Beiträge von sparfux

    Re: Consorsbank: Verfügbarkeit Lastschriften


    Zitat

    Original geschrieben von gobbble
    Nach wievielen Tagen kann man über Lastschrifteinzüge bei der Consorsbank verfügen?


    Da ich zusätzliches Guthaben auf dem TG bei Consors habe, kann ich sofort darüber verfügen. Bei meinen ersten Tests hatte ich das auch ohne Guthaben probiert. Ich vermeine mich erinnern zu können, dass es dort auch 5 Bankarbeitstage sind - wie bei der DiBa. Das hat wohl was mit irgendwelchen Fristen bei SEPA-Lastschriften zu tun.

    Zitat

    Original geschrieben von DarioM
    @Barclaycard: Angenommen das Limit beträgt 1000€. Klar kann man bei -1000€ zu einem Geldautomaten gehen und 50€ (oder weniger) mehrfach abheben, bis gar nichts mehr geht. Die Karte wird oberhalb vom Kreditrahmen belastet und ist ausgereizt. Das trägt aber keinesfalls zum Trainieren einer Barclaycard, da dieses Verhaten negativ von Barclaycard bewertet wird. Barclaycard ist bei einer solchen dauerhaften Verwendung der Kreditkarte dazu berichtigt, eine fristlose Kündigung auszusprechen bzw. die Karte mit Frist zu kündigen. Manchmal folgt auch nur eine einfache Abmahnung.


    Also bei mir hatte es mal genau so funktioniert. Allerdings hatte ich micht nicht mit zig xx€ Abhebungen an irgendein "Geheimlimit" herangetastet sondern ich hatte so viel belastet, dass die Buchung direkt abgelehnt wurde (also effektiv keine Limitüberschreitung auftrat). Einige Wochen später bekam ich einen Brief, in dem mir eine Limiterhöhung mitgeteilt wurde.

    Re: Lastschriften über DiBa


    Zitat

    Original geschrieben von sparfux
    Ein "Restrisiko" bei dieser Vorgehensweise besteht noch, falls ich dann doch Zinsen für einen in Anspruch genommenen Betrag des Rahmenkredites zahlen müsste. Ich vermute stark, dass wird nicht der Fall sein, da die DiBa ja selber schreibt, dass das Valuta auf dem Konto entscheidend ist ...


    Der neue Quartalskontoauszug für das Rahmenkreditkonto bei der DiBa ist da. Es wurden keine Kreditzinsen berechnet, wie vermutet. Das funktioniert also so einwandfrei.

    Re: Targobank KK trainieren


    Zitat

    Original geschrieben von qwer640
    Es handelt sich um die gute alte Targobank Visa-KK mit Cashback.


    Wie geschrieben: Bei mir hat genau bei dieser Karte das unaufgeforderte Einsenden der letzten 3 Gehaltsnachweise (zufällig ;) war da auch noch eine schöne Bonuszahlung dabei) zusammen mit der Bitte um einen Limitanhebung Wunder gewirkt. Wenn Du ein halbwegs gutes Gehalt hast, probiere das mal.

    Re: KK trainieren für mehr Limit



    Zitat

    Original geschrieben von qwer640
    Da geht's doch um BarclayKK, mich interessieren Nicht-Barclay-KK.
    Western Union/Bargeld Abhebungen würden Gebühren kosten, fällt also flach..
    Bestellen-Stornieren-Retournieren halte ich für keine gute Idee. ..


    OK, Du möchtest ein hohes Limit bei einer nichtgenannten - aber nicht-Barclays - Kreditkarte ohne Gehaltsnachweise einzusenden, ohne anzurufen, ohne in die Filiale zu gehen, ohne Geduld, ohne Western Union Abhebungen, ohne Bestellen-Stornieren, ohne ... ohne ... ohne. :apaul:


    Mal abgesehen davon, dass es nur mit ohne kaum funzen wird, hängt es ja wie schon geschrieben wurde sehr stark von der Kreditkarte ab .... selbst innerhalb der gleichen Kartenart. So hat die Targobank mir mein Limit bei der +.-Karte (VISA) nach einer Einsendung von Gehaltsnachweisen auf 5-stellig hochgesetzt, während die Barclays-Jungs (VISA) sich davon aber so überhaupt nicht haben beeindrucken lassen. Bei der Barclays bringt es eher was, wenn man sie über das Limit ausreizt.


