dreierlei Blindleistung?
Zitat
Original geschrieben von senderlisteffm
Weil es ziemlich logisch ist, daß ein Kondensator, und nicht viel anderes ist eine Leuchstoffröhre, eine kapazitive Last ist und weil mir der Energieversorger gesagt hat, ich hätte besser keine elektronischen Vorschaltgeräte bestellt, weil dann meine Leuchtstoffröhren meine Elektromotoren kompensiert hätten.
Hallo, dies ist einer der wenigen Threads in denen das Wort "Blindleistung" vorkommt (siehe auch hier).
Man liest immer wieder, auch in TT, von Blindleistung und dass sie fürs Elektrizitätsnetz schlecht / teuer / schädlich sei, sowohl für Kraftwerke als auch für Verbraucher. Andererseits, dass die E-Werke das einem als Privatverbraucher noch nicht berechnen.
In anderem Zusammenhang habe ich gelesen, dass immer mehr Netzgeräte / Netzteile (Netztrafos, Steckernetzgeräte, Handyladegeräte usw. usf.) vollelektronisch sind, das heisst Schaltnetzteile, die die Netzspannung nicht einfach durch einen 50Hz- Trafo jagen, sondern
a) primärseitig gleichrichten ,
b) auf 40 kilohertz zerhacken (wechselrichten), durch einen winzig kleinen Übertrager (also ebenfalls einen trafo, aber für Hochfrequenz) schicken
c) schliesslich nochmals gleichrichten.
Nur weil Massenfertigung heute billiger ist als Kupfer , Eisen und Wickelmaschine für anständige große Trafos, und wegen weiterer Vorteile (z.b. eine Bauart für sämtliche Spannungen dieser Erde) hat sich das Schaltnetzteil durchgesetzt.
Wie aber schaut es mit den Rückwirkungen aufs Netz aus? Ich habe mal gelesen dass die Betreiber von Rechenzentren oft mit überlasteten Null-Leitern konfrontiert waren , vor allem vor Einführung der Leistungsfaktor-Korrektur.
Nun stand in einem der Threads auch, dass manche Verbraucher einander gegenseitig kompensieren.
Mich würde nun interessieren:
Sind klassische Energieverbraucher wie Leuchtstofflampen oder Elektromotoren mit kapazitivem Vorschaltkondensator von der Blindleistung dasselbe wie Schaltnetzteile, die nur während einem kleinen Stromflusswinkel ganz ganz viel Strom ziehen und den Rest der Zeit fast nichts?
Kann man diese beiden Probleme als Kehrseite derselben Medaille auffassen, oder sind es zwei getrennte Probleme?
Würde mich freuen wenn jemand von euch was dazu weiss.
viele Grüße und schönes Wochenende 
steph
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[small]Meine Vermutung ist, dass die kapazitive Blindleistung der ersten Gruppe am meisten Strom zieht wenn die Spannung im Nulldurchgang ist, und die zweite Gruppe am meisten Strom wenn auch die Spannung maximal ist - unübersichtlich wirds nur bei den genannten klassischen Verbrauchern wo ich nicht sagen kann ob der induktive oder der kapazitive Anteil überwiegt. [/small]