Traurig genug.
Was ich mich aber frage ist:
Wenn es in den Firmen - und es gibt ja nicht wenige die so zu handeln scheinen wenn man TT liest - Anweisungen gäbe, Kunden derart übers Ohr zu hauen, indem man selektiert wer per Einschreiben geschrieben hat und wer nicht, dann müsste es doch mal Mitarbeiter geben, die in Foren (anonym) davon berichten.
So nach dem Motto: "mein Bereichsleiter hat Anweisung gegeben , dass ...."
Dies müsste auch mal auf diese Weise nach aussen sickern, vor allem wenn es tagtäglich vieltausendfach praktiziert wird. Dafür spricht zumindest die Wahrscheinlichkeit. Ich kann mir kaum vorstellen, dass bei Existenz solcher Anweisungen das dauerhaft 'geheim' bliebe - es sei denn, die ausführenden Mitarbeiter fühlen sich vermeintlich mitschuldig bzw. als Komplizen, weil für sie durch das Nichtbearbeiten von bestimmten Briefen vermeintlich Arbeit sparen.
Oder Leute die bei einem Dienstleister arbeiten, müssten doch im Bekanntenkreis "Tipps" geben, die auf solche Anweisungen schliessen lassen, etwa so:
"Wenn du mal eine SIM einschicken musst, nie ohne Einschreiben - (sonst wandert dein Brief gleich in den Papierkorb)"
Zwar vergattern Unternehmen ihre Mitarbeiter zu Stillschweigen über betriebliche Vorgänge was auch verständlich ist. Aber diese müssen nicht über jede kleinere oder größere Lumperei auf ewig in Kadavergehorsam schweigen, wenn der ethische Grundkonsens in der Bevölkerung genau gegenteilig ist.
Also, wenn es so gehandhabt würde, müsste auch irgendwann was nach aussen dringen. Also liebe Mitlesenden Arvato-und-Sonstwo MitarbeiterInnen, gebt euch einen Stoß, meldet euch pseudonym hier an und berichtet wenn ihr was moralisch zweifelhaftes tun musstet - oder lasst es sein, und geht gleich direkt zu Günter Wallraff 
Interessant wären auch Mitarbeiterberichte aus insolventen Mobilfunkanbietern, wenn diese keine Loyalität mehr üben müssen wenn ihr Betrieb untergegangen ist. Wie wurde das früher bei Euch gehandhabt, wurde "lästige" Kundenpost unterdrückt wenn sie nicht per Einschreiben einging?