    Also, wat solls, OHNE genauere Infos, um welche Karte es geht und nur mit "OHNE" wird das nichts mit einem höheren Limit. :D

    Exotische Fest-/Tagesgelder


    Wo wir gerade bei dem Thema sind:


    Ich hatte letztes Jahr auch mal begonnen, ein wenig auf die europäische Einlagensicherung zu "spekulieren" und habe einen mittleren 5-stelligen Betrag über Weltsparen bei der bulgarischen Fibank für 2,5% für 1 Jahr geparkt. Das Festgeld ist vor ein paar Tagen ausgelaufen und es wurde auch zügig und problemlos zurückgezahlt. De Zinsen passen auch. Die Versteuerung muss ich natürlich manuell vornehmen. 5% Quellensteuer wurden abgezogen.


    Ich habe mittlerweile weitere Festgelder über Weltsparen angelegt.


    Aber OK, klar ist das Risiko, speziell das man einige Zeit nicht an sein Geld ran kommt, höher. Jeder muss halb selber sehen, ob sich das für 0,5-1,0% mehr Zinsen p.a. lohnt oder nicht.

    Re: Re: benk, DiBa, Ziraat Vergleich


    Zitat

    Original geschrieben von Sunny67
    Ich danke Dir auch für die interessanten Tests und für die zusammenfassende Aufbereitung!

    Zitat

    Original geschrieben von rmol
    danke sparfux für die hervorragende Arbeit !


    Danke für die "Blumen"! Das war wirklich nicht gerade wenig Arbeit.


    Aber ich habe auch viel selber gelernt dabei und wenn man einmal weiss, wie das so läuft, kann man es auch einfach beachten und ausnutzen. Da gibt es jetzt schon ganz witzige Effekte: Zum Beispiel ist es ungünstig, bei der Ziraat eine Überweisung ab 14:43 Uhr bis 16:28 Uhr aufzugeben, weil dann bei der Ziraat mit Valuta Tag X gebucht wird, das Geld aber erst am Tag X+1 beim Zielkonto verbucht wird. Also besser immer vor 14:43 Uhr (Valuta Ziraat Tag X, Eingang Zielkonto Tag X) oder ab 16:28 Uhr (Valuta Ziraat Tag X+1, Eingang Zielkonto Tag X+1) überweisen. Der Zinsgewinn dadurch macht einen gewiss nicht reich aber wenn man es weiss, kann man es einfach beachten.


    Ausserdem ging es mir auch darum, mal eine Methodik zu erarbeiten, die etwas klarer definiert, was "schnell" oder "kurze Überweisungslaufzeiten" denn nun genau bedeuten. DarioM aber auch andere schreiben immer mal wieder Bank A oder B oder D sind "schnell". Leider bleibt dann aber oft unklar, wobei sie schnell sind. Louvain hatte vor einiger Zeit das mal recht gut für benk beschrieben. Daran habe ich mich dann auch bei meinen Testszenarien orientiert. Ich denke speziell die Tests 1 und 2 können kurze Überweisungslaufzeiten gut charakterisieren.


    Zitat

    Original geschrieben von Sunny67
    Falls mein Tagesgeldkontoantrag bei der PSD RNS durchgeht, kann ich mal testen, wann das Geld bei der DiBa eingeht.


    Super, das wäre nicht schlecht. Würde mich grundsätzlich freuen, den einen oder anderen motivieren zu können, seine Lieblingsbank mal mit den Tests 1 und 2 anzutesten. Wenn was wirklich aussichtsreiches dabei ist, wäre ich ja auch bereit, da mal ein Konto zu eröffnen und eine "Tiefenprüfung" zu machen - nur auf Verdacht möchte ich mir die viele Arbeit aber nicht machen.


    Mein Gehaltsgiro ist jetzt erstmal die Ziraat, solange es da noch ein paar Zinsen gibt. Ich bin aber noch auf der Suche nach einem neuen "Referenzkonto-Hub" für Tages- und Festgelder und Depots. Das ist derzeit Consors bei mir. Ich möchte aber hier doch in den Genuss taggleicher Überweisungen kommen. Zuerst dachte ich, ich küre Benk dazu. Mitterweile bin ich am Überlegen, ob ich nicht dafür doch noch ein Giro bei der DiBa eröffne.


