Ist ja richtig, was Du sagst. Allerdings ging es hier um einen handelsüblichen Handscanner. Damit kann man nur mal nur die bekannten AM/FM-Stationen sinnvoll empfangen, auch wenn manche auch einen SSB-Überlagerer haben.
Übrigens erwähne ich an der Stelle immer, dass erstens das gesamte Funkzeug in der Ordnungswidrigkeitenabteilung gelandet ist, ungenehmigtes Senden oder Empfangen also höchstens noch mit Bussgeld belegt ist, wenn es überhaupt noch einen interessiert. Im übrigen ist es durchaus umstritten, was man empfangen darf und was nicht, in der Regel gilt heute, dass sich der Aussendende selbst um Verschlüsselung kümmern muss, aber das ist ja jetzt auch egal. Nur mal als Hinweis an diejenigen, die den alten Bundespost-Zeiten und der Zucht und Ordnung nachtrauern.
Wenn man sich mit dem Abhören den modernen Digitalmethoden anpasst, gibts natürlich eine Menge zu erleben, aber das geht doch nicht mit einem 100eur-Bearcat oder sowas ähnlichem. Man braucht dafür einen wirklich guten Empfänger und teure Hard/Softwaredecoder, wenn man nicht alles selbst programmieren will, oder sich auf FMS, ein paar Spielarten des Amateurfunks, oder ähnliches Teletyping beschränkt.
Selbstbau ist da eigentlich auch nicht mehr interessant, mit einem einfachen Audion oder einem Einfachsuper hört man nicht viel, den ganzen Digitalkram kann man eh nicht sinnvoll selbst bauen (wenn man davon absieht, dem DSP-kit ein Gehäuse zu verpassen) und einen hochwertigen Empfänger würde ich, ehrlich gesagt, auch nicht mehr selbst bauen, bei dem preiswerten Industrie- und Surplusangebot.
Mal eben schnell mit einem restaurierten Röhrenradio über die Kurzwelle hören, das ist vorbei, da gibts nur noch Radio Moskau/Peking (mehr oder weniger...)
Wenn man mit genügend Aufwand an die Sache rangeht, gibts natürlich noch viele Betätigungsmöglichkeiten, man kann sich ja auch eine 3m-Schüssel für das Satelliten-Scanning und die Radioastronomie in den Garten stellen, war ganz beeindruckt, als ich das mal gesehen habe.
Jedenfalls "einfach so" ist nicht mehr viel zu machen. Man kann sich natürlich einen qrp-trx bauen und dann Amateurfunk machen, aber das finde ich langweilig, sich mit irgendwelchen alten Herren zu unterhalten. Früher war auf 4m noch ein bisschen was los, aber auch meine Bosch-Funken hab ich irgendwann alle verkauft, genauso wie die Röhrenradios und das Bastelzeug.
Die Amateurfunklizenz hab ich dann auch nach 22 Jahren zurückgegeben (nachdem ich aber schon 5 Jahre nicht mehr qrv war). Als ich als Kind damit angefangen hatte, waren die halt alle um die 40 und die Bastelei hat noch Spass gemacht. Jetzt trifft man fast nur noch 70jährige, basteln tut auch keiner mehr (ist ja auch zu aufwändig und wirtschaftlich völlig uninteresssant, mit aktueller Technik mitzuhalten) und auf Treffen geht es zu, wie auf einem Seniorentagesausflug.
Ist ja auch klar, die Kiddies haben ihre Handys, das ist nicht mehr wie früher, wo oft die ganze Familie lizenziert war, als Telefonersatz, und sie finden es auch nicht gerade prickelnd, erstmal 1-2 Tausend eur zu investieren, das ist dann wirklich nur noch was für die Hardcore-Geeks. Und mit einem gebrauchten FM-HFG aus dem OV den Relaisfunk mit der Rentnerrunde, also, mich hätte das vielleicht auch abgeschreckt 
Die Zeiten ändern sich halt...
Aber vielleicht hole ich mir mal wieder ein Rufzeichen (das wird ja mit der Prüfungsbescheinigung jederzeit wieder zugeteilt, ist nichts anderes als jede beliebige Sendegenehmigung heutzutage) und baue mir eine richtige Satellitenstation, das hat mich aus dem Funk-Hightech-Bereich immer am meisten interessiert. Bloss vielleicht sollte ich dafür erstmal ein Grundstück kaufen *lol*