Grundsätzlich stelle ich mir die Zukunft in etwa so vor:
GSM: Größtenteils auf 900 MHz, da hat man 10 MHz zur Verfügung. DT und VF haben ihr GSM-Netz bisher auch größtenteils auf 900 MHz am Laufen mit jeweils 12,4 MHz Spektrum (bisher) und das klappt ja auch. Zusätzlich wird man da, wo es sinnvoll erscheint (hohe GSM-Last bzw. sowieso kein LTE1800 Gebiet), noch GSM1800 nutzen.
UMTS: Hier braucht man zur Zeit die vollen 7 Blöcke (35 MHz), da man ja weitestgehend noch 2 getrennte UMTS-Netze betreibt. Nach der Konsolidierung ist nur noch ein 3G-Netz vorhanden und ich gehe nicht davon aus, dass man langfristig UMTS mit 7 Blöcken weiterbetreiben wird. 3-4 Blöcke (15-20 MHz) dürften hier vollkommen ausreichend sein, vor allem da die Anzahl der NodeBs nach der Konsolidierung insgesamt vermutlich höher sein wird als vorher bei o2 bzw. E-Plus jeweils einzeln.
LTE: Hier hat man 10 MHz bei 800 MHz. Zusätzlich wird LTE auf 1800 MHz zurückkommen. Nach der 2G-Konsolidierung vor Ort wird man je nach Lage 10-15 MHz für LTE1800 übrig haben. Wenn die beiden UMTS-Netze vor Ort auf eines konsolidiert wurden, sehe ich eine große Chance, dass man mittelfristig auch LTE2100 anbieten wird. Hier hat man das große Glück, dass die 35 MHz von TEF in dem Bereich zusammenhängend sind, d.h. das Verhältnis zwischen LTE und UMTS kann man relativ frei festlegen. Ich würde vermuten, dass dann min. 15 MHz für LTE2100 rausspringen könnten. Und dann hat man natürlich noch massig Spektrum im Bereich um 2600 MHz für LTE. Langfristig kommt dann noch LTE700 dazu. Für das Jahr 2020 könnte ich mir folgendes LTE-Spektrum bei TEF vorstellen: 10 MHz (700) + 10 MHz (800) für das Landnetz, 15 MHz (1800) + 20 MHz (2100) zusätzlich in Städten, 30 MHz (2600) an Hotspots.