Beiträge von john-vogel

    Zitat

    Original geschrieben von sailing2capeside
    Die E-Plus-Zahlen wurden "heimlich" schon am 26. Oktober durch KPN veröffentlicht

    Ah wunderbar, das hat hier offenbar keiner wirklich gemerkt. :D Hatte mich schon gewundert, wo die Zahlen sind. :rolleyes:


    Wenn ich mir die Zahlen der drei so ansehe, dann schwant mir übles für morgen. Telekom, E-Plus und o2 hatten kumuliert ein Nettowachstum von +738.000 Vertragskunden und +265.000 Prepaid-Kunden im letzten Quartal. Wie es da wohl morgen bei Vodafone aussehen wird? Irgendwo müssen die Kunden ja herkommen.

    An so Orten wie dem Alexanderplatz hat das E-Plus-LTE-Netz mit seinen 1.800 MHz natürlich einen strategischen Vorteil. Dort sollte o2 eigentlich IMHO mal ne 2.600er Zelle installieren, bisher ist das leider nicht passiert. Ansonsten hatte ich in Berlin vor einigen Monaten eigentlich ganz gute Geschwindigkeiten. Vor allem ist das Sendernetz dort schon ziemlich dicht - daher hatte ich auch indoor fast überall LTE. Das war schon ganz angenehm, hier in München gibt es leider erstaunlicherweise noch das ein oder andere "Indoor-Loch" (auch wenn es in der letzten Zeit schon spürbar weniger geworden sind).


    Was die U-Bahn in Berlin angeht hat sich bis vor kurzem kein Anbieter mit Ruhm bekleckert. Seit dem E-Plus dort (überraschend) UMTS & LTE ausbaut, ist es für U-Bahn-Nutzer sicherlich das Netz der Wahl.

    Re: Re: Re: Alle Zahlen der Mobilfunker in Q3/2014


    Zitat

    Original geschrieben von Betamax
    Kann man so nicht sagen. Die ersten 60% der Bevölkerung sind immer recht schnell versorgt, die restlichen kosten ein vielfaches und es dauert viel länger. 85% hört sich nicht so spektakulär an, aber ich denke man wird den Ausbau weiterhin merken.

    Allerdings. 6% sind immerhin 4,8 Mio. Menschen. Wenn man sich die Netzabdeckungskarte der Telekom so ansieht, dann dürfte es sich dabei haupsächlich um die Versorgung von Kleinstädten < 10.000 Einwohner handeln. Für so eine Steigerung wird man dann wahrscheinlich grob überschlagen eine niedrige vierstellige Zahl an neuen LTE-Sender benötigen, also definitiv kein Pappenstiel. Wenn man bedenkt, dass die Telekom sicherlich auch noch zusätzlich in diversen Orten verdichten wird, klingt das schon nach einem guten Pensum für das nächstes Jahr.

    Das stört mich schon ziemlich. Hier hätte man die 700 MHz schön auf alle drei Anbieter verteilen können (3x10 MHz). Sollte es dazu kommen, werden sich die Anbieter auf ein Maximum hochbieten und es wird extrem viel Geld verbraten, dass viel besser in den Netzausbau investiert werden sollte. Vor allem möchte sich Liquid Broadband einen Teil der Frequenzen reservieren lassen, um im Gegensatz zu den anderen Anbietern nicht den horrenden Preis dafür bezahlen zu müssen. Das ist meiner Ansicht nach unfair.


    Und ich frage mich, wie Liquid Broadband das Bandbreiten-Problem lösen möchte. In den Regionen, in denen heutzutage das Mobilfunknetz nur mit schlechter Geschwindigkeit verfügbar ist, sieht es in der Regel auch mit DSL oder Kabel-Internet mau aus. Umgekehrt sieht es in den Gegenden mit schnellen Anschlüssen auch mit dem bestehenden Mobilfunk in der Regel ganz gut aus.


    Man hat vor ein paar Jahren mal ausgerechnet, wie viele Kunden ein Mobilfunknetzbetreiber in Deutschland ungefähr braucht, um rentabel arbeiten zu können. Dabei ist man auf eine Zahl zwischen 19 und 21 Mio. Kunden gekommen. Erst ab dieser Schwelle arbeitet man rentabel. Selbst wenn man annimmt, dass sie durch ihr Konzept vielleicht 25% an Einsparungen haben, müssten sie immer noch 15 Mio. Kunden finden. Wie will man das schaffen? Es ist mir ein Rätsel.


    Der Markt is gesättigt, es gibt bereits mehr Anschlüsse als Bewohner in Deutschland. Die rentablen Kunden stecken in der Regel in langfristigen Verträgen (Postpaid und Business Kunden), während die Kunden, die kurzfristig zu Liquid Broadband wechseln könnten, in der Regel auch weniger Geld einspielen (Prepaid-Kunden). Möchte man nochmal einen Preiswettbewerb einläuten? Der hat doch jetzt schon dazu geführt, dass E-Plus und o2 fusioniert haben.


    Prinzipiell bieten ja auch alle drei Netzanbieter bereits Femto-Zellen an. Die Signal Box M von o2 kostet bspw. 599€, ermöglicht bis zu 16 parallele (aktive) Nutzer in einem Umkreis von 50m und hat HSPA+. Mindestanforderung dafür ist ein 8 MBit/s Anschluss. Die Box hat eine Leistung von 100 mW. Wie hoch müsste dann in etwa die Leistung sein, um im Umkreis von 500m (mit 700MHz) zu versorgen?


    Außerdem darf man nicht vergessen, dass es ja auch noch Drillisch gibt. Zum einen wird Drillisch zunächst ein virtuelles Mobilfunknetz betreiben, zum anderen haben sie ja immer noch die vertraglich zugesicherte Option, Telefónica Frequenzen abzukaufen, um zusätzlich ihr eigenes Mobilfunknetz betreiben zu können. Dann hätten wir am Ende 5 Netze.


    Mir wäre es lieber, wir hätten nicht zusätzlich zum Wettbewerb der Dienste und Tarife auch noch einen nochmal verschärfteren Wettbewerb der Infrastruktur. Prinzipiell bin ich ja sehr offen für neues - gerade wenn es um technische Innovationen geht. Aber diesem Konzept kann ich nicht viel abgewinnen.

    Mir geht es nicht darum etwas schön zu reden, aber teltarif (bzw. deren Quelle) hat da die Zahlen etwas durcheinander gebracht.


    Angekündigt wurde, dass 1.600 Vollzeit-Festanstellungen bei Telefónica wegfallen. Sollte die Information korrekt sein, dass auch 300 Stellen externer Mitarbeiter wegfallen, kann man nicht einfach die 300 Stellen auf die 1.600 Stellen drauf addieren und sagen, es würden nun "1.900 der 9.200 Stellen" wegfallen. Denn zum einen beziehen sich die 9.200 ja auf die Gesamt-Festanstellungen ohne externe Mitarbeiter - zum anderen sind diese Mitarbeiter ja zunächst weiterhin bei ihrem eigentlichen Arbeitgeber angestellt. Im Übrigen gibt es bei Telefónca 9.100 Stellen (und nicht 9.200).


    Versteht mich nicht falsch, es ist zum einen tragisch, dass das passiert und es ist korrekt über sowas zu berichten, aber dann sollte man die Mathematik schon richtig machen. ;)