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Original geschrieben von KleinerMarcel
Eine Firma nimmt Geld ein und investiert es. Klar, dass am Ende weniger bleibt.
Klar, das ist ja das Problem! 
Slim möchte jetzt KPN ganz kaufen: Kostenpunkt: 7 Mrd. €. Für die 30% hat er damals mehr als 2,6 Mrd. € bezahlt. D.h. er hat um die 10 Mrd. € ausgegeben.
Jetzt ist er kein Wohltäter sondern möchte Geld machen. Dividenden gibts (wie geschrieben) aufgrund der miserablen Lage des Gesamtkonzerns zur Zeit nicht. D.h. Geld macht er nur über die Konzerngewinne. Mit 195 Mio. € Quartalsgewinn bei E-Plus lässt sich kein Blumentopf gewinnen. Insofern wird er den Gewinn erhöhen wollen und dann heißt es Geld sparen!
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Original geschrieben von KleinerMarcel
Woran macht ihr fest, dass Slim nicht weiter ausbauen lassen würde?
Daran:
"Die E-Plus-Gruppe musste im ersten Quartal des neuen Geschäftsjahres [..] einen deutlichen Einbruch beim Gewinn verbuchen. Als Grund gibt der Mobilfunkbetreiber vor allem gestiegene Investitionen ins Netz [...] an."
"[..] der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen, brach gar um 36 Prozent auf nur noch 195 Millionen Euro ein."
"Die Dividende für 2013 und 2014 wurde gestrichen."
Quelle: http://www.inside-handy.de/new…einbruch-trotz-kundenplus
Während es Slim um Machtspielchen und Kohle geht, möchte Telefónica durch den Kauf konsolidieren und Synergien nutzen.
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Original geschrieben von pithein
Wie siehts mit den Steuern aus?
Bei diesen Schulden dürfte nicht viel für den Fiskus übrig bleiben.
Pff, ich glaube das kann Dir wahrscheinlich keiner genau sagen. Dafür sind die Firmengeflechte international agierender Unternehmen einfach zu komplex.
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Original geschrieben von KleinerMarcel
Letztlich wurden also 3,5 Milliarden Euro investiert. Das andere sind Investitionen, die beim Kunden erstmal gar nicht ankommen. Und rein gefühlt kennen wir ja die Ausbaubestrebungen von o2.
Es ging mir nicht darum zu zeigen, welche Investitionen beim Kunden ankommen könnten, sondern ich wollte zeigen, dass Deutschland für Telefónica ein wichtiger Markt ist, der kontinuierlich vom Mutterkonzern unterstützt wird. Das macht nicht jedes Unternehmen (siehe KPN).
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Original geschrieben von newage_02
Ist Amsrica Moviles nicht auch hoch verschuldet? Carlos Slim wuerde KPN bestimmt nicht von seinem Privatvermögen kaufen..
Du hast Recht! America Movil hat etwa 27,8 Mrd. $ Schulden, Telefónica etwa 60 Mrd. $. Doch der Umsatz von America Movil ist wesentlich niedriger:
America Movil:
27,8 Mrd. $ (Schulden)
28,5 Mrd. $ (Jahresumsatz)
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97,5% (Quote)
Telefónica:
60 Mrd. $ (Schulden)
83,0 Mrd. $ (Jahresumsatz)
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72,3% (Quote)
Gemessen am Umsatz ist daher America Movil sogar höher verschuldet als Telefónica! Das ist übrigens der Grund, warum Slim gestern gesagt hat, dass America Movil jetzt das Geld zusammen habe. Weil sich KPN und die Aktionäre gefragt haben, von welchem Geld denn die feindliche Übernahme bezahlt werden soll.
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Original geschrieben von Der Schakal
Im Gegensatz zur Telefónica bringt der mexikanische Onkel anstatt ein Batzen Schulden Geld mit zur Party.
