Zitat
Original geschrieben von beesdo77
Nur weil die 777 so viel größer ist als ein EF-2000 Typhoon soll sie schlechter zu zerstören sein? Ganz im Gegenteil, ein Zivilflugzeug ist sehr viel leichter zu zerstören, da dieses nur die Belastungen der normalen Luftfahrt standhalten muß und nicht gegen Kampfeinwirkungen (Panzerung) geschützt ist. Millitärflugzeuge sind entsprechend geschützt und vor allem wird soweit wie möglich der Luftdruckunterschied gering gehalten. Ähnlich eines Luftballon herrscht dagegen bei einem Passagierflugzeug ein entsprechender Überdruck und es bedarf nur einer relativ geringen äußeren Krafteinwirkung, um die zerstörerische Wirkung zu entfalten.
Natürlich ist eine 777 auch unabhängig von fehlenden Angriffsdetektoren und eigener Unbeweglichkeit einfacher abzuschiessen, als ein Eurofighter, auch schon wegen der passiven Selbstschutzeinrichtungen bei letzterem. Aber am Ort des Geschehens kleinteilig zerlegen lässt sich ein Riesenvogel wohl gleichwohl weniger gut. Selbst eine plötzliche Dekompression muss eine großes Passagierflugzeug weder vollständig zerlegen, noch zum Absturz bringen. Viele von uns werden sich wohl an Aloha 243 erinnern, der bei Erreichen der Reiseflughöhe ein Dachstück abhanden kam und als Folge davon nicht nur dekomprimierte, sondern das Kabinendach bis zur Flügkante vollständig abhanden kam. Zum Glück waren die fast 100 Passagiere noch angeschnallt und von den drei Flugbegleitern hatten zwei ebenfalls Glück. Das Flugzeug konnte sicher gelandet werden und es gab nur 7 Schwerverletzte. Auch die anderen, seltenen Fällen von plötzlich abhanden kommenden Fenstern, Türen und Luken führten meist nicht zum Absturz, zum Auseinanderbrechen des Flugzeugs schonmal gar nicht, kleinteilig erstrecht nicht. Zum Absturz bringen: ja, vollständig zerstören: wohl eher nicht.
Gut ausgerüstet mit denselben Flugzeugtypen und zumindest gleichwertiger Bewaffnung und Munition, wie das ehemalige Bruderland Russland nunmal ist, hätten sie wohl längst die von ihnen propagierte Beschusssituation nachgestellt, wenn sie die denn tatsächlich für realistisch hielten. Haben sie aber nicht. Oder sie haben's, konnten aber nicht zum gewünschten Ergebnis kommen und den Mantel des Schweigens drüber gehüllt.
Über Möglichkeiten und Motive ein solchen Abschusses durch ein Kampfflugzeug brauchen wir uns wohl nicht nochmal unterhalten. Klar könnte man das dann den bösen Terroristen in die Schuhe schieben. Aber einerseits braucht's zur Darstellung von deren Bosheit offenbar kein Zutun, andererseits wären die ja dann nicht auch noch so doof, daß sie sich wie ein ertapptes Kind verhalten. Stattdessen hätten sie ihr Buk und dessen Raketen wie auch kurz vorher einfach nochmal öffentlich vorgeführt.
Vielleicht gibt's ja auch unter den Putinnichtverstehern Trolle. Persönlich könnte ich niemanden so bezeichnen. Von mir selbst weiß ich aber aus Erfahrung, daß ich bei veränderter Erkenntnislage die frühere Irrtumsposition momentan und komplett räume, weder zu Rückzugsgefechten neige, noch meinem Irrtum aus dem Weg gehe. Außer einem generellen Misstrauen gegen Großmächte und vielen Amerikanismen ist da aber bislang nichts, was am allgemein angenommenen MH17-Hergang nachhaltig kratzt. Eigentlich tut's mir leid, daß soviel Zeit, Energie und Intensität damit verschwendet wird, aber vielleicht ist ja gerade dies eine der Absichten. Im Krieg ist ein gegnerischer Verwundeter ja auch viel nützlicher als ein Toter, weil er ein Vielfaches an Feindmitteln bindet. <-;<
P.S.: Vielleicht ist letzteres auch unsere Funktion gegenüber dem hiesigen Chefideologen. Anderswo könnte er mit der ihm eigenen Unverfrorenheit möglicherweise tatsächlich öffentlichkeitswirksam wirken und bewirken. So aber prallt er, weil er immer noch nicht unter sich und seinesgleichen ist stattdessen an den Innenseite der TT-Gummizelle hin und her.