    Aber wer weiß, vielleicht gibt es ja noch was besseres. Ein Geldeingang im Empfängerkonto am nächsten Tag vor 9:00 Uhr bei einer Vorabendüberweisung wäre z.B. nicht schlecht - natürlich zusammen mit taggleichen Überweisungen bis mindestens 14:00 Uhr. Das wär's! :D

    benk, DiBa, Ziraat Vergleich


    Hier mal der letzte Stand meiner Testreihen zu den Überweisungsgeschwindigkeiten bei der Ziraatbank, der DiBa und benk:



    Nach Eurem Inputs aus der ersten Runde habe ich die Szenarien jetzt wie folgt erweitert:


    • Test 1: Bis zu welcher Uhrzeit kommt eine Überweisung noch taggleich (Sichtbarkeit und Valuta) bei der Zielbank an?
    • Test 2: Bis zu welcher Uhrzeit (ungefähr) ist eine am Vorabend eingegebene Überweisung (bzw. eher beauftragte Terminüberweisung) bei der Zielbank sichtbar?
    • Test 3: Bis zu welcher Uhrzeit geht eine von Überweisung von einem für alle Testkonten gleichen Startkonto auf dem jeweiligen Testkonto ein?
    • Test 4: Die Geschwindigkeit und Sichtbarkeit von bankinternen Überweisungen
    • Test 5: Verhalten bei Überweisung größerer Beträge (mind. 50k€, besser >100k€)
    • Sonstiges: Zusätzlich habe ich dann nochmal ein paar + und - aufgeführt, die mir so auffallen


    Hier mal ein paar Kommentare zu den Ergebnissen:


    Test 1:
    Die Ziraatbank ist der klare Sieger hier. Bisher habe ich auch keinerlei Hinweise erhalten, ob es da noch Banken mit noch späteren Cut-Off-Zeiten für taggleiche Überweisungen gibt.


    Test 2:
    Das ist ein recht schwieriger Test (genau so wie Test 3), weil man die ganze Zeit die Konten checken muss. Außerdem scheint da auch nicht alles immer voll reproduzierbar zu sein. Meiner Einschätzung nach gibt es eine Abhängigkeit von der "Last" in den Systemen, sprich von der Anzahl der zu bearbeiteten Überweisungen. Ich hatte den Eindruck, dass Überweisungen, z.B. Montags oder gar an einem Monatsersten später eintreffen als an "normalen" Tagen. Auch bei diesem Test hat sich im großen und ganzen wieder gezeigt, dass die Geschwindigkeit einer Überweisung von der Startbank und nicht, bzw. nur in sehr geringem Maße, von der Zielbank ab hängt. Ich hatte Tests mit verschiedenen Zielbanken gemacht. Überweisungen von einer Startbank (benk, Ziraat oder DiBa) beauftragt gingen im gleichen Zeitraum bei verschiedenen Zielbanken ein. Die beobachteten Unterschiede lagen bei max. 15 min.
    Als sehr gut würde ich bei diesem Test eine Bank bezeichnen, bei der eine am Vorabend beauftragte Überweisung vor 9 Uhr am nächsten Tage auf dem Zielkonto gebucht ist. Das war bei keiner der 3 Banken der Fall, so dass ich auch keinen Sieger (grün hinterlegt) bei diesem Test gekürt habe. benk und DiBa liegen mit Geldeingängen auf dem Zielkonto zwischen 10:00-11:00 Uhr in etwa gleich auf. Von der Ziraatbank am Vorabend beauftragte Überweisungen gehen erst zwischen 12:30-13:30 Uhr auf dem Zielkonto ein. Das ist nicht so berauschend.
    Für die Überweisungsgeschwindigkeit machte es keinen Unterschied, ob man die Überweisung am Vorabend oder einige Tage eher als Terminüberweisung beauftragt.


    Es war ja auch immer mal wieder von Banken die Rede, von denen aus Überweisungen vom Vorabend am nächsten Morgen schon vor 9:00 Uhr auf dem Zielkonto gebucht werden. Welche sind denn das? PSD-Banken? Die 3 getesteten sind es jedenfalls nicht. Ich denke schon, das wäre ein wichtiges Feature für ein Konto, das als "Hub" für Depots und Sparanlagen verwendet wird.