So viel hat Telefónica S.A. in den letzten Jahren in den deutschen Markt investiert:
3,5 Mrd. € Netzausbauintiative 2007-2010
0,9 Mrd. € Kaufpreis Alice DSL 2009
1,4 Mrd. € Frequenzversteigerung 2010
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5,8 Mrd. €
Und jetzt werden nochmal 5 Mrd. € für den E-Plus-Kauf hinzukommen. Telefónica steht sehr hinter dem deutschen Markt und investiert hier regelmäßig. Die deutsche Ländereinheit von Telefónca gehört zu den Top3 im Unternehmen und wird dementsprechend unterstützt. Man ist auf langfristige Gewinne in Deutschland aus. Slim geht es dagegen nur ums Geld.
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Original geschrieben von James B.
Carlos Slim will den Verkauf von E-Plus wirklich stoppen, soviel dürfte inzwischen sicher sein.
Ist auch wirklich das Beste, für E-Plus und seine Mitarbeiter.
Auch für uns, als deutsch Mobilfunkkunden.
Sorry, dreimal falsch.
Er hat nie gesagt, dass er den Verkauf stoppen will. Ganz im Gegenteil hat er immer nur gesagt, dass ihm der Preis zu niedrig ist. D.h. für einen höheren Preis würde er einem E-Plus Verkauf zustimmen. Doch das hat er ja zur Zeit sowieso nicht zu entscheiden, da ihm die nötige Aktienmehrheit fehlt. Und ob er die bekommt ist fraglich.
Wenn Slim tatsächlich KPN kauft und E-Plus behält ist das sicher nicht gut für den Laden und die Mitarbeiter. Der Netzausbau bei E-Plus drückt massiv auf den Gewinn - der ist dadurch um mehr als ein Drittel eingebrochen. Ihm geht es aber nur ums Geld. Insofern wird es weiter gehen mit Einsparungen und Outsourcing. Wer glaubt, Slim würde wie Telefónica Geld in seine Tochterfirmen investieren, lebt wohl in einer Traumwelt.
Für die Mobilfunkkunden wird es IMHO auch nicht besser. Durch die Preisspirale nach unten sinken die Einnahmen der Mobilfunkanbieter und dadurch sinkt auch das Investitionsvolumen. Am Ende stimmt die Qualität nicht mehr, weil einfach das Geld fehlt.
Im Übrigen kann er zur Zeit KPN gar nicht ohne E-Plus kaufen, denn E-Plus ist nunmal eine Tochterfirma. Außerdem besprecht ihr hier alte Nachrichten. Es gibt weiterhin nichts neues zur Übernahme.
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Im Übrigen ist es interessant, wie die Medien die heutige Aussage von Andreas Mundt interpretieren. Er hat nur ausgesprochen, was seit Wochen klar war und bereits am Tag der Ankündigung gesagt wurde.
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In dem Artikel steht doch nichts neues.
Die Reaktionen von Slim, Kartellamt und Bundesnetzagentur sind bisher komplett im Rahmen des Erwarteten.
Es war von vornherein klar, dass es Auflagen des Kartellamts geben wird. Es war von vornherein klar, dass Frequenzen abzugeben sind (man schaue sich nur mal die theoretische Verteilung der 1800er und 2100er Frequenzen nach der Fusion an!). Und es war ebenfalls von vornherein klar, dass Slim seine Muskeln spielen lassen wird.
Insofern bin ich immer noch zuversichtlich, dass es zu der Fusion kommen wird, selbst wenn Carlos auf Einkaufstour gehen sollte. Es ist einfach sinnvoll für den deutschen Markt. Wären die Kunden gleich verteilt, wäre es kein Problem. So wie es jetzt ist, wird der Netzausbau allerdings auf Dauer zu teuer für die beiden kleinen Anbieter. Daher ist der Zusammenschluss auch aus Sicht der Kunden besser, dass sich so Investitionen ins Netz bündeln lassen.
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Original geschrieben von Kallenpeter
Nein, wenn man als Aktionär seine Stimmrechte weder selbst wahrnimmt, noch abtritt, verfallen diese.
Ich habe schon mehrere solcher Einladungen gehabt, bei denen meine Stimmrechte bei Nichterscheinen automatisch an den angegebenen Vertreter abgetreten wurden. Daher bin ich davon ausgegangen, dass das Standard sein würde.