person möglicherweise das Unterschrift-Verfahren nicht kannte. Ich kann mich noch gut erinnern wie ich in Schottland immer komisch angeschaut wurde als ich unterschreiben musste statt dem PIN-Verfahren. Das war einfach außerhalb der Norm.


    Ich war vor kurzem in England.
    Da habe ich auch mit Unterschrift unterschrieben. Die Kassiererin wollte darauf hin meinen Ausweis sehen. "Ich könnte ja auch jemand anders sein, als der Karteninhaber". Da habe ich darauf hingewiesen, dass ich erstens dazu nicht verpflichtet bin, zweitens auch tatsächlich gerade keinen Ausweis mit mir führe (was auch so wahr), und es mir drittens zu blöd ist, ihn nun holen zu gehen. Das war mir zu blöd.


    Ich bin dabei allerdings freundlich und höflich geblieben.
    Ich habe kein Deutschenfeindlichkeitsfass aufgemacht.
    Obwohl mein Grossvater der britischen Bombardierung Dresdens nur knapp entging.
    (Umgekehrt hat mein Herkunftsland ja auch englische Städte im Weltkrieg schlimmstens bombardiert)

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    Original geschrieben von saintsimon
    Ach nee, echt? Ein rechter deutscher Einwanderer gibt hier den SVP-Erklärbären?


    Ich bin weder "recht" Deutsch, noch bin ich ein deutscher "Rechter".


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    Original geschrieben von saintsimon
    Da gibt alleine schon eine Google-Suche genug Material her, um Dich zu widerlegen, aber ich beobachte das Thema ohnehin schon seit vielen Jahren.


    http://www.blick.ch/news/schwe…toert-mich-id1862944.html


    "... Sie sagen, es hätte zu viele Deutsche im Land. Was haben Sie gegen Deutsche?
    Einzelne Deutsche stören mich nicht, mich stört die Masse. ..."


    Einzelne Ausleger gibt es immer wieder. Aber ich finde die Vorbehalte nicht unverständlich. Vielleicht fehlt dir dazu (als Deutscher?) hier etwas die Sensibilität für das Thema?


    Dazu einfach vier Fakten:


    1. Der Kanton Zürich hat mittlerweile einen Ausländeranteil von ca. 30%.
    2. Es gibt für Deutsche kein rechtliches "Ventil" bei der Zuwanderung, sie können rechtlich unbegrenzt einwandern (EU-Personenfreizügigkeit)
    3. Die Zahl der Deutschen, als grösster Einwanderergruppe hat sich in Zürich binnen nicht einmal 10 Jahren verdoppelt!
    4. Deutschland hat fünfzehnmal soviele Einwohner wie die Deutschschweiz. Somit ein quasi unbegrenztes "Reservoir" an potentiellen Einwanderern.


    Was glaubst du eigentlich, wäre in Deutschland los, wenn analog ein Land...


    - welches direkt an Deutschland grenzt (wie Österreich)
    - dessen Staatsbürger alle eine Art Deutsch sprächen (wie Österreicher)
    - und rechtlich unbegrenzt einfach einwandern dürften (nochmal: wie Österreicher)
    - aber 1,2 Milliarden Einwohner hat (nicht wie Österreich, sondern wie Indien!)


    ...und dessen Ausländerzahl in Deutschland sich binnen 10 Jahren verdoppelt?
    Glaubst du, dass es da in Deutschland nicht auch „Bedenken“ gäbe? Auch in der politischen Mitte?


    :confused:


    Zitat

    Original geschrieben von Uelmuek
    Deutschenfeindlichkeit in der Schweiz gibt es nicht? Hm...
    "Als Deutscher eckt man immer wieder an"


    Lies dir den ersten Artikel mal durch. Nur einer der fünf (!) Interviewten äussert sich m.E. überwiegend negativ über das Leben als Deutscher in der Schweiz (Aber genau dessen Zitat "Als Deutscher eckt man immer wieder an" haben sie zur Schlagzeile befördert). Das würde ich auch selbst so bestätigen, dass für die Mehrheit das Positive überwiegt. Aber nicht jeder Auswanderer wird sich halt überall wohlfühlen oder angenehm aufgenommen. So ist das Leben halt.


    Das mit den Autos sind ansonsten Anekdoten. So wie in Deutschland halt auch Flüchtlingsheime angezündet werden.

    Zitat

    Original geschrieben von saintsimon
    die nationalistischen Schweizer vertreten durch die SVP wollen nicht, daß sich Deutsche integrieren, sondern daß sie wegbleiben. (obwohl Christoph Blocher deutsche Ahnen hat, hetzt die SVP trotzdem auch gegen Deutsche)


    Die SVP hetzt nicht gegen Deutsche.


    Gerade Deutsche als überdurchschnittlich qualifizierte Zuwanderergruppe sind bei den vielen SVP-nahen Unternehmern gerne gesehen. Die SVP möchte die Zuwanderung aufgrund der negativen Folgen allgemein beschränken. An dieser Stelle sei angemerkt, dass der Ausländeranteil in der Schweiz etwa doppelt so hoch wie in Deutschland ist - und für ein Flächenland einer der höchsten Europas ist.