    Test 3:
    Als Startkonto habe ich bei allen 3 Banken ein Commerzbank-Konto benutzt. Ich konnte keine wesentlich Unterschiede in der Eingangszeit bei den 3 getesteten Banken feststellen. Wieder ein Indiz, dass die Startbank die Überweisungslaufzeit bestimmt. Auch hier, wie schon bei Test 2, waren die Buchungszeiten nicht immer reproduzierbar. Es gibt anscheinend eine Abhängigkeit von der Auslastung Bankensysteme.


    Test 4:
    Bei der DiBa liegt der Cut-Off für die taggleiche Valutierung bankinterner Überweisungen bei 22:07 Uhr. Sie sind konsequent immer sofort im Zielkonto sichtbar. Das trifft sowohl bei Überweisungen zwischen eigenen als auch auf bankinterne Fremdkonten zu. Auch Überweisungen nach der intern Cut-Off Zeit oder am Wochenende sind sofort sichtbar. Dann ist eben das Valutadatum erst der nächste Bankarbeitstag.
    Bei den bankinternen Überweisungen hat benk eine recht interessante Eigenschaft: Es gibt keinen Cut-Off für die taggleiche Valutierung bankinterner Überweisungen. Als Zielbank musste dafür mein Flatex-Konto her halten. Auch eine am Tag x um 23:59 aufgegebene Überweisung wird noch mit Valuta Tag x gut geschrieben. Bei Überweisungen von Benk nach Flatex und von benk zu benk sind die Buchungen - in der Regel - auch sofort sichtbar. Manchmal hakt es da aber und es dauert etwas. Das hat ja Louvain auch schon geschrieben.
    Die Ziraat schneidet auch bei diesem Test am schlechtesten ab. Taggleiche bankinterne Überweisungen gehen nur vor 16:28 Uhr und sind auch nicht sofort sichtbar sondern irgendwann etwas später an dem Tag. Buchungen von nach dem Cut-Off und am Wochenende beauftragten bankinternen Überweisungen sind bei der Ziraat sowohl im Start- als auch im Zielkonto erst am folgenden Bankarbeitstag sichtbar.


    Test 4:
    Ich habe 6-stellige Beträge leider nicht für Testzwecke rumliegen. Daher sind hier nur Erfahrungsberichte von Louvain für benk und DiBa und von mir (limitiert) für Ziraat aufgeführt. Hier macht wohl die DiBa die wenigsten Probleme und wurde deshalb als Sieger gekürt. Auch das kann ja ein durchaus ein wichtiges Feature für einen "Depothub" sein.


    Sonstiges:
    DiBa scheint nach den ganzen Erfahrungsberichten die zuverlässigste IT der 3 Banken zu haben. Ich selber hatte auch bei der Ziraat noch nie Auffälligkeiten. Andere haben aber zumindest einmal bei einer Systemumstellung von Problemen da berichtet. benk scheint, was die Stabilität der IT anbetrifft, definitiv noch Nachholbedarf zu haben.
    Auch wenn es bei der Ziraat derzeit nur noch schlappe 0,3% p.a. gibt, sind die Zinsen direkt auf dem Girokonto für mich ein sehr interessantes Feature, da ich recht häufig auch 5-stellige Beträge auf meinem Girokonto liegen habe.
    Bei der Ziraat und bei der DiBa gibt es sogenannte Auftragslisten, wo man alle erteilten Aufträge nachsehen kann - also auch noch nicht gebuchte Überweisungen und Terminüberweisungen. Ich finde das ganz angenehm. Da man da im Falle eines Falles nochmal überprüfen kann, was man alles beauftragt hat und ob die Eingabe der Überweisung ordentlich funktioniert hat.
    Die iTAN-Matrix bei benk empfinde ich ein wenig nervig. Da ist SMS-TAN schon wesentlich komfortabler, meiner Meinung nach.


    Gesamteindruck:
    Insgesamt macht die DiBa hier als Gesamtpaket den besten Eindruck auf mich - taggleiche Überweisungen bis 13:30 Uhr, bankinterne Überweisungen immer sofort im Zielkonto sichtbar, auch Überweisungen großer Geldbeträge gehen schnell durch und eine sehr zuverlässige IT. Einzig ausgehende Überweisungen vom Vorabend könnten am Folgetag schneller auf dem Zielkonto sein.
    Die Ziraat ist zwar beim Cut-Off für taggleiche Überweisungen Spitzenreiter, fällt aber bei den anderen Tests wieder etwas ab. Wegen der Zinsen direkt auf's Girokonto werde ich mein Hauptgiro aber vorerst dort belassen.
    Nach den Schilderungen von Louvain war ich ja schon Feuer und Flamme für benk. Wegen der doch recht unzuverlässigen IT und den bei häufigen Überweisungen nervigen TAN-Matrix, ist meine anfängliche Begeisterung ein wenig abgeklungen. Auch bei großen Geldbeträgen gibt es Beschränkungen. Wenn man jetzt nicht gerade viele Überweisungen innerhalb der BIW-Gruppe tätigt, ist benk auch als Depot-/Sparkonten-Hub nicht wirklich ideal.


