Beiträge von john-vogel

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    Original geschrieben von ElChefe
    Sorry, Sippenhaft gibts in Deutschland nicht. Übrigens lehnst Du das bei Migranten ja auch ab. Für Pegida oder Rechts ists aber okay, oder?

    Dein Vergleich hinkt gewaltig. Ein Pegida-Mitläufer entscheidet sich bei vollem Bewusstsein dazu, zusammen mit Neonazis zu marschieren (ca. 100 von 1.500 Pegida-Anhängern hier in München). Ein Migrant kann sich nicht entscheiden, ob er nun Migrant ist oder nicht.

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    Original geschrieben von ElChefe
    Coole Idee. Dann sollten künftig zu jeder Demo gegen Rechts einfach auch ein paar Nazis auftauchen. Dann sind alle anderen gezwungen (aus Anstandsgründen) die Demo zu meiden.

    Ach komm, das ist doch jetzt schon ziemlicher Quatsch (hoffentlich war das ein Witz und Du siehst es ähnlich). Nazis könnten logischerweise niemals Teil einer "Demo gegen Rechts" sein, denn sobald das bekannt wäre, wären sie ja automatisch "auf der anderen Seite" und nicht mehr Teil der "Demo gegen Rechts". Ganz im Gegenteil dazu ist es bei Pegida und co bekannt, dass Rechtsextreme mitlaufen und das wird offen akzeptiert und toleriert. Ich denke das sollte einem schon zu Denken geben, wenn solche Bevölkerungsgruppen offenbar einige der dort vetretenen Positionen mit den anderen Demonstranten teilen.

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    Original geschrieben von frank_aus_wedau
    Auch liebt es die Presse, einige Pegida-Dumpfbacken bloßzustellen, um sie dann als Repräsentanten der gesamten Bewegung zu präsentieren - auch das geht nicht!

    Klar ist das unfair, wenn man so alle Leute dort in einen Topf wirft. Auf der anderen Seite ist es es ja nunmal so, dass dort eben auch Szene-bekannte Nazis mitlaufen, auch wenn es wohl nur eine Minderheit ist (in München ca. 100 von 1.500 Demonstranten). Selbst wenn man die Positionen von Pegida unterstützt, bin ich schon der Meinung, dass man allein aus diesem Grund die Demonstrationen meiden sollte. Zumindest würde das mein Verständnis von Anstand gebieten. Am Montag habe ich mir den "Abendspaziergang" des offiziell von Pegida unterstützten München-Ablegers Bagida von außen aus angesehen und ich fand das schon sehr gruselig, was ich da sehen musste.

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    Original geschrieben von beesdo77
    :confused: Haben wir wirklich das selbe gelesen?

    Simon vs. SZ/Studie:


    "gutbürgerlicher Verfassungsfeind" vs. "entstammt der Mittelschicht" + "Unzufriedenheit mit dem pol. System"


    "rechte Spiesser" vs. "Grundlegende Ressentiments gegenüber Zuwanderern und Asylbewerbern."


    "diskursunfähigen Pressekritiker" vs. "Kritik an Medien und Öffentlichkeit"


    "offene Nazis und Ausländerfeinde" vs. "4% Parteivebundenheit mit der NPD"


    "ein mehrfach straffälliger Redner" (ist ja allgemein bekannt)

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    Original geschrieben von frank_aus_wedau
    So ganz kann ich den Zusammenhang zum islamistischen Terror nämlich nicht herstellen. Ich kann nicht einmal die Religionsangehörigkeit des Opfers im Artikel erkennen (aber vielleicht sehe ich vor lauter Wald ja nur die Bäume nicht).

    Der Bezug meines Beitrags war weniger Richtung "Islamistischer Terror" sondern eher in Richtung der hiesigen Diskussion über Pegida (welche ja auch einen nicht kleinen Teil dieses Threads ausmacht).

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    Original geschrieben von frank_aus_wedau
    Lässt Du uns ein wenig "mitassoziieren"?

    Klar, meine erste Assoziation war jemand, der eine "dezentrale Unterbringung von Asylbewerbern" fordert und dem rechten Spektrum zuzuordnen ist. Am Ende kann es natürlich jemand ganz anderes sein, aber das ist doch der erste Gedanke und ich denke da bin ich nicht allein. Ich traue es keinen normalen Pegida-Besucher zu (die Diskussion wer zu diesen Demonstrationen kommt hatten wir ja gerade hier) - allerdings fühlen sich radikale Personen vermutlich durch diese "Abendspaziergänge" in Ihrer Ansicht plötzlich durch eine breite Masse bestätigt. Nach meiner Ansicht einer der gefährlichsten Aspekte dieser Bewegung.


    "Die erste Demonstration des Münchner Pegida-Ablegers Bagida war [...] auch ein Szenetreffen der bayerischen Neonazis. Nach Einschätzung des Antifaschistischen Dokumentationsarchivs Aida, das die rechte Szene in München und Bayern seit Jahren aufmerksam verfolgt, marschierten etwa 100 Demonstranten mit, die dem verbotenen Freien Netz Süd zuzurechnen sind, dazu Mitglieder der NPD und andere Rechtsextremisten." (Bagida als Szenetreff für Neonazis)


    "An der Spitze der Nazis [...] André E., einer der Angeklagten im NSU-Prozess. Offensichtlich war er aus dem Gerichtssaal direkt zum Treff am Bahnhof geeilt, um seine Gesinnungsgenossen zu begrüßen." (NSU-Prozess: Angeklagter André E. marschiert bei Bagida-Demo mit)

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    Original geschrieben von saintsimon
    Mit Pegidioten meine Abscheu für die Bewegung selbst gemeint, eine Ansammlung u.a. von gutbürgerlichen Verfassungsfeinden und rechten Spiessern, kritik- und diskursunfähigen Pressekritikern, gewaltbereiten Hooligans als Ordner, verkappten und offenen Nazis und Ausländerfeinden, einen mehrfach straffälligen Redner, der ausgerechnet die Ausweisung von seinesgleichen fordert etc. Eine Bewegung, die sich selbst als Opfer "von denen da oben" stilisiert, aber selbst ungeniert nach unten tritt. Kleinbürgerliche Bigotterie, wie sie auch anderswo auf der Welt zu finden ist.

    Ich hätte es nicht besser zusammenfassen können! :top: