Die Überlegungen warum die Akzeptanz in bestimmten Branchen oder Geschäften nicht vorhanden ist sind interessant. Vermutlich haben die Inhaber entweder schlicht keine Ahnung was die Payment-Infrastruktur (v.a. das Kartenzahlungsterminal) kostet und was einzelne Transaktionen kosten bei Nutzung der verschiedenen Zahlverfahren.
Es wäre sinnvoll die Kosten von girocard (ec-cash) gegenüber zu stellen mit dem Maestro-Debitkartensystem, dass bei mpass (=Maestro-Paypass) verwendet wird.
Ich bin weder Experte, noch aus der Branche, aber ich versuche es mal:
1. Bei beiden etwa gleich sein dürfte die monatliche Miete für das Kartenzahlungsterminal inkl. Vertrag über die Anschaltung an das Netz des Zahlungsnetzbetreibers mit ca. 20 €/Monat... ab einem gewissen Umsatz sind solche Kosten ja eigentlich geschenkt.
2. No-Go ist bei massenhaft Kleinstbeträgen aber vor allem die Transaktionsgebühr, die jeder Bezahlvorgang beim Zahlungsnetzbetreiber auslöst und die üblicherweise zwischen 0,10 und max. 0,20 € je Transaktion liegen.
So, an der Stelle sagt die Bäckerei um die Ecke schon: Nein, danke.
Hinzu kommen noch weitere (System-)Kosten:
3. Bei Nutzung der girocard (ec-cash) erhebt die deutsche Kreditwirtschaft für die Autorisierung einer girocard-/electronic cash-Zahlung eine Gebühr in Höhe von 0,3% des Umsatzes, mindestens jedoch 0,08 Euro. Wohlgemerkt zusätzlich zu den Transaktionsgebühren oben.
4. Außerdem gibt es oft auch weitere versteckte Kosten durch die kontoführende Bank, in
der Regel die Hausbank des Händlers/der Bäckerei etc, also Buchungskosten.
Maestro:
3. I.d.R. 0,95% vom Umsatz - wie es scheint ohne eine Mindestgebühr.
4. Kosten durch die Hausbank des Händlers/der Bäckerei etc.
Mein Fazit: Das Ganze kaputt machen die hohen Transaktionsgebühren der Zahlungsnetzbetreiber, egal ob girocard oder Maestro/Maestro-Paypass.
Vielleicht kann ja mal jemand eine Beispielrechnung posten welche Gebühren die Bäckerei zahlt, wenn ich meine Fressalie für 2 € mit einer der beiden Verfahren zahle.