    Für weitere Tipps und Hinweise bin ich natürlich weiterhin dankbar. Falls mal jemand ein paar Tests nach diesem Testschema (es müssen ja nicht konsequent alle sein) machen möchte: Ich könnte mir vorstellen, dass Konten PSD- oder Volksbanken (alles was über den Fiducia-Backbone läuft) durchaus auch gute Chancen auf gute Testergebnisse hat. Mein "Lieblingswerber" hat mir mal einen Cent von der PSD-Bank zur Ziraat überwiesen. Das Geld war auch taggleich drauf. Außerdem vermeine ich auch, hier im Forum schon gelesen zu haben, dass von der PSD ausgehende Überweisungen am Morgen schon sehr zeitig auf dem Empfängerkonto eingehen. Leider habe ich kein bei einer PSD-, Volks- oder Raiffeisenbank.


    Ich möchte mich an dieser Stelle nochmal bei Louvain und Sunny67 bedanken, die mir bei den Tests geholfen haben. ... auch wenn Louvain ja kurz vor dem Finish die Puste ausgegangen zu sein scheint. Ein Test, den er nochmal wiederholen wollte, ist immer noch offen.

    Re: Re: Flatex.at


    Zitat

    Original geschrieben von Applied
    Ein Aufschieben der zwischenzeitlichen Besteuerung von Wertsteigerungen könnte ich mir noch vorstellen.


    Es gibt schon Fälle, wo auch bei Steuerehrlichkeit ein ausländischer Broker sinnvoll ist. Du nennst ein Beispiel, das sich aber wahrscheinlich nur für Vieltrader wirklich rechnet.


    Ich bin selber seit vielen Jahren Kunde bei flatex.at, handle da allerdings nur bei solchen Spezialfällen. ... und gebe immer alles in meiner deutschen Steuer an! Eine Erträgnisaufstellung habe ich dafür noch nie gebraucht. Die Steuer kann man auch mit den Kaufs- und Verkaufsbelegen berechnen und nachweisen.


    Natürlich muss man sich auf Nachfragen des Finanzamtes einstellen. Ein großes Problem hatte ich bisher aber noch nie. Meine Erfahrung ist, dass man manuell erklärte Gewinne im Ausland viel leichter beim Finanzamt durchbringt als manuell erklärte ausländische Verluste. Bei Verlusten hatte ich bisher immer Diskussionen und Nachfragen.


    Ich nutze einen ausländischen Broker derzeit für 2 Dinge: Zum einen ab und an, wenn ich einen hohen Abgeltungssteuerabzug vermeiden will, bei dem ich genau weiß, dass ich ihn in der Steuerklärung wegen Verrechnungen sowieso wieder erstattet bekomme, zumeist bei meiner "Jahresendsteueroptimierung" und zum anderen wenn mir mal Anschaffungsdaten abhanden gekommen sind. Dann transferiere ich die Wertpapiere erst ins Ausland (hat bisher nie was gekostet) und verkaufe dann dort. Damit vermeidet man die Besteuerung nach einer sehr ungünstigen Ersatzbemessungsgrundlage in D und muss keine viel zu hohe Steuer direkt bei Verkauf vorschießen.


    Von flatex.at zu einem deutschen Broker zu transferieren, bringt meiner Ansicht nach aber nichts. Dann hat man in D keine Anschaffungsdaten und wird beim Verkauf mit einer Ersatzbemessungsgrundlage besteuert. Die ist natürlich super ungünstig und man muss doch wieder manuell nach deklarieren. Da kann man lieber gleich beim ausländischen Broker verkaufen.


    Also, bis auf einige Spezialfälle oder Trading würde ich einen ausländischen Broker auch meiden. Macht nur mehr Ärger als Nutzen. In manchen Spezialsituationen kann es aber durchaus sinnvoll sein ... auch und gerade bei Steuerehrlichkeit.