    Zitat

    Original geschrieben von saintsimon
    Der schweizer Nationalismus definiert sich heutzutage durch die Abgrenzung von den Deutschen, nicht durch irgendwelche Gemeinsamkeiten


    Das ist bei kleineren Nationen, die eine gemeinsame Sprache mit einer (und umso mehr wenn angrenzen) grossen Nation so oft der Fall.


    Zitat

    Original geschrieben von saintsimon
    Sie sorgen als Ausländer angeblich für hohe Mieten auf dem knappen Wohnungsmarkt, für "Dichtestress" auf den Strassen, in den Zügen und den Hochschulen, reden arrogantes Hochdeutsch statt Mundart und stellen am liebsten Ihresgleichen in der Wirtschaft ein, statt aufrechte Schweizer etc. pp.


    Alles davon hat auch eine gewisse Wahrheit.


    Zitat

    Original geschrieben von saintsimon
    kurzum sie sind "Sauschwobn" und werden auch mal gerne ausser Landes gemobt.


    Es gibt immer Leute, die sich nicht integrieren können oder wollen.
    Das beginnt damit, dass man akzeptiert, dass die (Deutsch-) Schweiz trotz der "gemeinsamen" Sprache nunmal kulturell oft etwas anders tickt. Und es gibt "überall" Mitarbeiter, die gemobbt werden. Gemobbte Deutsche sind natürlich die, die medial besondere Aufmerksamkeit erlangen. Ich halte das Problem allerdings für ziemlich hochstilisiert.


    Zitat

    Original geschrieben von saintsimon
    So ist z.B. seit kurzem einigen Kantonen gesetzlich vorgeschrieben, daß Kindergärtnerinnen schweizer Mundart reden müssen(keines der schweizer Dialekte ist verschriftet, Deutsch lesen ist erste Fremdsprache), was auch bewirken soll, daß deutsche Kindergärtnerinnen verdrängt werden.


    Es geht nicht darum, deutsche Kindergärtnerinnen rauszukicken.
    Es geht um die Bewahrung der (sprachlichen) Kultur.
    Die Schweizer sind da bzgl. ihres Dialekts eben etwas sensibler als die Deutschen, bei denen Dialekte meistens eher negativ konnotiert sind (geringere Bildung, etc.)

    Zitat

    Original geschrieben von saintsimon
    Es genügt also nicht weisser Deutscher und irgendwas mit christlich zu sein, um selbst beim Nachbarn willkommen zu sein.


    Warum sollte Hautfarbe und Religion auch genügen?

    Zitat

    Original geschrieben von derAL
    Übrigens, so schlecht geht es uns in Deutschland, dass Schüler für 38 TEUR mal auf Staatskosten nach New York fliegen dürfen, wie die Bildzeitung aus Berlin berichtet:


    http://www.bild.de/regional/be…w-york-43273638.bild.html


    Uns geht es schon verdammt schlecht in unserem Land.


    Was heisst hier "uns"?
    Schau dir das Bild an: Die betreffenden Schüler sind Ausländer bzw. die Kinder von Ausländern, die da den Luxustrip spendiert bekommen haben!

    Zitat

    Original geschrieben von saintsimon
    Nur das kriminelle Eingeborene früher auch schon Vietnamesen publikumswirksam die Bude abgefackelt haben.


    Es werden immer dieselben paar Beispiele recycelt. So richtig will es einfach nicht hinhauen mit der Relativierungsarbeit im Hinblick auf "kriminelle Ausländer".


    :rolleyes:

    Zitat

    Original geschrieben von derAL
    3. Danke. Vergleichbar etwa wie in Russland?


    Ja, so in etwa wie in Russland.


    In Russland ist natürlich, wahrscheinlich klimatisch bedingt, der Weinanteil niedriger, zugunsten des Bieranteils. Aber der grösste Teil der konsumierten Menge besteht aus destilliertem "hartem" Alkohol.


    Diese Alkohole sind in Ländern wie Syrien keinesfalls unbekannt. In Deutschland ist Alkohol freilich gesellschaft viel stärker akzeptiert - und auch verfügbar.


    Ich würde wetten, dass Flüchtlinge aus beispielsweise Syrien in Deutschland stärker Alkohol konsumieren als in ihren Herkunftsländern.

    Zitat

    Original geschrieben von derAL
    Braindead:
    Was mir nicht ganz klar ist: Männliche Araber trinken also harten Alkohol? Tatsächlich? Trotz der angeblich sehr strengen Koran-Auslegung, welche u.a. als Grund dafür genannt wird, weshalb sich das Abendland so fürchten soll? Sind die dann doch nicht so streng religiös oder einfach
    keine Araber?


    1. Nicht alle Araber sind muslimisch
    2. Nein, so streng religiös sind sie tatsächlich nicht. Dies gilt auch für die Rechtslage, die nicht so streng wie in Saudi-Arabien ist
    3. In Ländern des mittleren Ostens wie Syrien wird der grösste Teil des Alkohols in Form harter Alkoholika konsumiert. Dies im Gegensatz zu Ländern wie Deutschland (Bier).